Warenkorb

Alte Obst- und Wildobstgehölze

Himbeere Korbfüller

Wir wissen: Nicht jede moderne Obstsorte ist schlechter als eine alte, und nicht jede alte Sorte ist per se gut. Wenn jedoch heute im Handelseinerlei die Qualität einer Sorte an Transport- und Lagerfähigkeit oder Einförmigkeit der Früchte gemessen wird, möchten wir lieber Kriterien wie Geschmack, Vielfalt und Eignung zur Selbstversorgung anwenden. Hier finden Sie ein Sortiment alter, wohlschmeckender und bewährter Obstsorten, teils echte Raritäten, aber auch früher weitverbreitete und Kennern durchaus bekannte Sorten. Ergänzend dazu bieten wir eine Auswahl heimischer Wildobstarten an. Diese robusten, in der Regel recht anspruchslosen Bäume und Sträucher liefern vielfältig nutzbare Früchte für zum Teil ungewöhnliche Geschmackserlebnisse. Darüber hinaus sind sie Bienenweide und Vogelnährgehölz und – wegen der meist überreichen Blütenfülle im Frühjahr – von hohem Zierwert.

Stachelbeeren (Ribes uva-crispa).

Stachelbeeren haben heute nicht mehr die Bedeutung wie noch vor 200 Jahren; Pfarrer Christ beschrieb damals 290 englische und 8 deutsche Sorten, von denen heute kaum noch eine existiert. Die Sortenwahl heute ist vornehmlich von der Widerstandsfähigkeit gegen die typischen Krankheiten (allen voran der Mehltau) abhängig.

Diese rotfrüchtige Sorte vereint gleich mehrere Vorzüge: Sie ist nahezu stachellos, sehr fruchtbar und aromatisch und ausgesprochen mehltaufest. Sie ist in den 1940er Jahren in einem Züchtungsprogramm zur Stachellosigkeit in Kanada entstanden.

Frucht:
Feste, rote, mittelgroße Früchte mit glatter, bereifter Schale im Juli und August; süß-säuerlich und sehr aromatisch. Zum Frischverzehr, Backen oder Einmachen geeignet. Aufgrund ihrer Festigkeit platzen die Beeren auch in Regenperioden kaum auf.

Pflanze: Gesunder, lockerer, fast stachelloser Wuchs mit langen, schlanken, teilweise bogig überhängenden Jahrestrieben. Mit ausgeprägter Mehltautoleranz. Die Sorte ist selbstfruchtbar.

Standortansprüche: Bevorzugt guten Gartenboden mit ausreichender Wasserversorgung. Bei starken Frösten etwas schützen; diese Sorte ist aber sehr kältetolerant und gedeiht auch in rauheren Lagen. Kräftiger, zwei- bis dreijähriger Strauch im 3-l-Topf. Höhe bei Lieferung 40–60 cm.

11,50 

Trenner

Uralt: "Urobst". Pflegeleichte Wildobstsorten für den Hausgarten

Selten kommt es vor, daß wir noch auf echte Überraschungen stoßen, umso erfreulicher ist dieser Fund: eine auf heimische Pflanzen spezialisierte Baumschule, die sich der Wieder- und Neuentdeckung naturge-
wachsener, pflegeleichter Obstsorten widmet. Dazu begeben sich die Gärtner auf regelrechte Forschungs-
reisen und werden z.B. in alten Bauerngärten in den Schweizer Hochalpen oder in Pflanzensammlungen in Osteuropa fündig. Im Gegensatz zu den "alten Obstsorten" – in der Regel Züchtungen aus dem 19. Jahr-
hundert –, ist dieses "Urobst" oft einige Jahrhunderte älter. Es sind spontan in der Natur entstandene, hocharomatische Wildobstformen, die – nicht veredelt, sondern auf der eigenen Wurzel stehend – besonders robust, gesund und am richtigen Standort so gut wie pflegefrei sind.

Apfelberger Zuckeräpfelchen (Malus domestica).

Dieser hübsche und ungewöhnlich schmackhafte Apfel ist ein Wildfund aus dem Taubergau. Frucht: Kleine, glänzende, rote Äpfel ab September. Fruchtfleisch weiß mit roter Aderung, süß, saftig, spritzig, zum Direktverzehr frisch vom Baum. Baum: Mäßiger, strauchartiger Wuchs bis auf 6–8 m Höhe, daher gut zu beernten. Im Alter bildet sich ein kurzer Stamm; ein Schnitt ist nicht notwendig. Wie alle Äpfel nicht selbstfruchtbar; wird von allen anderen Äpfeln in maximal 200 m Abstand bestäubt. Standortansprüche: Gering; wächst auf jedem nicht zu stark verdichteten Boden in sonniger Lage.

Besondere Hinweise: Sehr gesund und vital und mit kompaktem Wuchs auch gut für kleinere Gärten geeignet. Kräftiger, einjähriger Baum im 2-l-Topf. Höhe bei Lieferung 60–80 cm.

30,00 

Trenner

Strauchkirsche Rotes Wunder (Prunus x gondouinii).

