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Schön und winterhart. Waldreben

Waldreben

Zu den schönsten winterharten Kletterpflanzen Mitteleuropas zählt zweifellos die Gattung Clematis mit rund 250 Wildarten und einer Vielzahl Hybriden und Sorten. Allen gemein ist der Drang zu klettern, einige nur schwach, andere überspinnen ganze Büsche oder wachsen in die Kronen hoher Bäume hinein. Waldreben besiedeln am natürlichen Standort Waldränder und Heckengesellschaften. Nach der Blüte zieren sich die meisten mit hübschen, fedrigen Samenständen, die lange halten. Wir bieten robuste Wildarten an, die – im Gegensatz zu den bekannteren großblumigen Hybriden – selten von der gefürchteten Clematiswelke befallen werden, die über Nacht ganze Pflanzen zerstören kann.

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Clematis recta

Aufrechte Waldrebe Purpurea (Clematis recta)

Diese hübsche, dunkelrotlaubige Form der Aufrechten Waldrebe setzt mit ihrem dunklen Blätterkleid interessante Farbakzente im Stauden- oder Rosenbeet.

Zusätzlich ziert sie von Juni bis Anfang August mit unzähligen kleinen leuchtendweißen Blüten in dichten Büscheln und später mit den gattungs-
typischen fedrigen Samenständen. Die Pflanze ist sehr gesund und winterhart, anspruchslos, ausgesprochen langlebig und wächst in Sonne wie Halbschatten. Sie wird 0,8-1,3 m hoch.

Verwendung:

Diese nicht kletternde Waldrebe braucht eine Stütze oder eine geeignete Nachbarpflanze zum Anlehnen. Mit dem dunklen Laub ein sehr schöner Partner zu Strauchrosen, sehr reizvoll auch als „Zaungucker“. Auch für die Gefäßbepflanzung gut geeignet.

Schnitt:
Jährlich im November oder Dezember bis auf 20–50 cm über dem Erdboden zurückschneiden.

12,50 


Italienische Waldrebe (Clematis viticella)

Die Italienischen Waldreben zeichnen sich durch eine üppige Blütenfülle aus, gepaart mit Robustheit und guter Winterhärte. Einziger Anspruch ist ein vollsonniger Standort.

Italienische Waldrebe Alba Luxurians (Clematis viticella)

Diese hübsche Waldrebenzüchtung aus England zeigt einen üppigen, höchst ungewöhnlichen Flor von Juni bis September. Die vierblättrigen Blüten sind reinweiß mit frischgrünen Spitzen, zuweilen rosafarben überhaucht. Die dunklen Staubgefäße heben sich wirkungsvoll davon ab. Die pflegeleichte Pflanze wächst an jedem sonnigen Standort bis 3,5 m Höhe, ist robust und sehr winterhart.

Verwendung: Sehr schön in Kombination mit historischen Rosen, da sie an deren Blütezeit anschließt. Auch für die Pflanzung in Gefäße geeignet.
Schnitt: Jährlich im November oder Dezember kräftig zurückschneiden.

12,00 

Geschichtliches.

Die in Europa häufig wild anzutreffende Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) wurde schon Anfang des 13. Jahrhundert erstmals beschrieben. Die erste, als reine Gartenpflanze verwendete Art war die Italienische Waldrebe (Clematis viticella), die in England Mitte des 16. Jahrhunderts bekannt wurde. Ein Engländer war es auch, dem 1858 ein Meilenstein bei der Waldrebenzüchtung gelang: George Jackman (nach ihm ist die Clematis jackmannii benannt) kreuzte die schon bekannte Art viticella mit einer Einführung aus Ostasien, Clematis lanuginosa. Dies war der Startschuß für eine intensive Züchtungsarbeit zunächst in England, später auch in Frankreich, Deutschand und Schweden. Bereits 1872 verfaßte Jackman eines der ersten Clematisbücher, in dem schon mehr als 200 Arten und Sorten beschrieben wurden.
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Italienische Waldrebe Huldine (Clematis viticella)

Diese französische, bis 4,5 m hohe Sorte trägt von Juli bis September große, perlmuttweiße Blüten mit hellvioletter Rückseite und auffälligen grüngelben Staubgefäßen; sie ist gut kombinierbar mit fast allen Farben. Wie alle Viticellas ist sie sehr winterhart, robust und anspruchslos.

