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Elegante Herrengürtel. Edle Symbolik am Hosenbund

Der Gürtel ist mehr als ein modischer Gag. Eine Hose ohne Gürtel wirkt unfertig – selbst wenn sie perfekt sitzt. Das Gesamtbild ist mit einem Gürtel einfach stimmiger. Die Reichen und Mächtigen wussten das schon immer. Darum rissen sie sich am Riemen und machten... Weiterlesen

Lederwaren aus Uetersen. Ludwig Schröder

Schröder FlechtgürtelSchröder Flechtgürtel

Seit 1825 ist die Familie Ludwig Schröder, ansässig im schleswig-holsteinischen Uetersen, im Ledergeschäft. 140 Jahre wurde im eigenen Betrieb Leder gegerbt und zu Lederwaren verarbeitet – bis 1964. Damals gab die Ledermanufaktur die Gerberei auf und spezialisierte sich allein auf die Verarbeitung des Leders zu Gürteln und Taschen von außergewöhnlicher Qualität. Nur bestes, vegetabil oder grubengegerbtes Rindleder aus ausgesuchten europäischen Gerbereien wird verarbeitet. Ein Grundsatz von Schröder: Das Oberleder wird niemals mit Farbe zugespritzt, sondern im Fass mit Farbe durchgefärbt.
Lederwaren aus Uetersen. Ludwig Schröder


Elegante Herrengürtel. Edle Symbolik am Hosenbund

Der Gürtel ist mehr als ein modischer Gag. Eine Hose ohne Gürtel wirkt unfertig – selbst wenn sie perfekt sitzt. Das Gesamtbild ist mit einem Gürtel einfach stimmiger. Die Reichen und Mächtigen wussten das schon immer. Darum rissen sie sich am Riemen und machten den selbigen zu einem Jahrhunderte überdauernden Sinnbild für Ansehen, Macht und Stärke. Ein Mann, der „die Hosen anhat“ braucht schließlich etwas, was sie an Ort und Stelle hält. Er will seine Position ja auch behaupten. Nicht umsonst war der „Cinctorium“, ein spezieller Leibgurt, bei den Römern den Offizieren und nicht den einfachen Soldaten vorbehalten. Und demonstrieren nicht auch heute die Champions bestimmter Sportarten, zum Beispiel dem Boxen, ihre Überlegenheit mithilfe von Meisterschaftsgürteln anstatt von Pokalen?

Auch in Märchen, Sagen und Geschichten wimmelt es von beachtenswerten Leibumschlingern. Sie verleihen ihren Trägern erstaunliche Fähigkeiten und ermöglichen ihnen oft erst eine erfolgreiche Heldenreise. Der nordische Donnergott Thor wäre ohne seinen kraftspendenden Gürtel „Megingiard“ gar nicht stark genug, um seinen Hammer zu schwingen. Die griechische Liebesgöttin Aphrodite verdankt dem Gürtel „Charis“ ihr unwiderstehliches Charisma. Und Bastian Balthasar Bux greift in Michael Endes „Die unendliche Geschichte“ auf den Gürtel „Gémmal“ als Problemlöser zurück, der ihn unsichtbar machen kann. Es gibt sogar dreiste Trittbrettfahrer, welche die Symbolik des Gürtels schamlos ausnutzen. So stickt sich das tapfere Schneiderlein – nach der überhaupt nicht heldenhaften Verteidigung seines Pflaumenmusbrotes gegen sieben Fliegen mit süßem Zahn – einfach ganz selbstbewusst „Sieben auf einen Streich“ auf seinen Gürtel, schwingt sich so zum Superhelden auf und täuscht damit jeden, der ihm begegnet.

Nur ein einziges Mal hat der Gürtel seine Vormachtstellung trotz aller Ausdrucksstärke verloren: Im Verlauf des 18. Jahrhunderts verdrängten ihn die Hosenträger und blieben rund 150 Jahre lang die alleinigen Herrscher am Hosenbund. Dann eroberte der Gürtel seinen Platz in der Modewelt zurück. Diesmal evolutionär verbessert – als justierbares Modell mit fünf Lochstellen.

