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Es gibt sie noch, die guten Dinge. Blick zurück nach vorn.

Über einen 30-jährigen Claim und seine Berechtigung bis heute.
„Es gibt sie noch, die guten Dinge“ heißt seit drei Jahrzehnten die Erkennungsformel (auch Claim genannt) von Manufactum. Sie entstand zu einer Zeit, die sehr fortschrittsgläubig war. Die „neuen Märkte“ standen in den Startlöchern und alles, was nicht elek­trifiziert, digital und wenig später auch vernetzt war, geriet in den Ruf, altbacken und prinzipiell überholt zu sein. Das Beharren auf Mechanischem, Handbetriebenem und fertigungstechnisch Traditionellem stand in dieser Frühzeit von Automatisierung und Programmierung ein wenig quer zu den Zeitläufen, traf aber andererseits auf ein steigendes ökologisches Bewusstsein, das nach nachhaltigen Alternativen in einer schon damals schrill gewordenen Kon­sumwelt suchte. Der Kern des Claims unterstrich, dass es sie gab und dass sie zu finden waren, wenn man sich nur auf die Suche danach machte: Alltagsprodukte, die in Deutschland und im europäischen Ausland nach hohen handwerklichen Maßstäben gefertigt und in Qualität und Verarbeitung „gute Dinge“ waren.

Nun ist das grundsätzliche Problem eines Claims, dass er Idee und Zweck eines Unternehmens in we­nigen Worten zusammenführen muss und daher notwendigerweise Deutungsmöglichkeiten zulässt. Und so wurde das „noch“, das den Moment der Überraschung in sich trug (der Markt bot eben sehr wohl noch Dinge, die unseren Ansprüchen genügten), gerne zu einem „noch“ des Untergangs umgedeutet. Aber selbst wenn in unseren Katalogen immer wieder auch letzte Exemplare von Dingen angeboten wurden, deren Produktion bereits eingestellt war, stellten sie die große Ausnahme dar. Ziel unserer Bemühungen war immer der Aufbau eines breit aufgestellten, stabilen und verlässlichen Vollsortiments. Dennoch erschienen selbst dem uns prinzipiell wohlwollend gegenüberstehenden Feuilleton unsere Kataloge bisweilen als melancholisches Museum und Archiv, als Angebot von „alten“ Dingen, die „bald“ verschwunden sein würden.

Das ist ein ebenso hartnäckiges Missverständnis wie auch die immer wieder gewählte Umschreibung Manufactums als „Edelversender“. Denn alt im Sinne von althergebracht sind manche unserer Waren allein in dem Sinne, dass sie ihre Daseinsberechtigung über Jahrzehnte, ja bisweilen über Jahrhunderte und bis in die Gegenwart hinein bewiesen haben. Und edel sind bestenfalls die verarbeiteten Hölzer und Stähle. Was am Ende ein gutes Ding ist, das den Weg in unser Sortiment findet, ist bei uns heute wie vor 30 Jahren Gegenstand täglicher Diskussionen. Alter und Seltenheit sind dabei keine Eigenwerte, und an den grundlegenden Kriterien hat sich nichts ge­ändert: Materialgerechtigkeit, Handhabbarkeit, Reparierbarkeit und ökologische sowie soziale Verträglichkeit sind nach wie vor die wichtigsten Parameter.

Was sich vielleicht geändert hat: Die ursprüng­liche Bedeutung des „noch“ hat im Verlauf der Jahrzehnte eine eher größere Bedeutung erlangt – al­lerdings in einem Sinne, der den erwähnten Fehl­deutungen gänzlich zuwiderläuft. Gemeint ist die Scharnierfunktion des Wortes, die Vergangenheit und Zukunft verbindet: Weil es die Dinge und das Wissen um ihre handwerkliche Herstellung noch gab, gab es die Chance auf Zukunft. In den Anfangszeiten als Sammler und Jäger brach uns zwar immer wieder einmal das produktionstechnische Hinterland weg, weil Hersteller angesichts globaler Billigkonkurrenz aufgaben. Bald aber konnten wir durch Kooperation unterstützend eingreifen, weil wir ihnen einen neuen Marktzugang eröffneten oder ein schmerzhaft vermisstes Produkt neu auflegen ließen. Und schließlich verlegten wir uns zunehmend auch auf den Ackerbau der Produktentwicklung – gemeinsam mit Handwerksbetrieben und Herstellern, die unsere Passion für Qualität teilen und sie in völlig neue „gute Dinge“ umsetzen.

Wenn heute von der Wiederkehr der Manufak­turen die Rede ist, sieht man, dass dieser Brückenschlag auch andernorts vielfach gelingt. Sie finden ihren Markt, gerade weil sie auf traditionelle Fertigung und auf Handarbeit setzen. Uns freut’s, denn es heißt ja nichts anderes als: Es gibt sie (immer) noch, die guten Dinge. Und um ihre Zukunft muss einem vielleicht gar nicht allzu bange sein.

Text: Wolfgang Thoeben

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Besonders

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Ausgewählt

Als kompetenter Partner finden wir gute Dinge, die Ihren Wünschen nach Funktion und Qualität entsprechen, und präsentieren sie Ihnen in Katalog, Webshop und App.

Konsequent

Unsere Produktauswahl basiert auf den Prinzipien von Reparierbarkeit, langer Lebensdauer sowie einer ressourcenschonenden und sozialverträglichen Produktion.

Erlebbar

Nehmen Sie unsere Produkte in einem unserer zehn Warenhäuser selbst in die Hand und erfahren Sie ihre Geschichten. Unser fachkundiges Personal berät Sie gerne.

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