Diese sogenannte Halbkirsche – vermutlich eine Süßkirsche mit Sauerkirscheinschlag – wurde (wildgewachsen) an einer stillgelegten Bahnstrecke in Sachsen- Anhalt gefunden und ist von außerordentlicher Gesundheit und Widerstandsfähigkeit.

Die Pflanze wurde schon im Wildzustand erfolgreich auf Virusfreiheit getestet. Kräftiger, zweijähriger Strauch im 2-l- Topf. Höhe bei Lieferung 80–100 cm.

30,00 

Trenner

Himbeere Gelbe Antwerpener (Rubus idaeus).

Sie wurde bereits um 1800 erwähnt und ist damit die älteste europäische Himbeersorte; noch mit dem vollen Geschmack unserer Waldhimbeere. Frucht: Gelbe, weiche Beeren mit unübertroffenem Aroma: süß und würzigaromatisch. Reifezeit im Juni und Juli. Pflanze: Ein Anbinden und Schneiden ist, wie bei der Waldhimbeere, nicht nötig. Mit 1,6–1,8 m lange Ruten. Standortansprüche: Lichter Schatten, gut wasserversorgte, durchlässige, lehmhaltige Böden mit Mulchdecke. Kräftige Pflanze im 2-l-Topf, 1–2 Ruten. Höhe bei Lieferung 40–60 cm.

18,00 

Ursprünglichkeit vs. Neuzüchtung.


Viele Neuzüchtungen sind dagegen Kreuzungen mit heimischen Pflanzenarten; gezüchtet im Hinblick auf große und einheitliche Früchte, während Geschmack und Gesundheit oft auf der Strecke bleiben. Die Obstsortimente bestehen inzwischen zum Großteil aus solchen Hybriden, die mit den heimischen Arten kaum noch etwas gemein haben.



Pflegeleicht und gesund.


Urobst wird im Garten genauso behandelt wie Wildgehölze: In den beiden ersten Jahren ist eine gewisse Pflege nötig (Wässern bei großer Trockenheit, Freihalten der Pflanzstelle), danach fallen aber kaum noch Arbeiten an, kein Gießen, Düngen, Spritzen oder Schneiden. Diese wildwachsend und gesund in freier Natur gefundenen Pflanzen haben nämlich eine natürliche Auslese hinter sich. Sie besitzen beachtliche Resistenzen und Vitalität – und sind damit weit widerständiger gegen Krankheiten als viele neugezüchtete Sorten.
Trenner
Trenner

Wann sollte gepflanzt werden?


Die beste Pflanzzeit ist der Spätherbst von Oktober bis Mitte Dezember – dann, wenn sich die Pflanzen in der winterliche Ruhephase befinden. In Gegenden mit früher Frostgefahr ist der Oktober der beste Pflanzmonat. Ausnahmen sind zum Beispiel Walnuß oder Pfirsich, die im Frühjahr (März bis April) gepflanzt werden sollten. Voraussetzung ist zu jeder Jahreszeit eine frostfreie Wetterlage bei bedecktem Himmel und ein nicht gefrorener Boden.
Trenner
Trenner

Wie muß der Boden beschaffen sein?


Obstgehölze benötigen einen nicht zu sauren Boden mit einem pH-Wert von 6 bis 6,5, gegebenenfalls muß vor der Pflanzung aufgekalkt werden. Sehr lehmige Böden sollten mit Sand oder Humus, Sandböden mit Humus oder Gesteinsmehl verbessert werden. Eine tiefe Lockerung und das Aufreißen der Pflanzlochsohle vermindern – insbesondere in schweren Böden – die Gefahr der Vernässung im Wurzelbereich. Bei der Pflanzung darf kein mineralischer Dünger oder frischer Stallmist beigegeben werden, denn dies würde die zügige Entwicklung der feinen Faserwurzeln, die Wasser und Nährstoffe aufnehmen, hemmen. Gut verrotteter Kompost oder organische Dünger können aber eingesetzt werden.
Trenner
Trenner

Wie wird gepflanzt?


Das Pflanzloch muß ausreichend groß sein, also deutlich größer als das vorhandene Wurzelwerk. In der Regel entspricht dies einem Durchmesser von 60–80 cm bei einer Tiefe von 40–60 cm. Wichtig ist, daß die neuen Wurzeln in lockere Erde einwachsen können. Die Pflanztiefe sollte der in der Baumschule entsprechen und ist erkennbar an der Rindenfärbung. Bei veredelten Gehölzen muß zusätzlich darauf geachtet werden, daß sich die Veredlungsstelle (erkennbar als Knick oder Wulst) etwa eine Handbreit über der Bodenoberfläche befindet.

