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Rosen auf den Winter vorbereiten

Im Herbst stehen noch einige Arbeiten im Rosenbeet an: Zum Schutz der Veredelungsstelle vor strengen Frösten wird angehäufelt und, wo nötig, lang gewordene Triebe etwas eingekürzt.

Anleitung

  • Im Herbst Rosen nur so wenig wie nötig schneiden, da in offene Schnittstellen Frost und Krankheiten ungehindert eindringen könnten. Auch würden bei einem vorwinterlichen Schnitt zu viele Knospen entfernt, die den Austrieb der Rose im Frühjahr auch nach eventuellen Frostschäden sicherstellen. Der eigentliche Rosenschnitt erfolgt im Frühjahr – wenn die Forsythien blühen.
  • Im Sommer stark gewachsene Rosen nur dann einkürzen, wenn die Gefahr besteht, daß Triebe bei herbstlichen Stürmen oder unter Schneelast abbrechen könnten. Dies gilt insbesondere auch für Hochstammrosen, deren Krone bruchgefährdet ist.
  • Kranke (zum Beispiel mit Mehltau befallene) und wilde Triebe entfernen.
  • Dicke, alte Triebe von Kletterrosen bodennah zurückschneiden. Das verjüngt die Gehölze und führt zu einem kräftigen Neuaustrieb im Frühjahr.
  • Ab Ende des Monats veredelte Rosen (eingewachsene wie frisch gepflanzte) anhäufeln. Die Veredelungsstelle sollte mit einem etwa 15 cm hohen Erdhügel bedeckt und damit gut vor Frost geschützt sein. Wo möglich, die umgebende Beeterde, bei schweren, lehmigen Böden am besten Komposterde verwenden. Auf keinen Fall Torf nehmen; er ist zu sauer und trocknet bei ausbleibenden Niederschlägen stark aus – und sollte generell im Garten nur in Ausnahmefällen (Moorbeetpflanzen) Verwendung finden.
  • Stammrosen, deren Veredelungsstelle direkt unterhalb der Krone sitzt, am besten umlegen, die Krone in eine kleine Grube betten (wenn nötig mit einem Haken, z.B. einer Astgabel, feststecken) und die Basis der Äste etwa 10 cm hoch mit Erde bedecken. Dabei beachten, daß dies nur in eine Richtung gelingt, nämlich über den Zapfen am Fuß des Stammes – nicht von ihm weg. Der Zapfen befindet sich einige Zentimeter über dem Boden und ist die Schnittstelle, die bei der Anzucht der Unterlage (des Stamms) entstanden ist.
  • Alternativ die Kronen von Stammrosen (oder nur den Bereich der Veredelungsstelle) mit Vlies oder Jute umhüllen.
  • Wildrosen und andere besonders frostharte Rosen (zum Beispiel Rosa alba) müssen nicht angehäufelt werden.
  • Rosen sind generell weniger winterhart, wenn sie nicht im Beet, sondern in Gefäßen stehen. Dort ist der Wurzelraum begrenzt, und starke Temperaturschwankungen werden weniger gut abgepuffert, als dies im Boden eines Beetes der Fall ist. Die Gefäße können zwar problemlos draußen überwintern, sollten aber keinesfalls in einem Untersetzer stehen. Eventuell etwas geschützt unter Sträuchern aufstellen und mit Sackleinen, einer Kokosmatte oder ähnlichen Materialien umhüllen, um starke Temperaturschwankungen abzumildern.
  • Alle Rosen nun nur noch wenig gießen und nicht mehr düngen.

Im Herbst nur zu lang gewordene Triebe einkürzen,

... unter anderem weil einige Strauchrosen bis weit in den Herbst blühen

Die Veredelungsstelle durch Anhäufeln vor Frost schützen

Es wird benötigt

Werkzeug: Bypass-Schere mit kurzen, gebogenen Klingen („Rosenschere“), Spaten, Grabegabel oder Schaufel zum Anhäufeln.
Zubehör: Frostschutzmaterialien für Stammrosen (Vlies, Jutesäcke, Sackleinen), Bindegarn.


Prächtige Blüten, verschwenderischer Duft. Historische Rosen

Seit mindestens 12 Millionen Jahren blühen und duften die Blumen der Gattung Rosa auf der Erde, und es gibt eine unübersehbare Vielzahl an Rosen, was der Natur, aber auch den Zuchterfolgen der Rosengärtner zu verdanken ist. Als “Alte Rosen” gelten darunter solche, die aus der Zeit vor 1867 stammen, dem Jahr der Entstehung von ‘La France‘, der ersten Teehybride. Die meisten der alten Sorten sind inzwischen ausgestorben, erst Anfang des 20. Jahrhunderts nahmen sich einige traditionsbewusste Gärtner ihrer wieder an und erkannten die wahren Qualitäten: Sie sind widerstandsfähiger, frosthärter und pflegeleichter als moderne Rosen und von verschwenderischem Duft. Alte Rosen

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