In dieser Ausprägung ist der Gürtel heute als Accessoire aus der Herrenmode gar nicht mehr wegzudenken. Unsere sorgfältige Auswahl von natürlich gegerbten Ledersorten und die hochwertige Verarbeitung machen die Stücke in unserem Sortiment zu langlebigen treuen Begleitern. So erweisen wir nicht nur dem Gürtel, sondern auch seinem zukünftigen Träger den ihnen beiden gebührenden Respekt. Wir können Ihnen zwar keine übernatürlichen Fähigkeiten versprechen, aber dafür dezente Eleganz, langlebige Materialien und ein stilsicheres Auftreten in nahezu allen Lebenslagen.

Der hochwertige Gürtel. Ein Blick ins Detail.

Der Zustand der ersten Gürtel war leicht zu erkennen, spielte aber keine wesentliche Rolle. Sie bestanden aus geflochtenen Gräsern, Sehnen oder Fellstreifen, wurden bei Gebrauch verknotet und zum Öffnen oft einfach zerschnitten. Heute dagegen bevorzugt man wiederverwendbare Modelle, die ihre gute Form zudem möglichst lange behalten sollen. Da der Gürtel ein Accessoire ist, den seine Nutzung stark strapaziert, ist Leder stets die erste Wahl, wenn es um das richtige Ausgangsmaterial geht. Hochwertiges Leder ist flexibel und gleichzeitig reißfest – ein Gürtel aus einem solchen Werkstoff hält auch bei täglichem Gebrauch jahrelang, ohne ernsthaft Schaden zu nehmen. Nun ist es aber so, dass ein Gürtel sich schon ab einem Lederanteil von nur 80% offiziell „Ledergürtel“ nennen darf. Das macht sich so mancher Hersteller zunutze. Und: Leder ist auch nicht gleich Leder. Hier gibt es enorme Qualitätsunterschiede, die nicht unbedingt sofort am Preis erkennbar sind. Was macht also einen hochwertigen Gürtel aus? Mit ein wenig Fachwissen schaffen Sie sich souverän Ihr eigenes Bild.

Von passenden Tieren und ihrer Haut.

Jedes Leder hat seine naturgegebenen Charakteristika und macht jeden Ledergürtel somit zu einem individuellen Einzelstück. Klassisch werden Ledergürtel erster Güte aus hochwertigem Rindleder gefertigt. Aber es gibt natürlich noch einige andere Lederarten, die prädestiniert sind, zu haltbaren Riemen verarbeitet zu werden. Das Leder vom Ochsen beispielsweise ist sehr fest und widerstandsfähig. Bisonleder besticht optisch durch seine markante grobe Narbung, Kalbsleder dagegen durch seine Feinheit und Eleganz. Und Pferdeleder steht in dem Ruf, nicht nur wunderbar zu glänzen, sondern bei richtiger Pflege nahezu ewig haltbar zu sein. Handelt es sich dann noch um das seltene Cordovan-Leder, ist der daraus gefertigte Gürtel an Exklusivität kaum noch zu übertreffen. Das Leder wird nur aus den hinteren Flanken von heute rar gewordenen Kaltblutpferden gewonnen. Dort sitzt jeweils ein rundes Stück Bindegewebe, das eine stark verdichtete Faserstruktur besitzt – die sogenannte „Shell“. Sie ist nur in etwa so groß wie ein Blatt Papier, doch das daraus gewonnene Leder ist besonders beständig und dementsprechend bei Kennern heiß begehrt. Merke: Schon aus der tierischen Herkunft des Leders lässt sich auf die Qualität des Gürtels schließen.



Eine Hautschicht, mehrere Lederarten.

Dickere Ledersorten wie zum Beispiel Rindleder werden oft mechanisch in mehrere Schichten gespalten. Der „Narbenspalt“ ist die äußere Schicht. Daher ist er als Einziger auf einer Seite glatt und zeigt das typische Hautrelief des jeweiligen Herkunftstiers. Alle Glattleder entstehen aus ihm, alle Rauleder aus darunterliegenden Spaltschichten. Das Fasergefüge des Narbenspalts ist besonders dicht und reißfest. Er gilt damit als die wertvollste Schicht eines Leders. Ein hochwertiger Riemen besteht also – selbst wenn er mehrlagig aufgebaut ist – immer aus Narbenspalt.

