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Weckgläser. Klassiker der Vorratshaltung

Sucht man im Internet nach Einmachgläsern, so tauchen Weckgläser unweigerlich in den obersten Rängen auf. Weckgläser sind zum Gattungsbegriff für Einmachgläser geworden und haben auch gleich das Feld der Verben erobert: Einwecken bedeutet nichts anderes als einmachen, einkochen. Solch tiefes Eindringen in den Sprachgebrauch – und damit ja auch in die menschlichen Denk- und Handlungsprozesse – gelingt nur wenigen Produkten: Es muß ihnen schon eine besondere Funktionalität innewohnen, um zu solchem Ruhm zu gelangen, ein Nutzen, der die bisherigen Gewohnheiten revolutionierte.


Johann Carl Weck. Der Mann, der die Weckgläser unters Volk brachte.

Im Grunde genommen begann die moderne Geschichte des Einmachens mit keinem Geringeren als Napoleon Bonaparte, dem kleinen Mann mit Hang zur Größe – und das bedeutete: Er war von einem großen Eroberungsdrang getrieben. Der Erfolg eines Feldzuges stand und fiel in jenen Zeiten allerdings mit dem Nachschub für die Truppen, der ständig frisch herbeigeschafft werden mußte – Konserven kannte man nicht, und allein mit Stockfisch und Pökelfleisch kann man keine Armee bei Kräften (und Laune) halten.

Unhaltbare Zustände für den Kaiser der Franzosen. Er rief einen Wettbewerb aus und stellte demjenigen, der ein Verfahren zur Konservierung entdeckte, eine Siegesprämie von 12.000 Goldfranken in Aussicht. Ein Vermögen – der Ehrgeiz der Chemiker und Erfinder war geweckt. Der Koch François Nicolas Appert fand heraus, daß Lebensmittel nach dem Erhitzen auf 100 °C in dichtgeschlossenen Behältern nicht mehr verdarben. Die 12.000 Goldfranken waren sein.

All dies geschah bis 1810. Und es sollte noch einmal 82 Jahre Jahre dauern, bis Rudolf Rempel, ein Chemiker aus Gelsenkirchen, eine Erfindung zum Patent anmeldete: einen Apparat zum Einkochen – denn die Lebensmittel wurden in den Gläsern gekocht – mitsamt Einmachgläsern, die mit Gummiringen und Blechdeckeln abgedichtet und verschlossen wurden. Diese Erfindung wiederum erregte die Aufmerksamkeit des deutschen Unternehmers Johann Carl Weck, der 1893 das Patent an der Rempel-Erfindung erwarb. Der Siegeszug der Weckgläser lief ein wenig schleppend an, war aber letztlich nicht mehr aufzuhalten.

Weckgläser. Und die hohe Kunst des Haltbarmachens.

Die Zeiten ändern sich, der Nutzen der Weckgläser nicht. Was früher üblich war – und im übrigen eine Notwendigkeit, denn Supermärkte gab es noch nicht in so großer Zahl (und Tiefkühlkost wurde in Deutschland erst in den 1950er Jahren populär) –, wird von einer neuen Generation Selbstversorger heute wieder sehr geschätzt: die Früchte der eigenen Ernte haltbar zu machen und einzulagern.

Ist die Erntezeit im vollen Gange, gibt der Garten meist so viel Gutes her, daß es kaum möglich ist, alles Obst frisch zu verzehren oder das Gemüse direkt in der Küche zu verwenden. Um so besser, wenn nach den geeigneten, praktischen Erntegerätschaften auch alle Utensilien zur Hand sind, die Ernte aus dem eigenen Garten (oder das beim Bauern Gekaufte) für die Winterzeit zu konservieren.

Über Weckgläser in vielfältiger Größe und Form hinaus erhalten Sie bei Manufactum die Gerätschaften, die Sie dafür benötigen und mit denen Sie ein solides, hochfunktionales System der Vorratshaltung einrichten können: von Erntegeräten und Einkochutensilien bis hin zu Vorratsmöbeln.

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