Der (notwendige!) Stützpfahl wird zuerst neben die Mitte des Pflanzloches eingeschlagen. Er soll später etwa eine Handbreit vom Stamm entfernt stehen und darf nicht in die Krone hineinragen. Der Baum wird aufrecht daneben gestellt und die Erde eingefüllt. Ein zwischenzeitliches Rütteln des Baumes und anschließendes Antreten des Bodens gewährleistet, daß die Erde sich setzt und alle Hohlräume ausgefüllt werden. Der Baumstamm wird mit einer Achterschlinge (Seil oder Gummiband) sicher am Pfahl angebunden. Abschließend wird durchdringend gewässert und die Baumscheibe zum Schutz vor Austrocknung und Verunkrautung mit einer Schicht aus Rasenschnitt oder Laub oder einer Mulchscheibe bedeckt.
Trenner
Trenner

Schönheit und Nutzen: Wildfruchthecken

Zur Pflanzung einer etwa 10 m langen Hecke aus heimischen, fruchttragenden Wildgehölzen bieten wir Ihnen die folgenden Strauchpakete an.

Die enthaltenen Pflanzen haben nur geringe Ansprüche an Standort und Klima und sind robust und widerstandsfähig. Sie bilden recht schnell dichte Hecken, die zahlreichen Tieren Unterschlupf bieten und ein guter Wind- und Sichtschutz sind – und sie setzen nach der schönen Frühjahrsblüte schmack-
hafte Früchte an, die von Mensch und Tier genutzt werden können.

Die Sträucher sind sehr regenerationsfähig, so daß die Hecke bei Bedarf problemlos geschnitten werden kann.

Strauchpket Wildfruchthecke 1

Das Paket besteht aus 5 Pflanzen, je 1 Felsenbirne, Schlehe und Kornelkirsche sowie je 1 männliche und weibliche Sanddorn-Pflanze.

63,00 

Trenner

Strauchpket Wildfruchthecke 2

Das Paket besteht aus 4 Pflanzen, je ein Holunder, Wildapfel, Birnbaum und eine Haselnuß.

Bitte beachten Sie: Bei der Pflanzung einer Hecke werden geringere Pflanzabstände eingehalten als bei freistehenden Sträuchern; es sind dies bei den Pflanzen dieses Paketes etwa 2 m.

28,00 

Trenner

Strauchpket Wildfruchthecke 1 und 2

Bestehend aus 9 Pflanzen. Je eine Kornelkirsche, Schlehe, Felsenbirne, eine männliche und eine weibliche Sanddorn-Pflanze, einen Holunder, Wildapfel, Birnbaum sowie eine Haselnuss.

Bitte beachten Sie: Bei der Pflanzung einer Hecke werden geringere Pflanzabstände eingehalten als bei freistehenden Sträuchern; es sind dies für Sanddorn, Schlehe und Kornelkirsche etwa 1,5 m, für Felsenbirne, Holunder, Wildapfel, Birnbaum und Haselnuss etwa 2m.

79,00 

Trenner

Lieferung:


Die Gehölze werden zum Teil wurzelnackt, zum Teil im Topf geliefert. Die wurzelnackten Pflanzen werden ohne Erde in Kartons verpackt und die Wurzeln mit feuchtem Stroh vor dem Austrocknen geschützt. Die Pflanzen können nach der Lieferung bei kühlem Wetter noch einige Tage in der geöffneten Verpackung bleiben; besser ist es, sie in Erde einzuschlagen. Bitte beachten Sie, daß das empfindliche Feinwurzelwerk auf keinen Fall austrocknen darf.

Jeder Lieferung liegt eine ausführliche Pflanzanleitung bei. Falls die Mengen unserer Baumschule nicht ausreichen, werden wir Sie über den zu erwartenden Lieferzeitpunkt informieren.

Unter  www.manufactum.de/gehoelzversand können Sie sehen, wie die Pflanzen verpackt und bei Ihnen ankommen werden.
Trenner

Obstbäume pflanzen

Obstbäume pflanzen

Neben der Zeit von Oktober bis Mitte Dezember sind die Frühjahrsmonate März und April für die Pflanzung von Obstbäumen am besten geeignet. Bei einigen Arten wie Pfirsich, Aprikose oder Walnuß empfiehlt es sich, ausschließlich im Frühjahr zu pflanzen, damit die Bäume mit einem gut entwickelten Wurzelwerk in den ersten Winter gehen können. Der optimale pH-Wert liegt für die meisten Obstgehölze bei 6 bis 6,5. Zu saure Böden aufkalken, dazu am besten kohlensauren Magnesium-Kalk verwenden. Ist der aktuelle pH-Wert des Gartenbodens nicht bekannt, empfiehlt sich eine Bodenanalyse.
Obstbäume pflanzen

Winterschnitt von Obstbäumen

obstbäume-schneiden-03

Im November beginnt bei den meisten Obstgehölzen die Zeit des Winterschnitts. Der Vorteil dieses Schnittermins ist, daß der Kronenaufbau im unbelaubten Zustand viel besser beurteilt werden kann, als dies im Sommer der Fall ist. Bei frostfreier Witterung können nun ältere Bäume ausgelichtet oder verjüngt sowie bei jüngeren Bäumen der Aufbau- oder Erziehungsschnitt durchgeführt werden. Generell werden Obstbäume geschnitten, um eine Balance zwischen Fruchtbildung und Triebwachstum zu schaffen und die Vitalität und Fruchtbarkeit der Gehölze zu erhalten.
Winterschnitt von Obstbäumen