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Herbstapfel 'Finkenwerder Herbstprinz'

Halbstamm
Herbstapfel 'Finkenwerder Herbstprinz' Halbstamm
Herbstapfel 'Finkenwerder Herbstprinz'
Halbstamm
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Produktinformation

Artikelnummer 78065

Auch als Prinzenapfel oder Hasenkopf bekannt. Sehr wohlschmeckender Winterapfel aus dem Alten Land von 1860.

Allgemeine Informationen

Frucht:

Groß, hochgebaut. Grüne, halbseitig rotgestreifte Schale, weißgelbes, festes Fleisch, süßsäuerlich, angenehm gewürzt. Sehr guter Tafel- und Wirtschaftsapfel. Baumreife Ende September bis Mitte Oktober, genußreif von November bis März.

Baum:

Mittelstarker, später hängender Wuchs, gleichmäßige Fruchtholzbildung. Mittelspäte Blüte. Ertrag früh, hoch und regelmäßig. Sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge.

Ansprüche an Standort und Klima:

Gering. Nicht für trockene Böden. Eine der besten Sorten für kühle, feuchte Regionen mit schweren Böden.

Besondere Hinweise:

Wegen der geringen Anfälligkeit bestens für den Hausgarten geeignet. Die Äpfel sollten bei vergleichsweise hoher Luftfeuchte gelagert werden. Guter Pollenspender.

Beste Befruchtersorten:

Berlepsch, Cox, Goldparmäne.

Äpfel (Malus domestica).

Unsere heutigen Sorten des Kulturapfels Malus domestica stammen vermutlich direkt vom Asiatischen Kulturapfel Malus sieversii ab. Hierzulande wurde der Apfel ab dem Mittelalter züchterisch bearbeitet; im 19. Jahrhundert kam dann die Sortenkunde (Pomologie) zu ihrer Blüte. Vor allem in Deutschland und Frankreich entstanden umfangreiche Bücher, darunter reich bebilderte, kunstvolle Werke. Die Autoren (Pomologen) züchteten auch selbst, beurteilten und selektierten und widmeten sich der Systematik und Namensgebung. Heute sind viele der historischen Sorten vom Markt verschwunden, da sie den EU-Normen nicht entsprechen, obwohl sie sich ausgezeichnet für den Hausgarten eignen und von hervorragendem Geschmack sind. Einige bieten wir im folgenden an. Die Bäume werden etwa 5 m hoch.

Alte Obstsorten und Wildobst.

Wir wissen: Nicht jede moderne Obstsorte ist schlechter als eine alte, und nicht jede alte Sorte ist per se gut. Wenn jedoch heute im Handelseinerlei die Qualität einer Sorte an Transport- und Lagerfähigkeit oder auch Einförmigkeit der Früchte gemessen wird, möchten wir lieber Kriterien wie Geschmack, Vielfalt und Eignung zur Selbstversorgung anwenden. Bei uns finden Sie ein Sortiment alter, wohlschmeckender und bewährter Obstsorten, teils echte Raritäten, aber auch früher weitverbreitete und Kennern durchaus bekannte Sorten.
Ebenfalls bieten wir eine Auswahl heimischer Wildobstarten an. Diese robusten, in der Regel recht anspruchslosen Bäume und Sträucher liefern vielfältig nutzbare Früchte für zum Teil ungewöhnliche Geschmackserlebnisse. Darüber hinaus sind sie Bienenweide und Vogelnährgehölz und – wegen der meist überreichen Blütenfülle im Frühjahr – von hohem Zierwert.

Von Hoch- und Halbstämmen und Buschbäumen – die Terminologie der Baumschule.

Alle Kultursorten von Obstbäumen entstehen durch das Aufpfropfen einer Sorte auf eine fremde Wurzel, die sogenannte Unterlage. Dieses Verfahren (die Veredelung) ist unumgänglich, da nur durch diese vegetative Vermehrung ein sortenechter Nachkomme gezogen werden kann. Die Veredelung erlaubt dem Baumschuler, neben der Sorte durch die Wahl der Unterlage auch die Wuchsform des Baumes festzulegen. Die Stammhöhe (also die Höhe zwischen dem Boden und dem untersten Kronenast) verändert sich zeitlebens nicht mehr, der Baum wächst nur noch an den Endknospen weiter.

Hochstamm.

Die ursprüngliche Wuchsform der meisten alten Kultursorten auf den Streuobstwiesen; aufgrund einer Stammhöhe von ca. 160–180 cm erlaubt sie eine zusätzliche Grünlandnutzung auf derselben Fläche (oder im Garten auch das Aufhängen einer Hängematte). Hochstämme sind ihrer majestätischen Größe wegen als Lebensraum von besonderem ökologischem Wert und in der Lage, Schatten zu spenden. Sie sind aber auch schwieriger zu pflegen und zu beernten als kleinere Baumformen und benötigen eine Fläche von 70–80 qm.

Halbstamm.

Der Halbstamm steht in Kronenbreite und Wuchs dem Hochstamm in nichts nach, jedoch ist sein Stamm nur 100–120 cm hoch, wodurch die Krone leichter zu erreichen ist. Durch Abschneiden der unteren Kronenäste kann ein Halbstamm über mehrere Jahre zu einem Hochstamm erzogen werden. Die Hoch- und Halbstämme liefern wir als kräftige, vier- bis fünfjährige Pflanzen. Die erste Ernte können Sie – richtige Pflege vorausgesetzt – etwa 5 Jahre nach der Pflanzung erwarten. Dies kann natürlich nur ein Anhaltspunkt sein; die erste Ernte kann, durch Sortenwahl oder Umwelteinflüsse bedingt, Jahre früher oder später eintreten.

