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Herbstapfel 'Finkenwerder Herbstprinz'

Halbstamm
Herbstapfel 'Finkenwerder Herbstprinz' Halbstamm
Herbstapfel 'Finkenwerder Herbstprinz'
Halbstamm
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Lieferbar in 3-4 Wochen (während der Pflanzsaison), jetzt bestellbar

Allgemeine Informationen

Frucht:

Groß, hochgebaut. Grüne, halbseitig rotgestreifte Schale, weißgelbes, festes Fleisch, süßsäuerlich, angenehm gewürzt. Sehr guter Tafel- und Wirtschaftsapfel. Baumreife Ende September bis Mitte Oktober, genußreif von November bis März.

Baum:

Mittelstarker, später hängender Wuchs, gleichmäßige Fruchtholzbildung. Mittelspäte Blüte. Ertrag früh, hoch und regelmäßig. Sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge.

Ansprüche an Standort und Klima:

Gering. Nicht für trockene Böden. Eine der besten Sorten für kühle, feuchte Regionen mit schweren Böden.

Beste Befruchtersorten:

Berlepsch, Cox, Goldparmäne.

Äpfel (Malus domestica).

Unsere heutigen Sorten des Kulturapfels Malus domestica stammen vermutlich direkt vom Asiatischen Kulturapfel Malus sieversii ab. Hierzulande wurde der Apfel ab dem Mittelalter züchterisch bearbeitet; im 19. Jahrhundert kam dann die Sortenkunde (Pomologie) zu ihrer Blüte. Vor allem in Deutschland und Frankreich entstanden umfangreiche Bücher, darunter reich bebilderte, kunstvolle Werke. Die Autoren (Pomologen) züchteten auch selbst, beurteilten und selektierten und widmeten sich der Systematik und Namensgebung. Heute sind viele der historischen Sorten vom Markt verschwunden, da sie den EU-Normen nicht entsprechen, obwohl sie sich ausgezeichnet für den Hausgarten eignen und von hervorragendem Geschmack sind. Einige bieten wir in unserem Sortiment an. Die Bäume werden etwa 5 m hoch.

Von Halb- und Hochstämmen – die Terminologie der Baumschule.

Alle Kultursorten von Obstbäumen entstehen durch das Aufpfropfen einer Sorte auf eine fremde Wurzel, die sogenannte Unterlage. Dieses Verfahren (die Veredelung) ist unumgänglich, da nur durch diese vegetative Vermehrung ein sortenechter Nachkomme ­gezogen werden kann. Die Veredelung erlaubt dem Baumschuler zudem durch die Wahl der Unterlage, neben der Sorte auch die Wuchsform des Baumes festzulegen. Die Stammhöhe (gemessen vom Boden bis zum untersten Kronen­ast) verändert sich zeitlebens kaum mehr, der Baum wächst nur an den Endknospen weiter.

Hochstamm.
Die ursprüngliche Wuchsform vieler alter Kultursorten auf den Streu­obst­wiesen; aufgrund der Stamm­höhe von 1,6 bis 1,8 m erlaubt sie eine zusätzliche Grün­landnutzung auf derselben Flä­che. Hochstämme sind ihrer majestätischen Größe ­wegen als Lebensraum für Vögel und Insekten von be­­sonderem ökolo­gischem Wert und in der Lage, Schatten zu spenden. Sie sind aber auch schwieriger zu pflegen und zu beernten als kleinere Baumformen und benötigen im ausgewachsenen Zustand eine Fläche von 70 bis 80 qm.

Halbstamm.
Der Halbstamm steht dem Hochstamm in Kronen­breite und Wuchs in nichts nach, jedoch ist sein Stamm nur ­1–1,2 m hoch, wodurch die ­Krone leichter zu erreichen ist. Durch Ab­schnei­den der unteren Kronen­äste kann ein Halbstamm nach und nach zu einem Hochstamm erzogen werden.

Die Hoch- und Halbstämme liefern wir als kräftige, vier- bis fünf­jährige Pflanzen. Die erste Ernte ist ­– ­richtige Pflege vorausgesetzt – etwa vier Jahre nach der Pflanzung zu erwarten. Dies kann natürlich nur ein Anhaltspunkt sein; die erste Ernte kann, bedingt durch Sortenwahl oder Umwelteinflüsse, Jahre früher oder später eintreten. Halb- und Hochstämme sind bei guter Pflege ausgesprochen langlebig: Äpfel und Quitten können bis 50, Birnen sogar 100 Jahre alt werden.

Buschbaum.
Ein Buschbaum empfiehlt sich, wenn der Platz im Garten knapp ist. Das Edelreis ­(die Sorte) ist hier auf eine schwachwachsende Unterlage veredelt, die Bäume werden nur etwa 3 m hoch bei einem Platzbedarf von ­12 bis 16 qm. Zudem tragen sie schon nach wenigen Jahren, werden in der Regel aber nur 15–20 Jahre alt.

Pflanzabstand Halb- und Hoch­stämme (und Buschbäume).
Äpfel 6–8 m
Birnen 5–7 m
­Süß­kirschen 6–9 m
­Pflaumen 4–6 m
Quitten 4–5 m (2–3 m).

Befruchtungsverhältnisse.
Einige der wichtigsten Obstarten ­(Äpfel, Birnen, Süßkirschen und andere) ­befruchten sich nicht selbst, sondern benötigen zur Fruchtbildung einen guten Pollen­spender in der Nachbarschaft (max. 200 m entfernt). Da die örtlichen Verhältnisse diesbezüglich oft schwer einschätzbar sind, kann es vorkommen, dass ein Obstbaum trotz ­Blüte ­keine Früchte trägt. Sie können dann (sofern die Platzverhältnisse das zulassen) eine geeignete Befruchtersorte in die Nähe pflanzen oder – unter beengten Verhältnissen die eleganteste Methode – eine Befruchtersorte in die Krone des Baumes hineinveredeln (lassen).

