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Obstgehölz 'Mispel'

(Mespilus germanica) (selbstfruchtbar)
Obstgehölz 'Mispel'
Obstgehölz 'Mispel'
(Mespilus germanica) (selbstfruchtbar)
23,00 €alle Preise inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Lieferbar ab Mitte Oktober (während der Pflanzsaison), jetzt bestellbar

Produktinformation

Artikelnummer 78098

Die Mispel gehört zur Familie der Rosengewächse und ist auch bekannt als Haspel oder Wispelte. Sie stammt aus dem Vorderen Orient, von wo aus sie sich vor über 2000 Jahren nach Süd- und Westeuropa verbreitete. Im Mittelalter war sie ein beliebter Obstbaum.
Kräftiger, verpflanzter, zweijähriger Strauch.
Höhe bei Lieferung ca. 1,2 m.

Allgemeine Informationen

Frucht:

Ovale, etwa walnußgroße Früchte mit typischen, an der Frucht verbleibenden Kelchzipfeln. Die zunächst grünen Früchte färben sich zur Reife Ende Oktober (nach dem ersten Frost) rotbraun. Das Fleisch ist weiß bis rötlich und schmeckt (nach Frosteinwirkung) süß-weinsäuerlich, ähnlich wie Apfelmost. Weiche Früchte können ausgelöffelt oder zu Saft, Marmelade oder Kompott verarbeitet werden.

Baum:

Bis zu 6 m hoher, oft mehrstämmiger Strauch oder kleiner Baum, im Alter 3–5 m breit. Triebe und junge Zweige zottig-filzig behaart, oliv- oder rotbraun. Sehr attraktive weiße Blüten ab Ende Mai. Selbstfruchtbar.

Ansprüche an Standort und Klima:

Anspruchslos, bevorzugt trockene, tiefgründige, kalkreiche Böden in Sonne und Halbschatten. Gut frosthart, verträgt Trockenheit und Hitze, kaum Befall mit Krankheiten oder Schädlingen.

Besondere Hinweise:

Für Kenner ein Kleinod der Landschaft – und eine am natürlichen Standort gefährdete Kulturart in Mitteleuropa. Kräftiger, verpflanzter, zweijähriger Strauch.

Alte Obstsorten und Wildobst.

Wir wissen: Nicht jede moderne Obstsorte ist schlechter als eine alte, und nicht jede alte Sorte ist per se gut. Wenn jedoch heute im Handelseinerlei die Qualität einer Sorte an Transport- und Lagerfähigkeit oder auch Einförmigkeit der Früchte gemessen wird, möchten wir lieber Kriterien wie Geschmack, Vielfalt und Eignung zur Selbstversorgung anwenden. Bei uns finden Sie ein Sortiment alter, wohlschmeckender und bewährter Obstsorten, teils echte Raritäten, aber auch früher weitverbreitete und Kennern durchaus bekannte Sorten.
Ebenfalls bieten wir eine Auswahl heimischer Wildobstarten an. Diese robusten, in der Regel recht anspruchslosen Bäume und Sträucher liefern vielfältig nutzbare Früchte für zum Teil ungewöhnliche Geschmackserlebnisse. Darüber hinaus sind sie Bienenweide und Vogelnährgehölz und – wegen der meist überreichen Blütenfülle im Frühjahr – von hohem Zierwert.

Von Hoch- und Halbstämmen und Buschbäumen – die Terminologie der Baumschule.

Alle Kultursorten von Obstbäumen entstehen durch das Aufpfropfen einer Sorte auf eine fremde Wurzel, die sogenannte Unterlage. Dieses Verfahren (die Veredelung) ist unumgänglich, da nur durch diese vegetative Vermehrung ein sortenechter Nachkomme gezogen werden kann. Die Veredelung erlaubt dem Baumschuler, neben der Sorte durch die Wahl der Unterlage auch die Wuchsform des Baumes festzulegen. Die Stammhöhe (also die Höhe zwischen dem Boden und dem untersten Kronenast) verändert sich zeitlebens nicht mehr, der Baum wächst nur noch an den Endknospen weiter.

Hochstamm.

Die ursprüngliche Wuchsform der meisten alten Kultursorten auf den Streuobstwiesen; aufgrund einer Stammhöhe von ca. 160–180 cm erlaubt sie eine zusätzliche Grünlandnutzung auf derselben Fläche (oder im Garten auch das Aufhängen einer Hängematte). Hochstämme sind ihrer majestätischen Größe wegen als Lebensraum von besonderem ökologischem Wert und in der Lage, Schatten zu spenden. Sie sind aber auch schwieriger zu pflegen und zu beernten als kleinere Baumformen und benötigen eine Fläche von 70–80 qm.

Halbstamm.