Verwendung: Schön in Kombination mit historischen Rosen, da sie an deren Blütezeit anschließt. Zum Beranken von Sträuchern und kleinen Bäumen und für die Gefäßbepflanzung geeignet.
Schnitt: Jährlich im November oder Dezember zurückschneiden.

12,00 

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Mandelwaldrebe Rubromarginata (Clematis triternata)

Diese 1883 in England gezüchtete Sorte zählt zu den besten Waldreben – und sie ist eine der wenigen duftenden. Von Juli bis September erscheinen unermüdlich kleine, weiße, violett besäumte Blüten, die einen köstlichen, weitstreichenden Marzipanduft verbreiten. Sie klettert bis in 3,5 m Höhe, ist von sehr guter Winterhärte und stellt keine Ansprüche an den Standort, einzig Dauerschatten sollte vermieden werden.

Verwendung: In Sitzplatznähe z.B. an eine Pergola pflanzen, um den intensiven Duft genießen zu können.
Schnitt: Jährlich im November oder Dezember kräftig zurückschneiden.

12,50 

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Ganzblättrige Waldreben (Clematis integrifolia)

Sie gehören zu den sogenannten Staudenwaldreben, die nicht verholzen und klettern, sondern kräftige Büsche bilden. Die oberirdischen Sprosse sterben im Herbst vollständig ab und erneuern sich im nächsten Frühjahr aus dem ausdauernden Wurzelstock. Die Ganzblättrige Waldrebe ist eine sehr alte Gartenpflanze mit langer Blütezeit; sie ist schon seit Jahrhunderten in Kultur und immer noch beliebter Kreuzungspartner für Neuzüchtungen.

Ganzblättrige Waldrebe Aljonushka (Clematis integrifolia)

Eine der schönsten Staudenwaldreben mit großen, glockigen, purpurvioletten Blüten von Juni bis in den September hinein. Sie ist ausgesprochen reich-blühend, gesund und sehr winterhart. Geeignet für jeden Standort, bevorzugt in der Sonne. Bis 1,8 m hoch.

Verwendung: Als Terrassenbepflanzung (in Gefäßen) oder als effektvolle Hintergrundbepflanzung im Staudenbeet. Ausgezeichneter Rosenpartner.
Schnitt: Jährlich im November oder Dezember kräftig zurückschneiden.

12,50 

Ganzblättrige Waldrebe Arabella (Clematis integrifolia)

’Arabella‘ blüht mit großen, weitgeöffneten, blauvioletten Blütensternen sehr ausdauernd von Juni bis September; sie ist von guter Winterhärte und für jeden Standort geeignet. Bis 1,8 m hoch.

Verwendung: Sehr gut für die Kübelbepflanzung geeignet und guter Partner für Strauchrosen. In Rabatten und Randbepflanzungen ist sie schöne Unterpflanzung von größeren Sträuchern.
Schnitt: Jährlich im November oder Dezember kräftig zurückschneiden.

12,00 

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Schnittempfehlung:


Waldreben blühen zu ganz unterschiedlichen Zeiten – im Frühjahr, Sommer oder Herbst –, und davon abhängig sind die jährlichen Schnittmaßnahmen durchzuführen. Man teilt sie daher in drei unterschiedliche, sogenannte Rückschnittgruppen ein; die von uns angebotenen Arten werden folgendermaßen zugeordnet:

Rückschnittgruppe 1: Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht notwendig. Um ein Vergreisen zu verhindern, können die Pflanzen im Sommer nach der Blüte ausgedünnt werden. Dies betrifft Clematis macropetala, montana, alpina und fauriei x sibirica.

Rückschnittgruppe 3: Im November oder Dezember wird jährlich kräftig zurückgeschnitten, auf etwa 30–40 cm über dem Boden. Dies betrifft Clematis integrifolia, viticella, triternata und texensis. (Zur Rückschnittgruppe 2 gehören die großblumigen Hybriden, die wir wegen ihrer Clematiswelke-Anfälligkeit nicht anbieten.)
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Alpenwaldreben (Clematis alpina)

Die Alpenwaldrebe ist trotz ihrer Zierlichkeit eine der robustesten Waldreben. Sie ist absolut frostfest und gedeiht auch an schattigen Plätzen gut. Sie eignet sich besonders gut für die Kombination mit Ramblerrosen, da beide nicht geschnitten werden müssen.

