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Stauden teilen und umpflanzen

Stauden teilen und umpflanzen

Mit Ausnahme der gerade blühenden und der späten Herbststauden können zu dicht stehende oder überalterte Staudenhorste jetzt geteilt und an einen neuen Standort gepflanzt werden. Ein typisches Zeichen für Überalterung ist, daß die neuen Triebe hauptsächlich am Rand gebildet werden und die Staude innen verkahlt; zudem lassen Blühleistung und Wüchsigkeit nach.

Anleitung

Stauden teilen
  • Die oberirdischen Pflanzenteile kurz über dem Boden abschneiden.
  • Die Staude mit einer Grabegabel vorsichtig aufnehmen und die lose Erde von den Wurzeln schütteln.
  • Große und fest verwachsene Wurzelballen mit einem Spaten teilen; bei kleineren Pflanzen eignet sich besser ein Messer. Flach- oder lockerwüchsige Wurzelballen (zum Beispiel von Staudensonnenblumen) einfach mit den Händen auseinanderziehen.
  • Dabei Wurzelunkräuter wie Giersch oder Quecke sorgfältig aus dem Ballen entfernen, damit sie nicht mit den neu gepflanzten Stauden im Garten vermehrt werden. Am besten über die Biotonne entsorgen.
  • Die Wurzeln der Stauden mit Schere oder Messer einkürzen – dies regt in der Regel ein verstärktes, neues Wachstum an.
  • Eine Hälfte (oder bei großen Horsten ein Teilstück) der Staude zusammen mit etwas reifem, am besten gesiebtem Kompost, Hornspänen oder einem anderen organischen Dünger wieder zurück ins Pflanzloch bzw. an den neuen Standort setzen. Das Pflanzloch muß etwas größer sein als das Teilstück, damit die Wurzeln senkrecht in die Erde gelangen. Mit beiden Händen gut andrücken und durchdringend wässern.
  • Bei innen schon verkahlten, alten Staudenhorsten nur die äußeren Stücke wieder einpflanzen und die inneren besser auf den Kompost geben.
  • In den nächsten Wochen bei sonnigem, trockenem Herbstwetter regelmäßig wässern, damit die frisch gepflanzten Stauden schnell und gut einwurzeln und somit problemlos durch den Winter kommen.
Stauden teilen

Lockere Wurzelballen mit den Händen auseinanderziehen


Stauden teilen

Große, fest verwachsene Ballen mit einem scharfen Spaten durchtrennen

Stauden teilen

Die Teilstücke an verschiedene Standorte setzen

Es wird benötigt:

Werkzeug: Grabegabel, Schaufel, Spaten oder Messer, Schere mit kurzen Klingen („Rosenschere“), Pflanzhacke oder -spaten.
Zubehör: Sammelgefäß für Steine oder Unkraut, Feinkompostierer oder Durchwurfsieb, Gießkanne, Arbeitshandschuhe, reifer Kompost, Hornspäne oder anderer organischer Dünger.

Stauden. Gärtnerische Handwerkskunst

Im Durchschnitt führt eine Staudengärtnerei heute noch etwa 800 Sorten in ihrem Programm. Wir arbeiten mit einer Gärtnerei im bayerischen Schwaben zusammen, die mit einem Sortiment von etwa 3.000 Sorten eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der Sortenvielfalt spielt und deren Arbeit wir durch die Kooperation mit Manufactum weiter fördern wollen. Die von uns angebotenen Stauden werden größtenteils noch aus Mutterpflanzenquartieren vegetativ vermehrt und im Freiland gezogen. Wir haben drei Pakete geschnürt: mit je acht heimischen Stauden, von denen manche sogar mit essbaren Blüten aufwarten. Stauden