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Sojabohne (Glycine max)

Wie alle Bohnenarten gehört auch die Sojabohne zu den Schmetterlingsblütlern; aus ihren unscheinbaren Blüten entstehen Hülsen mit jeweils zwei bis sechs Sojabohnen. Die meisten Sorten erreichen kaum einen Meter Höhe, ihr Wurzelwerk reicht dagegen bis in 1,5 Meter Tiefe. Weil sie über ihre mit Knöllchenbakterien besiedelten Wurzeln Stickstoff aus der Luft aufnehmen können, wachsen sie auch auf nährstoffarmen Böden.

Herkunft und Anbau.

Die Sojabohne stammt aus dem subtropischen Südostasien, in Südchina wurde sie schon vor über 5.000 Jahren angebaut. Heute sind die USA, Brasilien und Argentinien die größten Soja-Produzenten. Die Sojabohne ist die weltweit wichtigste Ölfrucht; auch ihr hoher Proteingehalt von knapp 40 Prozent macht sie besonders wertvoll – keine andere Pflanze produziert so viel Protein pro Fläche. Nur etwa zwei Prozent der geernteten Sojabohnen werden direkt vom Menschen konsumiert (Tofu etc.). Der überwiegende Anteil der Ernte wird zu Sojaöl verarbeitet; die Pressrückstände werden als proteinreiches Tierfutter verwendet.

Inhaltsstoffe.

Weil die Bohnen nur etwa 20 Prozent Öl enthalten, macht eine Kaltpressung nicht viel Sinn; die Sojabohnen müssen auf 45 °C erwärmt und unter Zusatz von Hilfsstoffen gepresst werden. Weniger schonend ist die chemische Extraktion des Öls aus den Bohnen, bei der Temperaturen bis zu 120 °C ins Spiel kommen. Sojaöl ist sehr hochwertig: Zu fast 80 Prozent besteht es aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, dazu kommen unter anderem die Vitamine E und K sowie der höchste Lecithingehalt aller Pflanzenöle. Es ist reich an Phytoöstrogenen, die in kosmetischen Anwendungen eine hautglättende Wirkung erzielen.

Verwendung von Sojaöl.

  • In der Kosmetik wird Sojaöl in feuchtigkeitsbindenden und rückfettenden Cremes eingesetzt, die vor allem trockener und älterer Haut guttun.
  • Sojaöl wirkt leicht entzündungshemmend und ist wohltuend bei rissiger und von Juckreiz geplagter Haut.
Besonderes.
  • Ein großer Teil der weltweit angebauten Sojabohnen ist gentechnisch verändert, sodass sie gegen das Herbizid Glyphosat unempfindlich sind – so kann „Gen-Soja“ in gigantischen Monokulturen angebaut werden. Vielen Menschen macht diese Entwicklung Sorgen. Weil es eine nicht unerhebliche Nachfrage nach Produkten aus genetisch unveränderten Sojabohnen gibt, hat sich seit einigen Jahren der Anteil von gentechnisch veränderter Soja auf dem Weltmarkt bei etwa 80 Prozent eingependelt.
  • In Deutschland wird der Soja-Anbau gefördert, doch nur in Teilen Baden-Württembergs und Bayerns finden Züchtungen der Sojabohne das benötigte feucht-warme Klima vor.

Weitere Themen

Der bis zu 35 Meter hohe, sommergrüne Baum ist leicht an seinen handförmig geteilten Blättern und den grünen, weichstacheligen Kapselfrüchten zu erkennen, in denen ein bis drei glänzend braune Samen liegen. Das Blattwerk ist besonders dicht, deshalb ist die Rosskastanie als Schattenspender sehr beliebt. Im Mai und Juni entstehen die weißen Blütenkerzen. Gelbe Saftmale am Blütengrund zeigen Bienen und Hummeln an, dass hier Nahrung auf sie wartet, später sind die Saftmale rot – in diesen Blüten ist kein Nektar mehr zu holen.

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Auf James Cooks Südsee-Expedition von 1770 soll die Mannschaft ihren Tee vermisst und sich kurzerhand bei den Aborigines abgeschaut haben, wie sich aus bestimmten Blättern ein Getränk zusammenbrauen lässt. Der mitreisende Botaniker Joseph Banks gab der als Baum oder Strauch wachsenden Pflanze ihren Namen: Teebaum. Die auffällig langen Staubblätter seiner weißen Blüten geben ihm zur Blütezeit ein puscheliges Aussehen.

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Die Traubensilberkerze gehört wie Rittersporn und Akelei zu den Hahnenfußgewächsen. Über den mehrfach gefiederten Blättern der mehrjährigen und krautig wachsenden Pflanze erscheinen von Juni bis September bis zu 60 Zentimeter lange, schmale und aufrecht stehende Blütentrauben. Die langen Staubgefäße der kleinen, weißen Einzelblüten lassen diese Blütenkerzen flaumig aussehen.

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