Sibirische Alpenwaldrebe Albina Plena (Clematis fauriei x sibirica)

Eine zierliche Waldrebe, die von Norwegen bis Sibirien verbreitet ist. Sie klettert bis 3 m hoch und ist, wie die Herkunft vermuten läßt, von sehr guter Winterhärte. ’Albina Plena‘ zeichnet sich durch ihre dichtgefüllten, eleganten reinweißen Blüten aus; am Stielansatz befindet sich ein kleiner roter Fleck. Sie blüht von Mai bis Juni und ein zweites Mal im August. Die Sorte wächst an jedem Standort und verträgt auch Schatten.

Verwendung: Sehr gut in Kombination mit Ramblerrosen, da beide nicht geschnitten werden müssen. Auch für kleinere und freistehende Spaliere.
Schnitt: Nicht notwendig.

12,50 

Botanisches.

Waldreben zeigen in vielen morphologischen Merkmalen starke Unterschiede. Die meisten klettern und bilden verholzende Pflanzen, einige bleiben aber auch krautig. Es gibt Arten, die staudenartig wachsen oder solche, die aufrechte Sträucher bilden und sogar einige einjährige Arten. Die Triebe erreichen Wuchshöhen von 1,5 bis 8 Metern; einige Arten klettern nur schwach, andere wachsen mehr als einen Meter pro Jahr, überspinnen ganze Büsche oder wachsen in die Kronen hoher Bäume hinein. Die Blüten wurden durch Züchtung stark verändert: Die Einkreuzung der Texaswaldrebe machte z. B. rote Farbtöne möglich, und die Umwandlung von Staubblättern zu kronblattähnlichen Blütenblättern erzeugt die Wirkung einer gefüllten Blüte – im Gegensatz zu den ursprünglichen, nur vierblättrigen Waldrebenblüten. Nach der Blüte zieren sich die meisten Arten mit fedrigen Samenständen.

Alpenwaldrebe Ruby (Clematis alpina)

Diese Sorte hat eine ungewöhnlich lange Blütezeit: Von April bis Juni und dann mit kurzen Unterbrechungen bis August trägt sie leuchtend purpurrosafarbene, wunderschön geformte Blütenglocken mit deutlich sichtbaren gelben Staubgefäßen. Sie wird etwa 2,5 m hoch und verträgt Frost, Trockenheit und Schatten.

Verwendung: Sehr gut in Kombination mit Ramblerrosen, auch für kleinere und freistehende Spaliere geeignet.
Schnitt: Nicht notwendig.

12,00 

Alpenwaldrebe Frances Rives (Clematis alpina)

Auch diese Alpenwaldrebe verbindet Robustheit mit Schönheit: ’Frances Rives‘ besticht mit außergewöhnlichen Blüten, die mit 5–6 cm Länge die größten dieser Art sind, in leuchtendem Hellblau mit weißer Mitte; Blütezeit von Mai bis Juni, mit gelegentlicher Nachblüte im August. Die Pflanze stellt keine besonderen Standortansprüche, ist sehr schatten-, frost- und trockenheitsverträglich und wird 2 bis 3 m hoch.

Verwendung: Sehr gut in Kombination mit Ramblerrosen, auch für kleinere und freistehende Spaliere geeignet.
Schnitt: Nicht notwendig.

12,00 

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Anemonenwaldreben (Clematis montana)

Mit keiner anderen Waldrebenart lassen sich so schnell Mauern, Fassaden und Pergolen verkleiden; sie ist ungeheuer wüchsig und benötigt einen ausreichend großen Platz zur Entfaltung.

Anemonenwaldrebe Wilsonii (Clematis montana)

Diese Sorte ist eine der wenigen duftenden Waldreben – und dabei sehr wüchsig; sie erreicht spielend Höhen von 8 m und mehr. Sie blüht lang, von Mai bis in den Juli, und ist dann über und über mit cremeweißen Blüten bedeckt, die einen süßen Schokoladenduft verströmen. Sie ist gut winterhart und stellt keine besonderen Standortansprüche.

Verwendung: Für die schnelle Begrünung von Fassaden und Pergolen.
Schnitt: Nicht notwendig.

12,50 

Gärtnerisches.

