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Blumenkunst

Gestaltung eines Blumengebindes in der japanischen Rikka-Technik.

Einfach, aber nicht lapidar.
Die Arbeit als Gestalter für Blumenkunst beinhaltet für mich einen ganz wichtigen Punkt, der auch mein klösterliches Leben prägt, die „Discretio“, das rechte Maß in allem. Um gestalten zu können, Kunst zu schaffen aus der Natur, muß man die Eigenheiten eines jeden Werkstoffes kennen, annehmen und respektieren.

In meinem Fall ist es die Pflanze in allen ihren Teilen: Blüten, Stengel, Blätter, Wurzeln, Knollen.
Die Pflanze ist unser Partner und gibt die Gestaltung vor. Die Pflanze wird so nicht in eine Form gefügt, sondern alle Kunstgriffe des Blumengestalters zielen darauf ab, die Eigenheit und das Besondere in Form, Farbe und Bewegung der Pflanze zu zeigen und zu betonen. Deswegen sehe ich auch meine Arbeit als einen „Flirt“ mit der Natur an, ein Hervorheben, ein Zeigen der Schöpfung und ein Aufmerksam-Machen auf Gewachsenes, das für uns eventuell unscheinbar ist oder das uns nicht mehr auffällt, weil es uns schon Jahre begleitet hat. Die Techniken östlicher Bindekunst haben mich bei meiner Arbeit immer wieder fasziniert, vor allem in ihrer Einfachheit und Umweltverträglichkeit, wobei hier „einfach“ nicht mit „lapidar“ verwechselt werden darf.

Das Rikka, die Technik, mit der das Gebinde in der Boglervase entstand, ist eine Möglichkeit der Gefäßfüllung, die mir eine sehr liebe Technik geworden ist. Ursprünglich ist sie nur von Gläubigen des Buddhismus und Shintoismus angewandt worden, um ihre Hausaltäre zu schmücken und die Extreme in der Schönheit der Natur zu zeigen. Hierbei wird alles, was den Blick ablenken könnte, alles, was „irre“führen könnte, weggenommen, und es wird auf das absolut Notwendige reduziert. Durch diese Abstrahierung kommen Bewegung, einzelne Kontraste, Farbe und Form zur vollen Geltung und werden mit dem Tongefäß zu einer Einheit. Die Keramik ist aus gewachsenem Boden und wird durch die Mühe des Menschen, wie es in der Liturgie heißt, zu einem Neuen geformt, und in seiner Ursprünglichkeit wird er die Basis, auf der Pflanzen wachsen. Dies ist für mich auch immer wieder eine besondere Herausforderung und ein schönes Symbol für Ganzheitlichkeit. Wir können es auch auf unsere Kultur übertragen, mit unseren Gefäßen aus heimischem Ton arbeiten und jene Pflanzen verwenden, die auf unseren Wiesen und in unseren Gärten wachsen.

So können wir über die Blumenkunst einen vertieften Zugang zu unserem Lebensraum finden. Für mich als Mönch ist es auch wichtig, daß meine Werke aus der Arbeit mit der Schöpfung Gottes entstehen. Diese Arbeit ist für mich mehr und mehr zu einem Privileg geworden, denn ich darf „Sein“ Werk zeigen in meinem Werk. In Psalm 22 heißt es: „Denn Er hat das Werk getan.“ Durch diese Haltung tritt alles andere in den Hintergrund, und wichtig ist nur noch die Schau, entscheidend nur noch, aufmerksam zu machen auf die Blüte.

Das Gefäß, auch ein künstlerisches Werk, tritt dienend in den Hintergrund, indem es das aufnimmt, was die Pflanze zeigen will. So muß das Werkstück keine Leistung oder irgendeinen Wunschzustand liefern, es kann einfach nur sein und läßt mir als Betrachter die Möglichkeit, selbst zu entdecken, was es mir persönlich sagen kann, oder es ist einfach Schmuck. Zweckfrei zu sein, aber nicht sinnlos, dies ist auch ein entscheidender Teil unserer Lebenshaltung in der benediktinischen Gemeinschaft. Aus diesem Grund gestalte ich mit Werkstoffen der Natur, setze sie in einen sakralen Zusammenhang.

Durch unsere täglichen Gottesdienste in der Kirche und den Verlauf des Kirchenjahres habe ich immer wieder andere Gestaltungsanlässe, andere Zeiten und Gestimmtheiten, die ich auf meine Weise kommentieren kann. Meine sakrale Blumenkunst dient der Weitergabe des Evangeliums, dem Lobe Gottes und dem Wohl des Menschen.

Br. Stephan Oppermann OSB, Staatlich geprüfter Gestalter für Blumenkunst in der Abtei Maria Laach

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