Anmerkung zur Standortwahl.
Viele Böden in Deutschland sind ohne boden­verbessernde Maßnahmen (Kalkung) zu sauer für ­anspruchsvolle Obstgehölze. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei den örtlichen Gartenbauver­einen, oder geben Sie selbst eine Bodenunter­suchung in ­Auftrag.

Alte Obstsorten und Wildobst.

Wir wissen: Nicht jede moderne Obstsorte ist schlechter als eine alte, und nicht jede alte Sorte ist per se gut. Wenn jedoch heute im Handelseinerlei die Qualität einer Sorte an Transport- und Lagerfähigkeit oder auch Einförmigkeit der Früchte gemessen wird, möchten wir lieber Kriterien wie Geschmack, Vielfalt und Eignung zur Selbstversorgung anwenden. Bei uns finden Sie ein Sortiment alter, wohlschmeckender und bewährter Obstsorten, teils echte Raritäten, aber auch früher weitverbreitete und Kennern durchaus bekannte Sorten.
Ebenfalls bieten wir eine Auswahl heimischer Wildobstarten an. Diese robusten, in der Regel recht anspruchslosen Bäume und Sträucher liefern vielfältig nutzbare Früchte für zum Teil ungewöhnliche Geschmackserlebnisse. Darüber hinaus sind sie Bienenweide und Vogelnährgehölz und – wegen der meist überreichen Blütenfülle im Frühjahr – von hohem Zierwert.

Zeit für: Pflanz- und Pflegearbeiten.

Wenn Bäume und Sträucher erst ihre Blätter abwerfen, bleibt für den Gärtner noch manches zu tun – Laub zu kehren und zu sammeln etwa. Eine lohnenswerte Arbeit, bildet Laub doch kompostiert die beste Grundlage für Gartenerde. Gut ausgereifter Kompost ist ein hervorragender organischer Dünger, der das Bodenleben zu Aktivität anregt. Auch Obstbäume, für die im Spätherbst erst die Pflanzzeit beginnt, profitieren von einer Bodenverbesserung durch Kompost.

Hinweis:

Wegen der geringen Anfälligkeit bestens für den Hausgarten geeignet. Die Äpfel sollten bei vergleichsweise hoher Luftfeuchte gelagert werden. Guter Pollenspender.

Lieferhinweis:

Die Gehölze werden ohne Erde (Containerpflanzen mit Erde) in Kartons verpackt und die Wurzeln mit feuchtem Stroh vor dem Austrocknen geschützt. Die Bäume können nach der Lieferung bei kühlem Wetter noch einige Tage in der geöffneten Verpackung bleiben; besser ist es, sie in Erde einzuschlagen. Bitte beachten Sie, dass das empfindliche Feinwurzelwerk auf keinen Fall austrocknen darf. Die Hochstämme kommen in einer Umverpackung aus Pappe und Folie; die Wurzeln sind in feuchtes Stroh eingeschlagen.
Jeder Lieferung liegt eine ausführliche Pflanzanleitung bei. Falls die Mengen, die wir von unserer Baumschule erhalten, nicht ausreichen, werden wir Sie über den zu erwartenden Lieferzeitpunkt informieren.

Pflanzanleitung

Pflanzanleitung

Produktinformation

Artikelnummer 78065

Auch als Prinzenapfel oder Hasenkopf bekannt. Sehr wohlschmeckender Winterapfel aus dem Alten Land von 1860.
Halbstamm
Hochstamm
Hersteller:

Kundenbewertungen

(4)
30.08.2014, Anonym
Auswahl: Hochstamm

Der Apfel-Apfel

Ich habe meinen Herbstprinz da gepflanzt wo er herkommt und auch hingehört: Niederelbe, Marschboden, 300 Meter von der Elbe entfernt. Der Halbstamm ging problemlos an, entwickelt sich langsamer als "seine Kollegen" anderer Sorten, trägt aber jährlich zunehmend. Die Früchte sind stets mittelgroß und in Form, Zeichnung und Bereifung unverkennbare Herbstprinzen. Stück für Stück ein Bild von einem Apfel. Duft und Geschmack sind unvergleichlich, der Rohverzehr noch unter dem Baum ist ein jährlich wiederkehrendes Herbstvergnügen. Leider habe ich seinerzeit einen Halbstamm gewählt. Der Hochstamm wäre sinnvoller gewesen.

26.11.2010, Anonym
Auswahl: Hochstamm

Qualitätsmängel

Heute hat unsere Gärtnerin den Herbstprinz in unseren Garten gepflanzt. Leider ist der gelieferte Baum von minderer Qualität: Keine A-Qualität, wie man es sonst von Manufactum gewohnt ist. Er hat die minimalste Göße, ist schlecht, unfachmännisch beschnitten und sieht recht 'krüppelig' aus. Nun wollen wir trotzdem das Beste hoffen und dem Baum gut zureden, damit aus ihm noch etwas wird.

17.03.2010, Anonym
Auswahl: Hochstamm

Sehr lecker

Endlich wieder leckere Äpfel essen! Nach 2 Jahren hat der Baum letztes Jahr das erste Mal Früchte getragen. Kennen gelernt habe ich den Finkenwerde Herbstprinz bei einem Biobauern. Die Äpfel schmecken säuerlich und machen sogar satt. Es ist traurig das ich diese Apfelart am aussterben ist. Der Geschmack ist ein Schlag ins Gesicht der "Supermarktäpfel".

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