Vielfältig sind die Verwendungsmöglichkeiten für Waldreben im Garten. Die schwach kletternden und staudenartigen eignen sich als Kübelpflanze für Balkon und Terrasse ebenso wie für Rabatten und kleinere Gärten. Starke Kletterer wachsen an Spalier und Pergola oder über Hecken und in Bäume. Klassisch ist die Kombination mit Rosen, sehr empfehlenswert auch, unschöne Koniferenhecken mit Clematis „zu schmücken“. Der Hauptflor liegt im Juni und Juli, es gibt aber auch früher, später oder öfterblühende Sorten. Bekannt sind vor allem die Clematis-Hybriden mit ihren sehr großen, farbintensiven Blumen. Wir bieten aber ausschließlich die Wildarten an, da diese nur selten von der gefürchteten Clematiswelke, einer Pilzkrankheit, befallen werden. Die Pilze wachsen in den Leitungsbahnen und führen zum plötzlichen Absterben kompletter Pflanzen. Ein warmer Boden befördert die Krankheit; deshalb sollte der Wurzelbereich der Clematis immer beschattet sein.
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Anemonenwaldrebe Broughton Star (Clematis montana)

Ein ganz besonderes Blütenkleid zeigt diese Waldrebe im Mai und Juni: Die Blüten sind halb bis ganz gefüllt, wobei die Blütenblätter unterschiedlich geformt sind. Über den unteren Kranz recht breiter, hell- bis kräftig rosafarbener Blätter erheben sich schmalere, etwas aufrecht stehende in Rosarot, die ein Bündel zitronengelber Staubgefäße umschließen.

Anemonenwaldrebe Broughton Star (Clematis montana)

Das dunkelgrüne Laub ist im Austrieb purpurbraun bis bronzegrün. Sie erhielt 2002 den “Award of Garden Merit”, eine englische Auszeichnung, die nur solchen Pflanzen verliehen wird, die verschiedene Kriterien – Gesundheit, geringer Pflegeaufwand oder dekorativer Wert – besonders eindrucksvoll erfüllen.


Verwendung:
Mit 8 m Höhe eignet sie sich zur schnellen Begrünung größerer (Wand-)Flächen.
Schnitt: Nicht notwendig.

12,00 

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Anemonenwaldrebe Mayleen (Clematis montana)

Diese Sorte erreicht eine Höhe von bis zu 7 m und trägt eine Fülle großer, tiefrosafarbener Blüten im Mai und Juni, die einen intensiven Vanilleduft verströmen. Sehr hübsch ist auch der bronzefarbene Blattaustrieb. Sie ist gut winterhart und stellt keine besonderen Standortansprüche.

Verwendung: Für die schnelle Begrünung von Fassaden und Pergolen.
Schnitt: Nicht notwendig.

12,00 

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Texaswaldrebe Princess of Wales (Clematis texensis)

Die Texaswaldrebe wurde 1868 aus den USA eingeführt und war fortan sehr wichtig für die hiesige Züchtungsarbeit, brachte sie doch erstmalig kräftige Rottöne hervor. Die derzeit beste Sorte ist diese: Sie besticht mit großen, tulpenförmigen, aufrecht stehenden Blüten in leuchtendem Rosa; von außen sind die weiß besäumten Blütenblätter lachsrosa überzogen. Diese Waldrebe blüht von Juni bis Ende September; sie wird etwa 2,5 m hoch und ist gut winterhart.

Verwendung: Da diese Sorte einen sonnigen Standort benötigt, ist sie für Südlagen, z.B. in Kombination mit Rosen, bestens geeignet. Ebenfalls eignet sie sich gut für die Pflanzung in Gefäße.
Schnitt: Jährlich im November oder Dezember kräftig zurückschneiden.

12,00 

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Lieferung:


Die Waldreben werden im Topf (an einen Stab aufgebunden) geliefert. Sollten Sie nicht gleich pflanzen können, nehmen Sie die Waldreben aus dem Karton und stellen sie (mit Topf) an einer eher schattigen Stelle im Garten auf. Gießen Sie die Pflanzen leicht und überprüfen Sie regelmäßig, ob nachgegossen werden muß. Jeder Lieferung liegt eine ausführliche Pflanz- und Pflegeanleitung bei.

Die Pflanzanleitung für Waldreben können Sie sich hier auch als pdf PDF-Dokument herunterladen.

Waldreben pflanzen

Waldreben pflanzen

Waldreben (Clematis) zählen sicher zu den schönsten heimischen Kletterpflanzen. Manche sind von staudigem Wuchs und klettern nur schwach, manche wachsen bis in die Kronen hoher Bäume hinein. Sie können entweder im Herbst von September bis November oder im Frühjahr von März bis Anfang Mai gepflanzt werden. Ein bis zwei Wochen vor dem geplanten Pflanztermin den Boden vorbereiten, damit sich der gelockerte Boden bis dahin wieder gesetzt hat und somit ein späteres Einsinken der Pflanze verhindert wird.
Waldreben pflanzen