Geheime Rezepturen und Besonderheiten der Gerbung.

Gerbereien, die etwas auf sich halten, gerben ihr Leder in der Regel nach altbewährter Tradition. Das hat dann unterschiedliche Namen, wie vegetabile Gerbung, Lohgerbung, Grubengerbung oder Altgrubengerbung, und meint einen oft viele Monate dauernden Gerbeprozess mithilfe von pflanzlichen Wirkstoffen – den Tanninen. Eigentlich benutzt die Pflanze sie, um sich für Fressfeinde ungenießbar zu machen, aber glücklicherweise haben sie sich auch als sehr hilfreich bei der Umwandlung und Vernetzung von in der Tierhaut enthaltenen Kollagenfasern erwiesen. Darüber hinaus schützen sie das Leder vor organische Stoffe zersetzenden Mikroorganismen. Zum Gerben geeignetes Pflanzenmaterial stellt die Natur in Hülle und Fülle bereit: Fichten- und Eichenrinde, Kastanien, Weidenrinde oder Birken, um nur einige zu nennen. Familienbetriebene Gerbereien haben oft ihre ganz eigenen und geheimen Rezepturen. Das geübte Auge kann Anteile der Inhaltsstoffe am fertig gegerbten Leder erkennen: So haben Leder, die mit Mimosarinde oder dem argentinischen Quebracho-Holz gegerbt wurden, eine charakteristische rötliche Färbung. Kastanien färben das Leder Mittelbraun. Dagegen führt der Gerbeprozess mit Tara, dem Gerbstoff des kleinwüchsigen Tarabaums, zu einem cremefarbenen Leder, das sich gut zum Färben eignet.



Die gute Verarbeitung. Von Lagen, Nähten und Farben.

Spätestens bei der Verarbeitung trennt sich – Sie kennen das sicher – die Spreu vom Weizen. Hier zeigt sich, ob der Gürtel für die Ewigkeit oder doch nur für ein kurzes Gastspiel am Hosenbund gefertigt wurde. Ein robustes hochwertiges Stück kann aus einem einzigen zugeschnittenen Lederstreifen mit geschliffenen, polierten und passend eingefärbten Kanten bestehen. Eleganter wirkt der Gürtel allerdings, wenn er mehrlagig aufgebaut ist und aus einer Kombination aus Ober- und Futterleder besteht. Über die zu verwendende Lederschicht wissen Sie ja schon Bescheid. Wichtig ist aber auch die Verbindung der einzelnen Schichten untereinander. Gürtel von hoher Qualität sind niemals geklebt, sondern immer ordentlich vernäht. Bei gefüllten „bombierten“ Gürteln – wie sie zum Beispiel in der Ledermanufaktur Kreis hergestellt werden – besteht die Einlage zudem ebenfalls aus Leder und nicht etwa aus einem billigen Ersatz.

Auch wenn er Farbe erhält, braucht ein nobler Gürtel sich nicht zu verstecken. Nie sollte er eine farbliche Beschichtung erdulden müssen, die seine natürliche Anmut und Ausdruckskraft zunichtemacht. Hochwertige Gürtel bestehen aus makellosen Häuten und das dürfen sie auch zeigen. In Naturfarbstoffen getränkt, bleibt ihre Porigkeit sichtbar und erhalten.


Sich stilvoll gürten. Eine kleine Handreichung.

Für die Business-Kolumnistin Sabine Wachtel gibt es keine Diskussion: „Ein Mann von Format im Anzug trägt Gürtel und macht kein Gedöns. Er ist eins mit sich, dem Gürtel und der Gürtelschnalle. Aus. Ende.“ So viel Klarheit scheint aber nicht überall zu bestehen. Gibt man bei Google „Wie trägt Mann einen Gürtel richtig?“ ein, erhält man, während dieser Text entsteht, unglaubliche 2.140.000 Treffer. Ist das korrekte Tragen eines Gürtels also wirklich so kompliziert? Eigentlich nicht. Wenn Sie folgende Punkte beachten, werden Sie nie wieder schlecht gegürtet das Haus verlassen. Versprochen.

