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Das Heilige Dreifaltigkeitskloster Buchhagen

Orthodoxes Leben im Weserbergland. Das Heilige Dreifaltigkeitskloster besteht 20 Jahre.

„Es ist wie ein Hebel. Wenn ich einen schweren Stein hochheben will, um ihn z.B. in eine Mauer einzusetzen, brauche ich einen langen Hebel. Wenn ich selbst auf dem Stein stehe, kann ich ihn nicht heben. Wenn ich aber auf einem anderen festen Grund stehe und einen guten Hebel habe, kann ich jeden Stein dorthin bewegen, wo er sein soll.“

Ganz und gar aus dem Leben gegriffen ist dieses Bild, mit dem Abt Johannes das Verhältnis von Kloster und Welt, von Zeit und Ewigkeit und von der Position des Mönches darin beschreibt.

Vor zwanzig Jahren, da wurde im beschaulichen Buchhagen auch ein Stein bewegt, nämlich der Grundstein des deutschen orthodoxen Dreifaltigkeitsklosters. Just am 3. Oktober 1990 war es, als dort begonnen wurde, einen Ort zu schaffen, von dem aus man den Hebel bewegen kann. Dazu mußten viele Steine bewegt werden. Erstaunlich, wie es Abt Johannes gelang, seinen Traum von einem deutschen orthodoxen Kloster zu verwirklichen. Jahre zuvor war er auf dem Athos in den Überlieferungsstrom der byzantinischen Kloster- und Weltkultur eingetaucht und hatte aus den Tiefen und Stromschnellen dieses 1.500jährigen Gewässers als Schätze alle Fähigkeiten mitgebracht, die ein Mönch braucht: Glauben, Treue und Begeisterung, Singen, Malen, Bauen, den Garten bestellen und die Ernte einbringen – und noch manches mehr. So gerüstet, konnte er es wagen, dies alles nach Deutschland zu verschiffen, aber nicht als ein exotisches Museum, sondern als lebendiges Kloster, das sich dem ältesten christlichen Kulturerbe verpflichtet weiß.

In Griechenland? Im Weserbergland!

Wer den schmalen, gewundenen Pfad zum Kloster hinaufsteigt – und dieser ist absichtlich nicht planiert oder gepflastert worden, um die Abgeschiedenheit des Ortes zu wahren –, der kann sich an einem heißen Sommertag durchaus nach Griechenland versetzt fühlen, doch er ist mitten im Weserbergland! Oben kommt man an einer ebenso zierlichen wie wehrhaften Klostermauer an, und wer sich dort bemerkbar macht, der wird von den Mönchen mit der alten, ebenso einfachen wie aufmerksamen Gastfreundschaft empfangen: mit einem Gläschen Wildkirschlikör, einem Mokka und selbstgemachtem Quittenkonfekt.

Auf dem Klostergelände findet man ein harmonisches Gebäudeensemble vor, das die Räume der Mönche und Gäste, die Halle, einen Garten und die Krypta umfaßt. Die Mönche haben ihr Kloster selbst entworfen, geplant und gebaut.

In dieser kleinen, mit Fresken ausgemalten Krypta feiern die derzeit vier Mönche ihre Gottesdienste, und zwar in deutscher Sprache und mit Melodien, die aus den ältesten Traditionen schöpfen, aber denen die klanglichen und prosodischen Eigenarten des Deutschen zugrunde liegen. Daran hat Abt Johannes, studierter Kirchenmusiker und Religionswissenschaftler, über drei Jahrzehnte gearbeitet.

 

Kirchbaupläne.

Was dem Kloster nun noch fehlt, ist die eigentliche, überirdische Kirche, die auf den Mauern der Krypta gebaut werden soll. Jüngst haben die Mönche die ersten Steine gesetzt, um anzudeuten, wie es weiter hinaufgehen soll, auch, um sich selbst zu motivieren.

Auf dem Vorplatz ist indes der Weihwasserbrunnen mit seinen Fresken schon fertig geworden, und er gibt eine Andeutung von den harmonischen Proportionen, die die Kirche auszeichnen werden.
Und warum sollte das nicht gelingen? Währenddessen geht das Klosterleben weiter, und dies gestaltet sich ganz im Stil eines orthodoxen Kellions, wo sich Liturgie und Alltagsleben, Haus- und Gartenwirtschaft, Unterricht, Studium und Gästeempfang abwechseln. Die Mönche fügen all das bewußt in die Gegebenheiten des Ortes ein. Was sie herstellen, das ist alles lupenreine Handarbeit und kommt aus dem, was die Natur ihnen bietet.


