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Wertvolle Staudensorten vor der Samenbildung zurückschneiden

Stauden zurückschneiden
Stauden wie Phlox, Indianernessel (Monarda) oder Taglilie (Hemerocallis) säen sich im Beet häufig selbst aus, fallen aber in der Regel nicht sortenecht – die Sorteneigenschaften der Mutterpflanze (eine reiche, lang andauernde Blüte oder eine besondere Farbe) werden also nicht an den Nachwuchs weitergegeben, und im nächsten Jahr würden dann viele eher unspektakuläre Jungpflanzen das Staudenbeet bevölkern oder sogar die Mutterpflanze überwuchern. Um das zu verhindern, muß bei diesen Stauden die Samenbildung verhindert werden.
Anleitung
  • Bei Stauden, die sich nicht versamen sollen, die verblühten Blütenstände abschneiden, bevor sich die Pflanze selbst versamen kann. Der eigentliche (Komplett-)Rückschnitt erfolgt in der Regel erst im nächsten Frühjahr vor dem neuen Austrieb.
  • Ansonsten wo immer möglich, Samenstände und Stengel stehenlassen. Insekten, darunter viele Nützlinge, können in den hohlen Stengeln überwintern, Vögel sich von den Samen ernähren. Ungeschnittene Pflanzen sind besser vor Frost geschützt, und nicht zuletzt zieren mit Schnee und Reif „gekleidete“ Samenstände den winterlichen Garten – zum Beispiel von Fetthenne (Sedum telephium), Sonnenhut (Echinacea, Rudbeckia), Brandkraut (Phlomis) und vielen Gräsern. Wintergrüne Stauden (und solche mit Herbstfärbung) ohnehin keinesfalls im Herbst schneiden; dazu gehören Bergenien, manche Storchschnäbel (Geranium), Purpurglöckchen (Heuchera) oder Schleifenblume (Iberis).
  • Ziergräser auch aus einem anderen Grund erst im Frühjahr herunterschneiden: Das alte Laub (bei hohen Gräsern zu einem Schopf zusammengebunden) schützt das „Herz“ der Pflanze im Winter vor Frost und Feuchtigkeit und daraus folgender Fäulnis.
  • Ein herbstlicher Rückschnitt empfiehlt sich nur bei solchen Stauden, die sich während der Blütezeit stark verausgaben, z.B. Stockrose (Alcea) oder Kokardenblume (Gaillardia), um ihre Lebensdauer zu verlängern. Auch bei sehr früh austreibenden Arten (Beispiele??) kann der Schnitt im Herbst von Vorteil sein, da im Frühjahr der Neuaustrieb stören würde oder unbeabsichtigt abgeschnitten würde.
Es wird benötigt:

Werkzeug und Zubehör: Bypass-Schere mit kurzen Klingen, Sammelgefäß für das Schnittgut.

Stauden. Gärtnerische Handwerkskunst

Im Durchschnitt führt eine Staudengärtnerei heute noch etwa 800 Sorten in ihrem Programm. Wir arbeiten mit einer Gärtnerei im bayerischen Schwaben zusammen, die mit einem Sortiment von etwa 3.000 Sorten eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der Sortenvielfalt spielt und deren Arbeit wir durch die Kooperation mit Manufactum weiter fördern wollen. Die von uns angebotenen Stauden werden größtenteils noch aus Mutterpflanzenquartieren vegetativ vermehrt und im Freiland gezogen. Wir haben drei Pakete geschnürt: mit je acht heimischen Stauden, von denen manche sogar mit essbaren Blüten aufwarten. Stauden