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Werkzeug einräumen und säubern

Nach den letzten Arbeiten im Garten sollten nun alle Geräte und Werkzeuge gründlich gereinigt und in Haus, Garage oder Schuppen gebracht werden. Den Winter über können dann lockere Stiele befestigt oder Spaten und Scheren geschärft und gefettet werden.

Anleitung

  • Die Werkzeuge von anhaftender Erde reinigen. Größere Klumpen zunächst trocken abkratzen, den verbliebenen Schmutz dann mit Wasser und einer groben Bürste entfernen. Gut trocknen lassen.
  • Bei Geräten aus Edelstahl ist meist keine weitere Reinigung nötig; Werkzeuge aus Kohlenstoffstahl müssen in der Regel von Rost befreit werden. Leichten Flugrost mit Stahlwolle oder Schleifvlies entfernen, stärkeren (festsitzenden) Rost mit einer Stahldrahtbürste.
  • Bei allen Schneidwerkzeugen an den Klingen anhaftenden Pflanzensaft entfernen. Dafür Stahlwolle, Schleifpapier oder einen in Reinigungsbenzin oder Spiritus getränkten Lappen verwenden; bei hartnäckigen Verschmutzungen die Klingen ausbauen und einige Zeit in Spiritus einlegen.
  • Werkzeuge mit geschärften Kanten oder Zähnen sowie die Gartenscheren nachschärfen. Messer- und Scherenklingen am besten mit einem nassen Schleifstein (zum Beispiel einem „Belgischen Brocken“) abziehen; Hacken, Gabel oder Spaten lassen sich gut mit einer Handfeile bearbeiten. Nur mit sehr viel Können und Erfahrung eine Schleifmaschine verwenden; unkundige Anwender tragen in der Regel zu viel Material ab und erhitzen den Stahl so stark, daß er ausglüht – und in der Folge nie wieder richtig scharf werden kann.
  • Die Werkzeugstiele mit einem feuchten Lappen säubern und wenn nötig abschleifen. Dazu ein sehr feines Schleifpapier (Korn 120 und feiner) oder Schleifvlies verwenden; Stahlwolle könnte kleine Drahtfasern im Holz hinterlassen.

Scherenklingen mit Hilfe eines Schleifsteins schärfen

Für Werkzeuge mit geschärften Kanten oder Zähnen eine Handfeile verwenden

Werkzeugstiele aus Holz abschleifen und einölen

  • Werkzeuge nicht – wie oft empfohlen – in Wasser stellen, wenn der Kopf nicht mehr fest am Stiel sitzt. Das häufige Aufquellen und Austrocknen des Holzes begünstigt Fäulnisbakterien und erhöht die Bruchgefahr des Stiels hinter dem Werkzeugkopf deutlich. Besser einen Holz- oder Eisenkeil einschlagen und somit dauerhafte Abhilfe schaffen.
  • Alle Metallteile – vor allem die aus Kohlenstoffstahl – zum Schutz vor Rost einfetten oder einölen. Alternativ die Werkzeuge in einen Eimer mit Sand stecken, dem etwas Öl zugegeben wurde. Insbesondere bei dieser Methode nur biologisch abbaubares Öl verwenden, zum Beispiel Ballistol.
  • Alle Holzteile mit einer 50:50-Mischung von Leinöl (oder Leinölfirnis) und Terpentinersatz einreiben. Leinöl pflegt das Holz und erzeugt eine schöne glatte Oberfläche; der Terpentinersatz fördert ein tiefes Eindringen in das Holz. Wegen der Selbstentzündungsgefahr verwendete Lappen niemals offen lagern, sondern nur in einer Dose oder einem verschließbaren Glas.
  • Den Rasenmäher mit einem Spachtel und einer groben Bürste von Gras- und Erdresten befreien. Bei motorbetriebenen Geräten den Tank leeren (leer fahren oder an der Tankstelle entsorgen lassen) und nach Herstellerangaben Konservierungsöl in den Motor füllen. Starterbatterien ausbauen und frostfrei lagern, das Öl wechseln und im Fachbetrieb die Messer schärfen lassen.

Alle Metallteile zum Schutz vor Rost einölen

Rasenmäher nach dem letzten Mähen gründlich reinigen

Es wird benötigt:

Werkzeug: Wurzelbürste, Werkzeugkratzer oder Spachtel (zum Abkratzen von hartnäckigem Schmutz), Stahldrahtbürste, Handfeile, Eimer.
Zubehör: Stahlwolle oder Schleifvlies, Schleifpapier (sehr feines für die Stiele, groberes für verschmutzte Klingen), Lappen, Abziehstein zum Schleifen, gegebenenfalls Holz- oder Eisenkeile, Behältnis zum Lagern ölgetränkter Lappen.
Reinigungs- und Pflegemittel: Reinigungsbenzin oder Spiritus, Leinöl (oder Leinölfirnis) und Terpentinersatz in einer 50:50-Mischung, Fett oder Öl als Rostschutz für Metallteile.


Gartenscheren. Eine für jeden Zweck

Für jede Schneidarbeit gibt es ein spezielles Gerät. Einfacher wird also die Auswahl, wenn man sich zunächst die Frage stellt, was geschnitten werden soll – eine Blumenschere eignet sich schließlich nicht zum Schnitt von Ästen und rückte man umgekehrt den Blumen im Garten mit einer Astschere zu Leibe, würde das die Pflanze nur schädigen. Je nach Verwendungszweck unterscheiden sich Gartenscheren hauptsächlich in der Größe ihrer Blätter und Griffe. Eine Heckenschere, mit der man beim Rückschnitt eher in der Fläche arbeitet, hat z.B. lange Blätter, im Verhältnis dazu aber recht kurze Griffe.
Scherenkunde

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