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Polsterhocker Loden

Polsterhocker Loden
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    Allgemeine Informationen

    Füße hoch, Seele baumelnd

    Ergonomisch wie optisch geht dieser Polsterhocker mit dem Ohrensessel Loden die perfekte Symbiose ein – denn nicht alles, was dem Menschen vor den Füßen liegt oder steht, empfindet er als hinderlich. Liegt doch in der Ruhe die Kraft, und die Seele baumelt bequemer, wenn wir dabei die Füße hochlegen. Für die langmütige Unterstützung Ihrer Gliedmaßen sorgen der robuste Loden und eine Polsterung, die Sie auch langfristig immer wieder neue Kraft schöpfen lässt.

    Im Hochgebirge erprobt. Mandlinger Loden

    Der Qualitätsmaßstab für das Bezugsmaterial ist bei einem solchen Möbelstück naturgemäß außergewöhnlich hoch. Sinn verwendet hier einen Loden von Steiner1888, einem Unternehmen, das bereits 1888 im österreichischen Mandling eine Lodenwalke gründete und bis heute in traditioneller Handwerkskunst produziert. Vom Rohstoff bis zum fertigen Loden erfolgen sämtliche Produktionsschritte in der Manufaktur. Dabei wird die Schurwolle zunächst zu einem feinen Faservlies „gekrempelt“, in feine Streifen geteilt, zum Vorgarn gerundet und schließlich an Ringspinnmaschinen in mehreren Hunderttausend Drehungen zu reißfestem Wollgarn versponnen. Dieses Garn wird verwebt, wobei die Auswahl der verschiedenfarbigen Wollen für den karierten Stoff einem gut gehüteten „Geheimrezept“ folgt, dessen Umsetzung Erfahrung und hohe Präzision verlangt. Kernprozess der Lodenerzeugung ist das folgende Walken: Unter warmem Wasser und Druck wird das Wollgewebe „geknetet“, bis es verfilzt. Nach dem Rauen, Scheren und Dekatieren steht am Ende ein dichter, enorm strapazierbarer Stoff, der scheuerfest und nur wenig schmutzanfällig ist – ein original Mandlinger Loden, der sich dank seiner extremen Robustheit sogar auf Himalaja-Expeditionen bewährt hat. Als Bezugsstoff nimmt der Mandlinger Loden damit selbst einen etwas raueren Umgang mit stoischer Gelassenheit hin.

    Sinn in Stemwede

    In der 1967 im westfälischen Stemwede gegründeten Polsterei Sinn hat man sich bereits vor einem Vierteljahrhundert entschieden, auf Klasse statt auf Masse zu setzen und sich auf den Bau von Individualmöbeln zu konzentrieren, die im konstruktiven Aufbau wie im Materialaufwand kaum zu übertreffen sind. Die Entscheidung, sich so von der allgegenwärtigen, nur auf wenige Nutzungsjahre ausgelegten modischen „Saisonware“ abzusetzen, hat sich für die Polsterei als goldrichtig erwiesen. Sinn hat einen stabilen Privatkundenstamm und darüber hinaus einen ausgezeichneten Ruf bei Auftraggebern, die individuell gestaltete und auf intensivste Nutzung ausgelegte Polstermöbel benötigen, etwa im Schiffs- und im Flugzeugbau. So hat das Festhalten am traditionell ausgeführten Handwerk (und erst recht: die fortlaufende Weitergabe der alten handwerklichen Techniken an eine junge Mitarbeitergeneration) das Unternehmen dauerhaft auf solide Füße gestellt.

    Von innen nach außen

    Das Polsterhandwerk ist ein Handwerk, das seine eigentliche Leistung unter Bezügen verbirgt. Seine wahre Qualität zeigt ein Sessel oder ein Sofa eben erst dann, wenn man seine Innenkonstruktion genauer betrachtet. Unser Ohrensessel kann da als Beispiel dienen: Seine Basis ist ein klassisches, vom Stellmacher geliefertes Innengestell aus Buchenholz und Multiplex-Schichtholz mit gedübelten Eckverbindungen, das zum Schutz von Polsterung und Bezug an den Kanten abgerundet ist. Die Standfüße sind aus massivem, geöltem Eichenholz; sie stehen zum Schutz des Bodens auf Kunststoffgleitern (für Parkettböden und andere empfindliche Untergründe werden zusätzlich Filzgleiter beigelegt). Statisch ist ein solches Möbel also für eine Zukunft als Antiquität gerüstet. Noch größer aber ist der Aufwand, der bei der Polsterung betrieben wird: Als Unterfederung dienen Wellenfedern aus gehärtetem Stahl, die mit einer Filzlage zur Geräuschdämmung abgedeckt sind. Darauf ruht der eigentliche Zylinder-Federkern aus verkupfertem Federstahldraht. Die Stärke der Federn nimmt von innen nach außen zu, wobei die Anzahl der aufwendig von Hand miteinander verbundenen Federn bei Sinn die Anzahl derer in herkömmlichen Federkernmöbeln um ein Mehrfaches übersteigt. Jede einzelne Feder wird ofenthermisch vergütet und durch einen Wachsüberzug in der Geräuschbildung gedämpft. Auf Holzaufbau und Federung folgt eine Abdeckung mit Federleinen, bevor anschließend der Polsterträger aus Gummikokos (latexierte und vulkanisierte Kokosfaser) aufgebracht wird. Zwei Lagen Kaltschaum und eine Lage Watte bilden die oberste Schicht des Polsters.

    Produktinformation

    Artikelnummer 208493

      Bezug 100% Wolle. Gestell Buchenholz und Multiplex-Schichtholz, Füße Eichenholz geölt, Herkunft Deutschland. Schaumstoffpolsterung auf Jutegurten. Hergestellt in Deutschland. Breite 52 cm, Tiefe 48 cm, Höhe 41 cm. Gewicht 6,1 kg. Aus handwerklicher Fertigung, bei den angegebenen Maßen handelt es sich daher um Circamaße.
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