Freischwinger Korbgeflecht

ohne Armlehnen
Freischwinger Korbgeflecht ohne Armlehnen
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Freischwinger Korbgeflecht
ohne Armlehnen
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Allgemeine Informationen

Der Freischwinger S 32 V und S 64 V. Klare Form, kubische Gestalt.

Der Freischwinger gehört vermutlich zu den berühmtesten klassischen Stahlrohrmöbeln. Der Niederländer Mart Stam, der als „künstlerischer Urheber“ des hinterbeinlosen Kragstuhls gilt, stellte ihn der Öffentlichkeit erstmals während der Werkbundausstellung „Die Wohnung“ 1927 in Stuttgart vor – und sorgte damit für Aufsehen. „Warum vier Beine, wenn zwei ausreichen?“, brachte es Kurt Schwitters beim Anblick der heutigen Design-Ikone auf den Punkt. Dem Archetyp des Kragstuhls, der aus dem Experimentieren mit Gasleitungsrohren und Flanschen entstand, folgen unzählige Varianten; zu den bekanntesten frühen Vertretern zählen die Weiterentwicklungen von Mart Stam selbst sowie von Marcel Breuer und Ludwig Mies van der Rohe. Ihnen gemein ist eine Gestellkonstruktion (zunächst aus Stahlrohr oder Sperrholz, später auch aus Kunststoff), die ohne Hinterbeine auskommt, sodass die Sitzfläche leicht schwingen kann. Thonet produziert die auf Stam und Breuer zurückgehenden Freischwinger seit 1930: in verschiedenen Materialkombinationen und Ausführungen. Wir bieten den Kragstuhl in drei Materialvarianten an: Das Gestell ist jeweils aus verchromtem Stahlrohr gebogen, Sitz- und Rückenlehnen bestehen aus Kernleder bzw. Sperrholz oder wie hier beim Freischwinger S 32 V (ohne Armlehne) und S 64 V (mit Armlehne) aus Massivholz und Korbgeflecht.
Marcel Breuer hat für seinen Entwurf aus dem Jahr 1929/30 historische Stuhlbaumaterialien gewählt, Massivholz und das für Bugholzstühle klassische Rohrgeflecht, und sie mit dem derzeit modernen verchromten Stahlrohr kombiniert. Dadurch mutet die avantgardistisch-traditionelle Melange ungewöhnlich und reizvoll zugleich an. Mit vielen Interieurs kompatibel, finden sich der Freischwinger mit Korbgeflecht überall leicht ein und erfreut sich bis heute ungebrochener Beliebtheit. Das Rohrgeflecht, das insbesondere bei zu trockener Raumluft leiden kann, wird inzwischen zwecks längerer Haltbarkeit und höherer Belastbarkeit durch ein Netzgewebe aus Kunststoff gestützt.

Michael Thonet. Pionier im Möbelbau.

An Thonet-Möbeln kommt niemand vorbei. Selbst wer den Namen nicht kennt, wird mindestens einmal auf einem der klassischen Bugholzstühle des Herstellers gesessen haben, die häufig in Cafés, Museen oder Hotels stehen. Mit ebensolchen Möbeln aus dampfgebogenem Holz, wie dem Stuhl Nr. 4 von 1850 oder dem „Wiener Kaffeehausstuhl“ (Stuhl Nr. 14 von 1859), wurde Gründer Michael Thonet berühmt. Der Tischler aus Boppard am Mittelrhein revolutionierte die Produktion vor allem gewerblicher Möbel, indem er die Bugholztechnik, bei der Holz unter Einwirkung von Dampf und Leimwasser gebogen wird, verbesserte. 1852, kurz nachdem er sein Unternehmen nach Wien verlegt hatte, erhielt er ein Patent für seine innovative Methode, die auch neue Wege in der Formgebung erlaubte.
Thonets Bugholzmöbel markierten zudem eine wirtschaftliche Revolution: Sie waren für die Herstellung im industriellen Maßstab geeignet – Thonet steht damit für die erste preisgünstige Produktion großer Stückzahlen, die das Herstellungsverfahren sowie eine effiziente Materialverwendung und Logistik ermöglichte.

Zeitlos-modern. Vom Bugholz zum gebogenen Stahl.

Mit dem Aufkommen neuer Strömungen in Architektur, Kunst und Möbelbau, wie sie sich unter anderem am Bauhaus manifestierten, befasste man sich bei Thonet auch mit der Konstruktion und Produktion von Stahlrohrmöbeln. Aus der engen Zusammenarbeit mit Architekten und Designern wie Marcel Breuer, Mart Stam, Ludwig Mies van der Rohe, Le Corbusier oder Charlotte Pérriand entstand in den 1930er Jahren eine umfassende Kollektion an Stahlrohrmöbeln, darunter Klassiker wie Stams berühmter hinterbeinloser Kragstuhl oder Breuers freischwingender Stahlrohrsessel. Erneut gelang es Thonet, mit einer innovativen Fertigungstechnik nicht nur neuartige Möbel herzustellen. Obendrein entwickelte sich Thonet in den 1930er Jahren zum weltweit größten Produzenten von Stahlrohrmöbeln. Gefertigt werden sie seitdem im hessischen Frankenberg, das nach dem Zweiten Weltkrieg Stammsitz des Unternehmens wurde.
Bis heute arbeitet das Unternehmen mit namhaften nationalen und internationalen Designern zusammen, um in der Tradition Michael Thonets zeitlose, komfortable und langlebige Möbel zu entwickeln. Die ressourcenschonende und handwerklich herausragende Verarbeitung hat dabei einen ebenso hohen Stellenwert wie Materialwahl, Funktionalität und Ästhetik. Damit knüpft auch die fünfte Generation des Familienbetriebes nahtlos an den Erfolg ihrer Väter an.

Produktinformation

Artikelnummer 205442

Gestell Stahlrohr verchromt (Ø 2,5 cm), mit demontierbaren Filzgleitern. Rahmen aus massivem Rotbuchenholz (Herkunft Europa), schwarz gebeizt. Geflecht aus Rattan (Herkunft China) und Kunststoff. Hergestellt in Deutschland.
S 32 V. Ohne Armlehnen. Rückenlehne Breite 45 cm, Höhe 30 cm. Sitzfläche 46,5 × 44 cm, Sitzhöhe 46 cm.
Breite 47 cm, Tiefe 55 cm, Höhe 82 cm. Gewicht 6 kg.
Hersteller:
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