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Rosen schneiden

Die Meinungen zum richtigen Rosenschnitt sind ebenso vielfältig wie – oftmals – heiß umstritten. Aber zumindest bezüglich des richtigen Zeitpunkts gibt es eine einfache, ganz objektive Regel aus dem Phänologischen Gartenkalender (mit dem Termine für regelmäßige Gartenarbeiten anhand von Naturphänomenen festgemacht werden können): Rosen werden im Frühjahr geschnitten, und zwar dann, wenn die Forsythien blühen. Zu diesem Zeitpunkt beginnt verstärkt der Austrieb, und es sind keine Starkfröste mehr zu befürchten. Dieser Termin „paßt“ für alle Regionen und Klimazonen, da er keinem feststehenden Datum zugeordnet, sondern ausschließlich vom jeweils vorherrschenden Mikroklima abhängig ist.

Die wichtigsten Regeln für den Rosenschnitt im Frühjahr

  • Bei allen im folgenden beschriebenen Schnittmaßnahmen beachten: Je stärker zurückgeschnitten wird, um so kräftiger erfolgt der neue Austrieb.
  • Um Quetschungen und Verletzungen der Pflanze zu vermeiden, nur mit einer guten, scharfen Schere mit sauberen Klingen arbeiten.
  • Etwa 5 mm über einem gut entwickelten, möglichst nach außen zeigenden Auge (Knospe) schneiden. Das führt zu einem guten Pflanzenaufbau und fördert den äußeren Blütenflor.
  • Beetrosen auf drei bis vier Augen (das entspricht etwa 10 bis 15 cm) herunterschneiden.
  • Einmalblühende Strauchrosen etwa um ein Drittel zurücknehmen und in Form schneiden.
  • Öfterblühende Strauchrosen zusätzlich nach der Hauptblüte im Sommer schneiden: dazu die verwelkten Blüten mit drei bis vier Blättern herausnehmen. Dies fördert die Bildung neuer Blüten.
  • Kletterrosen erst ab dem zweiten oder dritten Standjahr schneiden, wenn die Pflanze etwa 2 m hoch ist. Wichtig ist es dann zu verhindern, daß die Triebe steil aufrecht wachsen, sich kaum verzweigen und zu lang werden. Die Rose blüht dann nur noch im oberen und vergreist im unteren Bereich – dort, wo die Blüten betrachtet und ihr Duft genossen werden könnte. Zu lange Triebe daher einkürzen und regelmäßig alte Triebe komplett entfernen. Genauso wichtig wie der Schnitt ist bei Kletterrosen aber auch die richtige Erziehung: Ein möglichst waagerechtes Anbinden der Triebe bremst sie im Wachstum, führt zu einer verstärkten Entstehung von Seitentrieben und damit zu einer Blütenbildung, die über die gesamte Pflanze verteilt ist.
  • Starkwachsende Ramblerrosen benötigen im Frühjahr keinen regelmäßigen Schnitt. Störende oder zu lange Triebe können besser nach der Blüte im Sommer herausgeschnitten oder eingebunden werden.
  • Schwächer wachsende Ramblerrosen, die zum Beispiel an kleineren Rosenbögen oder einem Rosenschirm stehen, müssen regelmäßig ausgedünnt werden, damit das Gewicht der Pflanze nicht zu groß wird. Dazu werden die drei- und mehrjährigen Triebe jährlich entfernt und generell zu lange Triebe eingekürzt, um die gewünschte Form zu behalten.
  • Bei Bodendeckerrosen reicht es aus, abgestorbene Triebe oder alte Blütenstände zu entfernen. Bei Bedarf in der Höhe mit der Heckenschere in Form
  • Für alle Rosen, die regelmäßig geschnitten werden, gilt: Im Frühjahr zu alte, die Wuchsform störende und wilde Triebe herausschneiden und totes Holz entfernen.
  • Im Frühjahr gepflanzte Rosen nach dem Anhäufeln auf etwa 15 cm zurückschneiden. Das vermindert den Wasserverlust durch Verdunstung, schützt die Pflanze also vor Schäden durch Trockenheit und fördert zudem die Wurzelbildung. Nach einer Herbstpflanzung erfolgt kein Schnitt, sondern erst wieder im nächsten Frühjahr.
  • Ein stetiges Entfernen der verblühten Blumen fördert bei vielen Sorten eine Nachblüte, teilweise bis in den späten Herbst. Sollen die Rosen aber Hagebutten bilden, die noch im Herbst und Winter schmücken, darf das Abgeblühte nicht entfernt werden.

Es wird benötigt:

Werkzeug: scharfe Bypass-Schere mit kurzen Klingen („Rosenschere“).
Zubehör: dornenfeste Arbeitshandschuhe, Sammelgefäß für Schnittgut.


Prächtige Blüten, verschwenderischer Duft. Historische Rosen

Seit mindestens 12 Millionen Jahren blühen und duften die Blumen der Gattung Rosa auf der Erde, und es gibt eine unübersehbare Vielzahl an Rosen, was der Natur, aber auch den Zuchterfolgen der Rosengärtner zu verdanken ist. Als “Alte Rosen” gelten darunter solche, die aus der Zeit vor 1867 stammen, dem Jahr der Entstehung von ‘La France‘, der ersten Teehybride. Die meisten der alten Sorten sind inzwischen ausgestorben, erst Anfang des 20. Jahrhunderts nahmen sich einige traditionsbewusste Gärtner ihrer wieder an und erkannten die wahren Qualitäten: Sie sind widerstandsfähiger, frosthärter und pflegeleichter als moderne Rosen und von verschwenderischem Duft. Alte Rosen

Gartenscheren. Eine für jeden Zweck

Für jede Schneidarbeit gibt es ein spezielles Gerät. Einfacher wird also die Auswahl, wenn man sich zunächst die Frage stellt, was geschnitten werden soll – eine Blumenschere eignet sich schließlich nicht zum Schnitt von Ästen und rückte man umgekehrt den Blumen im Garten mit einer Astschere zu Leibe, würde das die Pflanze nur schädigen. Je nach Verwendungszweck unterscheiden sich Gartenscheren hauptsächlich in der Größe ihrer Blätter und Griffe. Eine Heckenschere, mit der man beim Rückschnitt eher in der Fläche arbeitet, hat z.B. lange Blätter, im Verhältnis dazu aber recht kurze Griffe.
Scherenkunde

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