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Christbaumschmuck

Schmucktraditionen.

Es gibt zwei ernstzunehmende Baumschmucktraditionen. Die erste stammt aus dem Biedermeier, der letzten geschmackssicheren Epoche der vergangenen 200 Jahre. Der biedermeierliche Baumschmuck bestand immer nur aus wenigen Stücken: Äpfel, vergoldete Nüsse, Messing und bemalte Zinnfiguren, erzgebirgische Spielzeugminiaturen aus Holz und Gebäck.

Der Kritik an der gründerzeitlichen Üppigkeit, die den Tannenbaum unter einer Unmenge von Kitsch fast verschwinden ließ, entsprang die zweite Tradition. Sie führte zum „weißen Baum“, der mit einer Stimmung von „Eis und Schnee und Feuer“ der Symbolik des „Lichtfestes im Winter“ gerecht zu werden versuchte.


Christbaumschmuck aus Lauscha.

Seit über 400 Jahren begleitet der Werkstoff Glas den kleinen Ort Lauscha im Thüringer Wald. Im Jahr 1597 hattendort der Schwabe Hans Greiner und der aus Böhmen stammende Christoph Müller die erste Glashütte in Thüringen errichtet und damit den Grundstein für die weltberühmte dortige Glasindustrie gelegt.

Filigranarbeit. Stern Scherenschnittechnik.

Die spezielle Faltschnittechnik, bei der ein mehrfach gefalteter Papierbogen zugeschnitten wird, ist für diese Sterne von Generation zu Generation weitergegeben worden. Bis heute entstehen sie in reiner Handarbeit Falz um Falz, Schnitt um Schnitt, Musterreihe um Musterreihe und mit frappanter Akribie – dennoch ist jeder Stern letztlich einzigartig. Üblicherweise frei arbeitend, hat die Herstellerin ausnahmsweise drei Schnittmuster entwickelt, nach denen sie für uns die Sterne fertigt (dem jeweiligen Muster ist eine bestimmte Größe zugewiesen).

Die Enden akkurat verklebt und zusammengenäht, erfährt jeder Stern seine Vollendung durch eine feine Goldlackschicht, die ihm zusätzliche Festigkeit verleiht. Und filigran, wie er ist, putzt er nicht nur den Weihnachtsbaum ganz ungemein, sondern vermag als Solitär auch Fenster, Tür und Wand wirkungsvoll zu schmücken.


Sterne aus Fichtenholzspänen.

Die ersten Sterne dieser Art entstanden, als Baumschmuck wie kostbare Nüsse oder Äpfel nicht für jedermann erschwinglich war. So machte man aus der Not eine Tugend und fertigte Schmuck aus den Materialien, die vorhanden waren und kaum etwas kosteten.

Wie die Glasbläser feine Kugeln aus dem Glas bliesen, mit dem sie täglich zu tun hatten, verwendeten Schreiner frisch gehobelte Späne, die als Abfallprodukt reichlich in der Werkstatt fielen, und legten sie über die Tannenzweige.

Später formten sie aus den Spänen kunstvolle Sterne. Heute läßt der in Fürth ansässige Hersteller der Sterne eigens feine Späne nach seinen Vorgaben hobeln, das Holz dafür bezieht er aus dem Bayerischen Wald. In Streifen geschnitten, werden die Späne in Handarbeit zu tütchenartigen Gebilden geformt und zu einem Stern zusammengeklebt.

ab 3,80 


Alles Messing. Von der Geschenkidee zum Schmuckanhänger.

Die Tradition, aus Messingblech einfache schmückende Anhänger zu produzieren, ist in der Gold- und Silberstadt Schwäbisch-Gmünd recht alt. Bereits im Mittelalter stellten die Handwerksmeister am Ort solche Anhänger her. Sie wurden mit der Laubsäge aus dem Blech gesägt; zunächst ausschließlich, um sie günstig verschenken zu können. Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte kamen immer neue Motive hinzu, sodass aus dem Nebenerwerb mit kleinen Aufmerksamkeiten ein Hauptgeschäft werden konnte. Für unseren Lieferanten war die Herstellung der Schmuckanhänger zu Beginn sogar nur ein Hobby. Inzwischen in der 3. Generation angelangt, haben Lasertechnik und maschinelles Stanzen in dem Betrieb seit den 1990er Jahren die Laubsägen ersetzt. Sämtliche Feinarbeiten, das Vergolden und Polieren werden aber nach wie vor sorgsam von Hand ausgeführt.

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