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Birne 'Schweizerhose'

Halbstamm
Birne 'Schweizerhose' Halbstamm
Birne 'Schweizerhose'
Halbstamm
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Allgemeine Informationen

Frucht:

Gute Tafelbirne mit feinem Geschmack. Reife folgernd ab Mitte September, im Kühllager gut haltbar. Mittelgroß, zart, mit auffälligen roten, gelben und grünen Längsstreifen. Feinzelliges, saftiges, süß-schmelzendes Fruchtfleisch. Windfest bis kurz vor der Reife, deshalb rechtzeitig ernten.

Baum:

Mittelgroße, wenig verzweigte Krone mit eher dünnen Trieben. Anfangs starkes, später mittelstarkes Wachstum. Jährlich wechselnde Erträge von mittelhoch bis gering.

Ansprüche an Standort und Klima:

Breit anbaufähig bis in windgeschützte, mittlere Höhenlagen. Warme Lagen verbessern die Fruchtqualität. Bisher keine Krankheiten und Schädlinge bekannt.

Beste Befruchtersorten:

Williams Christ, Conférence, Klapps Liebling.

Birnen (Pyrus communis).

Die Kultursorten der Birne werden in Mitteleuropa seit der Römerzeit angebaut; sie wurden allerdings weit weniger züchterisch bearbeitet als die des Apfels, so daß die Anzahl der Sorten vergleichsweise gering ist – und der Anteil alter Sorten noch vergleichsweise hoch. Birnbäume stellen in der Regel höhere Ansprüche an Boden und Klima als Apfelbäume, und die Früchte sind kürzer lagerbar. Im Unterschied zum Apfel verlangen Birnen im Schnitt wärmere Standorte; das Holz und besonders die Blüten sind frostempfindlicher als bei Äpfeln, da die Blütezeit der Birne etwa 10 Tage früher einsetzt. Birnbäume werden etwa 7 bis 8 m hoch.

Alte Obstsorten und Wildobst.

Wir wissen: Nicht jede moderne Obstsorte ist schlechter als eine alte, und nicht jede alte Sorte ist per se gut. Wenn jedoch heute im Handelseinerlei die Qualität einer Sorte an Transport- und Lagerfähigkeit oder auch Einförmigkeit der Früchte gemessen wird, möchten wir lieber Kriterien wie Geschmack, Vielfalt und Eignung zur Selbstversorgung anwenden. Bei uns finden Sie ein Sortiment alter, wohlschmeckender und bewährter Obstsorten, teils echte Raritäten, aber auch früher weitverbreitete und Kennern durchaus bekannte Sorten.
Ebenfalls bieten wir eine Auswahl heimischer Wildobstarten an. Diese robusten, in der Regel recht anspruchslosen Bäume und Sträucher liefern vielfältig nutzbare Früchte für zum Teil ungewöhnliche Geschmackserlebnisse. Darüber hinaus sind sie Bienenweide und Vogelnährgehölz und – wegen der meist überreichen Blütenfülle im Frühjahr – von hohem Zierwert.

Von Halb- und Hochstämmen – die Terminologie der Baumschule.

Alle Kultursorten von Obstbäumen entstehen durch das Aufpfropfen einer Sorte auf eine fremde Wurzel, die sogenannte Unterlage. Dieses Verfahren (die Veredelung) ist unumgänglich, da nur durch diese vegetative Vermehrung ein sortenechter Nachkomme ­gezogen werden kann. Die Veredelung erlaubt dem Baumschuler zudem durch die Wahl der Unterlage, neben der Sorte auch die Wuchsform des Baumes festzulegen. Die Stammhöhe (gemessen vom Boden bis zum untersten Kronen­ast) verändert sich zeitlebens kaum mehr, der Baum wächst nur an den Endknospen weiter.

Hochstamm.
Die ursprüngliche Wuchsform vieler alter Kultursorten auf den Streu­obst­wiesen; aufgrund der Stamm­höhe von 1,6 bis 1,8 m erlaubt sie eine zusätzliche Grün­landnutzung auf derselben Flä­che. Hochstämme sind ihrer majestätischen Größe ­wegen als Lebensraum für Vögel und Insekten von be­­sonderem ökolo­gischem Wert und in der Lage, Schatten zu spenden. Sie sind aber auch schwieriger zu pflegen und zu beernten als kleinere Baumformen und benötigen im ausgewachsenen Zustand eine Fläche von 70 bis 80 qm.

Halbstamm.
Der Halbstamm steht dem Hochstamm in Kronen­breite und Wuchs in nichts nach, jedoch ist sein Stamm nur ­1–1,2 m hoch, wodurch die ­Krone leichter zu erreichen ist. Durch Ab­schnei­den der unteren Kronen­äste kann ein Halbstamm nach und nach zu einem Hochstamm erzogen werden.