  • Die richtige Größe: Es gibt einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen den Begriffen Gürtellänge und Gürtelgröße. Kennt man ihn nicht, kann das beim Gürtelkauf zu Verwirrung führen. Die Gürtellänge bezeichnet die Gesamtlänge des Gürtels – vom Verschluss bis zur Spitze. Die Gürtelgröße ist das Gürtelstück zwischen Verschluss und dem mittleren Gürtelloch. Letztere sollte gleich dem Körperumfang beziehungsweise gleich der Bundweite der Hose sein. Dann passt der Gürtel auch genau. Steht er ab, ist er zu kurz. Hängt er herunter, ist er zu lang.
  • Der richtige Riemen: Ein Gürtel wirkt umso förmlicher und eleganter, je schmaler und flacher er ist. Daher entscheiden Sie sich im Beruf am besten für einen Gürtel eben dieser Kategorie. Für die Freizeit darf es dagegen legerer sein. Hier kann der Gürtel ruhig auffälliger sein und auch breite, farbige und geflochtene Exemplare dürfen gerne durch die Gürtelschlaufen. Aber da ist noch die Sache mit der Farbe. Es ist eine gängige Weisheit: Die Schuhe müssen immer zum Gürtel passen. Das stimmt. Während es in der Freizeit nicht ganz so wichtig ist, sollten Gürtel und Schuhe besonders im Businessbereich nicht nur dieselbe Farbe haben, sondern auch aus einem möglichst ähnlichen Material bestehen. Wer Schuhe und Gürtel zusammen kauft, behält leicht den nötigen Überblick.
  • Die richtige Schnalle: Im Freizeitbereich ist die Gürtelschnalle der besondere Blickfang. Wer will, kann hier ruhig etwas dicker auftragen. Im Beruf dagegen ist weniger oft mehr: die Schnallen der Wahl eher schmal und dezent. In beiden Fällen gilt: Das Wichtige sind die Details. Zur silbernen Gürtelschnalle passt einfach keine goldene Uhr und umgekehrt. Dasselbe gilt für sämtlichen Schmuck. Ob Sie hier allerdings Ihrem Stil oder Ihrem Ehering den Vorzug geben, müssen Sie selbst entscheiden.
  • Gürtel und Hosenträger? Ein klares „Nein“. Hosenträger und Gürtel sollten Sie besser nicht zusammen tragen. Es sei denn, Sie wollen zum Trendsetter avancieren oder sich einen Spaß damit machen, gezielt selbst ernannte Modeexperten vor sich herzutreiben. Merken Sie sich dazu die Aussage Henry Fondas in „Spiel mir das Lied vom Tod“: „Wie soll ich einem Mann trauen, der gleichzeitig Hosenträger und Gürtel trägt? Einem Mann, der seiner eigenen Hose nicht traut?“ Sie trauen Ihrer Hose? Gut. Dann entscheiden Sie sich bitte.

Gegen Riss und Ranz. Hege und Pflege Ihrer Ledergürtel.

Noch eine Kleinigkeit zum Schluss. Auch der beste Ledergürtel will gepflegt werden, damit sich sein Träger auch noch nach Jahren an ihm erfreuen kann. Zeigt er erste Schwächen wie Steifheit, Glanzlosigkeit oder kleine Risse, fehlt ihm entweder Bewegung – haben Sie ihn etwa vernachlässigt und zu lange im Schrank gelassen? – oder Fett. Ist Letzteres der Fall, greifen Sie bitte auf keinen Fall zu Hausmitteln wie Hautcreme oder Olivenöl. Solche Öle werden ranzig und bald schon wird Sie beim Tragen ein unangenehmer Geruch umwehen. Manchen besonderen Ledern, zum Beispiel dem wertvollen Cordovan, versetzen Sie mit solchen Maßnahmen übrigens direkt den Todesstoß. Benutzen Sie am besten eine spezielle Lederpflege und stimmen Sie diese unbedingt auf die Herkunft des Leders ab. So werden Sie und Ihr Gürtel zu einem eingeschworenen Team, das nichts und niemand so schnell zu trennen vermag. Es sei denn, Sie wollen es so.

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