Der Halbstamm steht in Kronenbreite und Wuchs dem Hochstamm in nichts nach, jedoch ist sein Stamm nur 100–120 cm hoch, wodurch die Krone leichter zu erreichen ist. Durch Abschneiden der unteren Kronenäste kann ein Halbstamm über mehrere Jahre zu einem Hochstamm erzogen werden. Die Hoch- und Halbstämme liefern wir als kräftige, vier- bis fünfjährige Pflanzen. Die erste Ernte können Sie – richtige Pflege vorausgesetzt – etwa 5 Jahre nach der Pflanzung erwarten. Dies kann natürlich nur ein Anhaltspunkt sein; die erste Ernte kann, durch Sortenwahl oder Umwelteinflüsse bedingt, Jahre früher oder später eintreten.

Buschbaum.

Der Buschbaum bietet sich dann an, wenn der Platz im Garten knapp ist. Hier ist die Sorte auf eine schwachwachsende Unterlage veredelt, die Bäume mit einer Stammhöhe von ca. 50-70 cm werden nur etwa 3 m hoch und haben einen Platzbedarf von 12–16 qm. Zudem tragen sie schon nach wenigen Jahren; sie sind (mit einer Lebenserwartung von 15–20 Jahren) allerdings nicht so langlebig wie Hochstämme, die bei guter Pflege bis 50 (Äpfel und Quitten) oder 100 (Birnen) Jahre alt werden können.

Pflanzabstand Halb- und Hochstämme (Buschbäume).

Äpfel 6–8 m (3–4 m),
Birnen 5–7 m,
Süßkirschen 6–9 m,
Pflaumen 4–6 m,
Quitten 4–5 m (2–3 m).

Befruchtungsverhältnisse.

Einige der wichtigsten Obstarten (Äpfel, Birnen, Süßkirschen und andere) befruchten sich nicht selbst, d.h., sie benötigen zur Fruchtbildung einen guten Pollenspender in der Nachbarschaft (max. 200 m entfernt). Da die örtlichen Verhältnisse diesbezüglich oft schwer einschätzbar sind, kann es vorkommen, daß ein Obstbaum trotz Blüte keine Früchte trägt.

Anmerkung zur Standortwahl.

Viele Böden in Deutschland sind ohne bodenverbessernde Maßnahmen (Kalkung) zu sauer für anspruchsvolle Obstgehölze. Bitte erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei den örtlichen Gartenbauvereinen.

Von Sträuchern und Heistern – die Terminologie der Baumschule.

Verpflanzte Sträucher.

Dabei handelt es sich um mehrtriebige Pflanzen (die Größe wird jeweils angegeben), die durch mehrmaliges Verpflanzen in der Baumschule gekräftigt und abgehärtet werden.

Heister.

Dies sind Laubbäume mit meist einem durchgehenden Leittrieb, die noch keine Krone besitzen.

Pflanzabstand Heister und Sträucher:

Walnuß, Mispel 5 m;
Felsenbirne, Edel-Eberesche 4–5 m;
Kornelkirsche, Zibarte, Bauernjasmin 3–4 m;
Sanddorn 2–3 m;
Brombeere, Hortensien, Flieder, Weinrebe 2 m;
Sibirische Blaubeere, Johannisbeere, Stachelbeere, Apfelbeere 1,5 m;
Nordische Zitrone, Fuchsie 1 m;
Himbeere 4–5 Ruten/m.

Lieferung:

Die Gehölze werden ohne Erde (Containerpflanzen mit Erde) in Kartons verpackt und die Wurzeln mit feuchtem Stroh vor dem Austrocknen geschützt. Die Bäume können nach der Lieferung bei kühlem Wetter noch einige Tage in der geöffneten Verpackung bleiben; besser ist es, sie in Erde einzuschlagen. Bitte beachten Sie, dass das empfindliche Feinwurzelwerk auf keinen Fall austrocknen darf. Die Hochstämme kommen in einer Umverpackung aus Pappe und Folie; die Wurzeln sind in feuchtes Stroh eingeschlagen.
Jeder Lieferung liegt eine ausführliche Pflanzanleitung bei. Falls die Mengen, die wir von unserer Baumschule erhalten, nicht ausreichen, werden wir Sie über den zu erwartenden Lieferzeitpunkt informieren.

Kultur- und Pflanzanleitung:

Gehölzversand:

Kundenbewertungen

(1)
23.04.2011, Anonym

Mispel

Leider machte die Pflanze einen sehr trockenen Eindruck, meine Befürchtung, dass das Bäumchen nicht anwächst, hat sich leider bestätigt. Schade.

Wir helfen gerne

Ob Beratung, Ersatzteile oder Sonderwünsche – all Ihre Fragen und Anliegen behandelt unser Kundenzentrum persönlich und fundiert.

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