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Single Malt Glenallachie 1996

Single Malt Glenallachie 1996


Artikelnummer  88691

Preis  89,00  €

Grundpreis 127,14 €/1l

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zzgl. Versandkosten

Verfügbarkeit
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Produktinformation

Nur wer immer noch glaubt, dass die berüchtigten Whiskyregionen einen bestimmten Stil beschreiben, wird staunen über diesen Whisky, der ganz sicherlich einer der großen Unbekannten unter den Malts ist. Er kommt aus Aberlour, einem kleinen umtriebigen Dörfchen, das sich am River Spey entlangzieht und berühmt ist für eine große Bäckerei, die Shortbread und andere schottische Spezialitäten in großen Mengen herstellt. Und es beherbergt zwei Whiskybrennereien, die denselben Besitzer haben. Die eine, die den Namen des Dorfes übernommen hat, ist weltberühmt und arbeitet an einem Ende. Am anderen ist die, von der unser Whisky kommt. Bei Weitem der größte Teil der Produktion wird ausschließlich für Blends eingesetzt und kommt in Reinform niemals bei den Whiskyliebhabern an. Aberlour liegt im Herzen der Speyside, aber unser Whisky verkörpert genau den Charakter, der gemeint ist, wenn von den Lowlands die Rede ist: leicht, elegant, duftig, ein schöner Aperitif. Man sollte sich unbedingt eine Flasche für den kommenden Sommer aufheben.
Fass-Nr. 5259, limitiert auf 287 Flaschen. Destilliert am 17.10.1996, abgefüllt im Juli 2016.
Alkoholgehalt 55,2 Vol.-%.
0,7-l-Flasche.

Hersteller:  Glenallachie

Allgemeine Informationen

Das Loch, speziell beim Whisky. Bottled for Manufactum Nr. 61-65.

Philosophen haben sich schon tiefgründige und hochfliegende Gedanken darüber gemacht, was ein Loch definiert. In Schottland ist das einfach: Da steht das gälische Wort für etwas, was mehr oder weniger voll ist, ein Tümpel ist ebenso ein Loch wie ein Weiher oder auch ein sehr großes Gewässer wie das (oder sagt man die?) berüchtigte Loch Ness oder der große See beim „Nationalberg“ Ben Lomond. Oder es ist ein salzwassergefüllter Arm eines Meeres wie Loch Indaal, an dem die Brennerei Bruichladdich und Port Charlotte liegen und wo Prof. Walter Schobert lebt, der auch in diesem Jahr wieder die Whiskys für uns ausgewählt hat.
Und dann gibt es noch ein Whiskyloch. Auch das ist mehr oder weniger voll, oder, um es mit einer kleinen Buchreihe zu sagen, die in den 1970er Jahren jährlich aktualisiert wurde: „too much or too little“. Sie versuchte auf das womöglich größte Problem aufmerksam zu machen, mit dem sich in Schottland alle beschäftigen müssen, für die Whisky ein Geschäft ist, eine Industrie: Dass sie ihr Getränk nie für die Gegenwart, sondern immer nur für die Zukunft produzieren. Was man heute herstellt, wird ja nicht sofort gebraucht, und auch nicht gleich morgen. Das Gesetz schreibt vor, dass Scotch Whisky erst einmal mindestens drei Jahre in Eichenfässern reifen muss, bevor er abgefüllt werden darf. Man müsste schon ein Prophet zu sein, um zu wissen, wie viel in den Lagerhäusern liegen muss, um dann den Bedarf in 2026 zu decken – wenn der Malt die zehn Jahre gereift ist, die man normalerweise mindestens für nötig hält. Wer weiß schon, wie die Welt dann aussieht?

Hellsehen wäre gut gewesen.

Man hätte auch ein Prophet sein müssen, um um die Jahrtausendwende herum zu wissen, wie viel heute gebraucht wird. In ihren kühnsten Träumen hätten die Brenner es nicht für möglich gehalten, wie sehr das Interesse zunehmen würde. Zumal man damals noch immer an den Folgen der Probleme in den frühen 1980ern litt, als der Konsum von Blends geradezu dramatisch einbrach – und die 1963 von William Grant & Sons mit ihrem Glenfiddich begründete Kategorie Single Malt Whisky noch sehr jung war und niemand ahnte, dass sie wirtschaftlich überhaupt je interessant werden würde. Die Folge war, dass 1983 der Notstand ausgerufen wurde. Gleich reihenweise wurden Destillerien „eingemottet“ oder ganz geschlossen, zum Verkauf ausgeschrieben, in Wohnanlagen oder Flächen für Supermärkte umgewidmet. Ein Blick auf Whiskylandkarten von damals zeigt hinter vielen von ihnen ein Kreuz, was bedeuten kann: vorübergehend geschlossen oder „Ruhe in Frieden“. Am Ende war man froh, das überfließende Whiskyloch ganz langsam wieder leerer zu bekommen.

Der Methusalem wundert sich.

Heute wird wie wild produziert, fast alle damals stillgelegten Brennereien arbeiten wieder, Kapazitäten werden erweitert, neue Anlagen wie Ailsa Craig oder Roseisle wurden gebaut, übrigens nicht nur in Schottland, sondern auch in Irland, den USA, Deutschland … Niemand weiß, ob all der schöne Whisky je getrunken werden wird. Was man sicher weiß: Es war zu spät! Heute stecken wir wieder mitten in dem ewigen Problem too much or too little und wir müssen schmerzhaft feststellen, das Ruder hätte vor 15 Jahren umgelegt werden müssen. Zurzeit jedenfalls haben wir definitiv too little. Das hätte unser Methusalem damals, als er ins Fass kam, nicht glauben können.

Neuland lohnt sich.

Wir wollen es gar nicht leugnen: Auch wir sind von dem Problem betroffen. Wer unsere Auswahl seit Jahren beobachtet und zu schätzen gelernt hat, wird diesmal vergeblich suchen nach einem schweren, von seinem first fill sherry cask geprägten Malt, wie er sich besonders für lange Winterabende, zum Dessert oder auch mal zur Zigarre bestens eignet. Wer von den Anbietern noch solche Fässer hat, behält sie lieber für sich. Genauso ist es mit Islay-Malts: Seit Jahren waren sie für unabhängige Abfüllungen nur schwer zu kriegen. Jetzt: überhaupt nicht mehr – außer Caol Ila vielleicht. Aber Ardbeg, Lagavulin, Laphroaig: glücklich, wer sie vor Jahren gekauft hat. Nicht einmal einen Lowland können wir diesmal bieten. Unser Abfüller hat uns knapp, aber klar mitgeteilt: „Sorry, diesmal nicht!“ Dennoch glauben wir, dass auch die fünf Malts, die wir diesmal anbieten, ungetrübtes Whiskyvergnügen nicht nur versprechen, sondern garantieren. Sie sind allesamt Neuland für uns. Und wir freuen uns, wenn sie Liebhaber finden, die mittlerweile eines ganz sicher zu schätzen wissen: dass der Reiz von schottischen Malts in der Verschiedenheit, in all den unterschiedlichen Charakteren besteht und dass es Spaß macht, mal einen, den man lieb gewonnen hat, gegen einen anderen auszutauschen, den man bisher nicht gekannt oder übersehen hat.

Verkehrsbezeichnung

Whisky

Füllmenge

70cl

Herkunft

Schottland

Verantwortlicher Lebensmittelunternehmer:

Dieter Kirsch
Schnepker Str. 32
28857 Syke
Deutschland

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