Die Hoch- und Halbstämme liefern wir als kräftige, vier- bis fünf­jährige Pflanzen. Die erste Ernte ist ­– ­richtige Pflege vorausgesetzt – etwa vier Jahre nach der Pflanzung zu erwarten. Dies kann natürlich nur ein Anhaltspunkt sein; die erste Ernte kann, bedingt durch Sortenwahl oder Umwelteinflüsse, Jahre früher oder später eintreten. Halb- und Hochstämme sind bei guter Pflege ausgesprochen langlebig: Äpfel und Quitten können bis 50, Birnen sogar 100 Jahre alt werden.

Buschbaum.
Ein Buschbaum empfiehlt sich, wenn der Platz im Garten knapp ist. Das Edelreis ­(die Sorte) ist hier auf eine schwachwachsende Unterlage veredelt, die Bäume werden nur etwa 3 m hoch bei einem Platzbedarf von ­12 bis 16 qm. Zudem tragen sie schon nach wenigen Jahren, werden in der Regel aber nur 15–20 Jahre alt.

Pflanzabstand Halb- und Hoch­stämme (und Buschbäume).
Äpfel 6–8 m
Birnen 5–7 m
­Süß­kirschen 6–9 m
­Pflaumen 4–6 m
Quitten 4–5 m (2–3 m).

Befruchtungsverhältnisse.
Einige der wichtigsten Obstarten ­(Äpfel, Birnen, Süßkirschen und andere) ­befruchten sich nicht selbst, sondern benötigen zur Fruchtbildung einen guten Pollen­spender in der Nachbarschaft (max. 200 m entfernt). Da die örtlichen Verhältnisse diesbezüglich oft schwer einschätzbar sind, kann es vorkommen, dass ein Obstbaum trotz ­Blüte ­keine Früchte trägt. Sie können dann (sofern die Platzverhältnisse das zulassen) eine geeignete Befruchtersorte in die Nähe pflanzen oder – unter beengten Verhältnissen die eleganteste Methode – eine Befruchtersorte in die Krone des Baumes hineinveredeln (lassen).

Anmerkung zur Standortwahl.
Viele Böden in Deutschland sind ohne boden­verbessernde Maßnahmen (Kalkung) zu sauer für ­anspruchsvolle Obstgehölze. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei den örtlichen Gartenbauver­einen, oder geben Sie selbst eine Bodenunter­suchung in ­Auftrag.

Hinweis:

Robuste Liebhabersorte mit dekorativen Früchten.

Lieferhinweis:

Die Gehölze werden ohne Erde (Containerpflanzen mit Erde) in Kartons verpackt und die Wurzeln mit feuchtem Stroh vor dem Austrocknen geschützt. Die Bäume können nach der Lieferung bei kühlem Wetter noch einige Tage in der geöffneten Verpackung bleiben; besser ist es, sie in Erde einzuschlagen. Bitte beachten Sie, dass das empfindliche Feinwurzelwerk auf keinen Fall austrocknen darf. Die Hochstämme kommen in einer Umverpackung aus Pappe und Folie; die Wurzeln sind in feuchtes Stroh eingeschlagen.
Jeder Lieferung liegt eine ausführliche Pflanzanleitung bei. Falls die Mengen, die wir von unserer Baumschule erhalten, nicht ausreichen, werden wir Sie über den zu erwartenden Lieferzeitpunkt informieren.

Pflanzanleitung

Produktinformation

Artikelnummer 80456

Rarität: Kurios gefärbte Birne, die um 1800 in der Schweiz entstanden ist. Sie ist vermutlich eine natürliche Varietät der Langen Grünen Herbstbirne; der Name bezieht sich wohl auf die gestreiften, bunten Hosen der päpstlichen Schweizergarde.

Kundenbewertungen

(2)
17.10.2019, Anonym

Baum wächst nicht

Ich habe diese Birne 2007 als Hochstamm gekauft, bis heute 2019 ist sie keinen Zentimeter gewachsen. In manchen Jahre blüht sie etwas, die angesetzten Früchte (2-3 Stück) sind zwar hübsch anzusehen, reifen aber nicht aus. Die Pflanzpfähle musste ich schon einmal auswechseln, die alten waren nach 10 Jahren abgefault. Ohne jegliches Wachstum wird das nichts. Düngergaben haben auch nicht geholfen.

11.06.2010, Anonym
Auswahl: Hochstamm

2 Bäume sind nicht angewachsen

Ich hatte im Herbst einen halb- und einen Hochstamm bestellt und an versch. Standorten ausgepflanzt. Der Halbstamm ist nicht mal ausgetrieben. Der Hochstamm trieb leicht aus an der Spitze, wird es aber nicht mehr lange machen da die 5-6 kleinen Blätter jetzt verwelken. Ich habe letzten Herbst ca. 30 Obstbäume gepflanzt und die beiden Hosen sind die einzigen Totalverluste. Sehr schade bei dem Preis. Ich kann den Grund nur vermuten, aber die Schweizer Hose ist nur auf die Spitze veredelt und die Ästchen sind sehr schwach. Lieferung erfolgt u.U. zu früh im Herbst. Schade eigentlich...

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