Buschbaum.

Der Buschbaum bietet sich dann an, wenn der Platz im Garten knapp ist. Hier ist die Sorte auf eine schwachwachsende Unterlage veredelt, die Bäume mit einer Stammhöhe von ca. 50-70 cm werden nur etwa 3 m hoch und haben einen Platzbedarf von 12–16 qm. Zudem tragen sie schon nach wenigen Jahren; sie sind (mit einer Lebenserwartung von 15–20 Jahren) allerdings nicht so langlebig wie Hochstämme, die bei guter Pflege bis 50 (Äpfel und Quitten) oder 100 (Birnen) Jahre alt werden können.

Pflanzabstand Halb- und Hochstämme (Buschbäume).

Äpfel 6–8 m (3–4 m),
Birnen 5–7 m,
Süßkirschen 6–9 m,
Pflaumen 4–6 m,
Quitten 4–5 m (2–3 m).

Befruchtungsverhältnisse.

Einige der wichtigsten Obstarten (Äpfel, Birnen, Süßkirschen und andere) befruchten sich nicht selbst, d.h., sie benötigen zur Fruchtbildung einen guten Pollenspender in der Nachbarschaft (max. 200 m entfernt). Da die örtlichen Verhältnisse diesbezüglich oft schwer einschätzbar sind, kann es vorkommen, daß ein Obstbaum trotz Blüte keine Früchte trägt.

Anmerkung zur Standortwahl.

Viele Böden in Deutschland sind ohne bodenverbessernde Maßnahmen (Kalkung) zu sauer für anspruchsvolle Obstgehölze. Bitte erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei den örtlichen Gartenbauvereinen.

Lieferung:

Die Gehölze werden ohne Erde (Containerpflanzen mit Erde) in Kartons verpackt und die Wurzeln mit feuchtem Stroh vor dem Austrocknen geschützt. Die Bäume können nach der Lieferung bei kühlem Wetter noch einige Tage in der geöffneten Verpackung bleiben; besser ist es, sie in Erde einzuschlagen. Bitte beachten Sie, dass das empfindliche Feinwurzelwerk auf keinen Fall austrocknen darf. Die Hochstämme kommen in einer Umverpackung aus Pappe und Folie; die Wurzeln sind in feuchtes Stroh eingeschlagen.
Jeder Lieferung liegt eine ausführliche Pflanzanleitung bei. Falls die Mengen, die wir von unserer Baumschule erhalten, nicht ausreichen, werden wir Sie über den zu erwartenden Lieferzeitpunkt informieren.

Zeit für: Pflanz- und Pflegearbeiten.

Wenn Bäume und Sträucher erst ihre Blätter abwerfen, bleibt für den Gärtner noch manches zu tun – Laub zu kehren und zu sammeln etwa. Eine lohnenswerte Arbeit, bildet Laub doch kompostiert die beste Grundlage für Gartenerde. Gut ausgereifter Kompost ist ein hervorragender organischer Dünger, der das Bodenleben zu Aktivität anregt. Auch Obstbäume, für die im Spätherbst erst die Pflanzzeit beginnt, profitieren von einer Bodenverbesserung durch Kompost.

Kultur- und Pflanzanleitung:

Befruchtertabelle

Gehölzversand:

Wir helfen gerne

Ob Beratung, Ersatzteile oder Sonderwünsche – all Ihre Fragen und Anliegen behandelt unser Kundenzentrum persönlich und fundiert.

Sie erreichen uns montags bis freitags von 8.00–19.00 Uhr unter +49 2309 939 050 oder jederzeit unter info@manufactum.de

Kundenbewertungen

(4)
30.08.2014, Anonym
Auswahl: Hochstamm

Der Apfel-Apfel

Ich habe meinen Herbstprinz da gepflanzt wo er herkommt und auch hingehört: Niederelbe, Marschboden, 300 Meter von der Elbe entfernt. Der Halbstamm ging problemlos an, entwickelt sich langsamer als "seine Kollegen" anderer Sorten, trägt aber jährlich zunehmend. Die Früchte sind stets mittelgroß und in Form, Zeichnung und Bereifung unverkennbare Herbstprinzen. Stück für Stück ein Bild von einem Apfel. Duft und Geschmack sind unvergleichlich, der Rohverzehr noch unter dem Baum ist ein jährlich wiederkehrendes Herbstvergnügen. Leider habe ich seinerzeit einen Halbstamm gewählt. Der Hochstamm wäre sinnvoller gewesen.

26.11.2010, Anonym
Auswahl: Hochstamm

Qualitätsmängel

Heute hat unsere Gärtnerin den Herbstprinz in unseren Garten gepflanzt. Leider ist der gelieferte Baum von minderer Qualität: Keine A-Qualität, wie man es sonst von Manufactum gewohnt ist. Er hat die minimalste Göße, ist schlecht, unfachmännisch beschnitten und sieht recht 'krüppelig' aus. Nun wollen wir trotzdem das Beste hoffen und dem Baum gut zureden, damit aus ihm noch etwas wird.

17.03.2010, Anonym
Auswahl: Hochstamm

Sehr lecker

Endlich wieder leckere Äpfel essen! Nach 2 Jahren hat der Baum letztes Jahr das erste Mal Früchte getragen. Kennen gelernt habe ich den Finkenwerde Herbstprinz bei einem Biobauern. Die Äpfel schmecken säuerlich und machen sogar satt. Es ist traurig das ich diese Apfelart am aussterben ist. Der Geschmack ist ein Schlag ins Gesicht der "Supermarktäpfel".

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