Sonnenglut. Konserviert. Johanniskraut-Hautöl.

 

Johanniskraut erblüht zumeist um den Johannistag herum, am 24. Juni. Und wiederum die Mittagshitze schafft beste Voraussetzungen, die Blüten mit dem höchsten Gehalt an Rotöl zu ernten. 

Vater Lazarus vom deutschen orthodoxen Dreifaltigkeitskloster hat in der Umgebung von Buchhagen körbeweise Blüten gepflückt und in großen Einmachgläsern zusammen mit Pflanzenöl angesetzt. 

Als sei in der Pflanze nicht schon genug Sonne, müssen diese Gläser anschließend mehrere Wochen in der Sonne stehen, um die Extraktion des Rotöls zu erzielen. Das Ergebnis: tiefrotes Johanniskrautöl, das zur Pflege der Haut, auch an den Gelenken, verwendet werden kann. Sparsamster Einsatz ist diesem kostbaren Mittel angemessen. 40-ml-Flasche.

7,50 

Grundpreis: 15,00 €/100ml


Hoch hinaus …

… klettern müssen die Mönche, um auf dem Klostergelände und im angrenzenden Bergland des Voglers die vollreifen, kleinen Wildkirschen zu ernten, und das gleich eimerweise. Nicht jedes Jahr gibt es überhaupt Wildkirschen, und bis man den Likör daraus verkosten kann, braucht man ein weiteres Jahr Geduld.

Und das geht so: Die Kirschen werden gereinigt, mit Kandiszucker zusammen in Einmachgläser gefüllt und mit Kornbrand aus der Klosterbrennerei Wöltingerode übergossen. Das Ganze muß ein Jahr möglichst auch unter Sonneneinwirkung reifen, ehe man den Likör auf Flaschen ziehen kann. Der jetzige ist außergewöhnlich dunkel und von daher vollkirschenaromatisch; pikant machen ihn die Steine, die in den Kirschen während des Ansatzes verbleiben. Es ist der Begrüßungs- und eigentliche Privatlikör der Mönche, und wir haben davon lediglich 210 Flaschen. Wer leer ausgeht, braucht wieder ein Jahr Geduld – oder sagen wir besser: Vorfreude!

Buchhäger Klosterlikör Wildkirsche „Schwarzer Vogler“ 2009.

0,35-l-Flasche, 19 Vol.-%. Alkohol.

31,00 

Grundpreis: 88,57 €/1l


Die Psalmen.

Die Psalmen spiegeln das Leben des Menschen und seine Suche nach dem Ewigen in allen Facetten wider. Eine Neuübersetzung aus dem griechischen Text der Bibel (der Septuaginta) haben die Mönche des Deutschen Orthodoxen Dreifaltigkeitsklosters Buhhagen im Weserbergland mit diesem liebevoll gestalteten Buch vorgelegt. Der Text ist 24 Jahre hindurch von den Mönchen erprobt und immer wieder bearbeitet worden.

Das Buch ist eine Fundgrube für alle Liebhaber der Psalmen und der deutschen Sprache; es lohnt sich, den Band zum Gebet, zur Meditation oder auch für Textvergleiche und Studien zur Hand zu nehmen. Aufgrund seines Formates kann es ein immerwährender Begleiter werden. 


288 Seiten, Zweifarbdruck auf Werkdruckpapier. Ganzledereinband, 12 x 18,5 cm. Mit einem Anhang zum Verständnis der Psalmen und zu ihrem Gesang in Buchhäger Tradition. Eine Abbildung. Verlag des Klosters Buchhagen 2008. 

27,00 


Die göttliche Liturgie.

Drei Mönche sind es derzeit, die sich ihrem Abt Johannes im orthodoxen Dreifaltigkeitskloster, mitten im Weserbergland, angeschlossen haben, um dort nach der Traditition des heiligen Berges Athos zu leben. Aus der intensiven Beschäftigung mit der orthodoxen Tradition einerseits und der deutschen Sprache anderseits ist der Deutsche Choral entwickelt worden. Seine Wurzeln liegen im byzantinischen Choral des Heiligen Berges Athos, in der Gregorianik, sowie den Gesangstraditionen anderer christlicher Völker.



Die Intensität und geistliche Konzentration dieses Choralgesangs wird jedem Freund geistlicher Musik und der Meditation neue Höreindrücke bieten. Nahezu ungekürzt wird hier die Göttliche Liturgie dargeboten; Ausführende sind 4 Mönche und 5 Klosterfreunde. 2 CDs, Gesamtlaufzeit 112 min., mit Begleitheft.

29,00 

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