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Untersetzer Messingguß


Bestellnummer:  28797

Preis:  98,00 €

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Verfügbarkeit
vorrätig, Lieferung in 2-3 Tagen

Produktinformation

Aus Messing gegossen (Materialstärke 7 mm). Drei Kunststoffnoppen als Füßchen. Höhe 1,5 cm, Ø 17,5 cm. Gewicht 490 g.

Allgemeine Informationen

Materialmündigkeit

Dieser Leitsatz erklärt auch Oji Matamoris Faszination für Messing. „Lebendig“ und auf eine beeindruckende Weise präsent ist hier schon allein die Wucht des Materials. Wer einen Klebebandabroller wie den Oji Matamoris auf dem Schreibtisch hat, der teilt diesen Schreibtisch mit dem Objekt; gleiches gilt für Stiftköcher, Schalen und Buchstütze. Und wer eine Teekanne auf den mit 17,5 cm Durchmesser (und fast einem halben Kilo Gewicht) durchaus ausladend zu nennenden Untersetzer stellt, tut dies nicht allein, um seinen Schreibtisch zu schützen, sondern ausdrücklich auch, um ihn zu schmücken und sich des Anblicks zu erfreuen. Lebendig sind die Objekte darüber hinaus aber auch, weil das unlackierte, nur an wenigen Stellen hochglanzpolierte Messing im Laufe der Zeit dunkler wird und eine ansehnliche Patina annimmt.

Kunsthandwerk. Handwerkskunst. Aus sich selbst heraus lebendig.

Das Faszinosum dieser „Objekte“ entsteht aus ihnen selbst heraus. Man mag sie Kunsthandwerk, man mag sie Handwerkskunst nennen – auf jeden Fall wirken sie wie Monumente aus einer Zeit, als Funktionsgegenstände nur mit großem Material- und Arbeitsaufwand zu erstellen waren. Dabei stammen sie aus der Entwurfswerkstatt des zeitgenössischen Architekten und Gestalters Oji Matamori, der in der Nähe von Tokio lebt und arbeitet. Sein Leitsatz: Funktion und Ästhetik sind keine Summe. Die Dinge müssen sich sowohl über ihre Funktionstüchtigkeit als auch über ihr Objekt-Sein der Welt stellen (und sich in ihr bewähren), sie müssen „aus sich selbst heraus lebendig sein“.

Werkzeug und „Ding an sich“: Schreibtischutensilien aus Messing.

Es gibt Dinge, derer man ansichtig wird und bei denen man auf den ersten Blick erkennt: Sie sind aus eigenem Recht in der Welt. So erging es uns mit diesen Schreibtischutensilien aus massivem, im Sandgußverfahren gefertigtem Messing. Sie stammen aus Japan, und so könnte man versuchen, sie aus etlichen Argumentationssträngen heraus zu „rechtfertigen“ – indem man etwa die Bedeutung des Messinggusses in der Ausstattung buddhistischer Tempel betont, von der jahrhundertealten Tradition und unerreichten Ausdruckskraft japanischen Kunsthandwerks erzählt, indem man die spürbare Präsenz japanischen Formgefühls erläutert oder auf die skulpturale Wucht hinweist, die sie sichtbar und vor allem mit ihrem Gewicht zeigen. Nur eben: Nötig haben sie das alles nicht.

Formenspiel.

Der Untersetzer lebt in seiner schlichten Gestalt von den unterschiedlich bearbeiteten Messingoberflächen, die man sehen und fühlen kann, nimmt man ihn einmal in die Hand: Die roh belassene Gußhaut bildet hier einen spannenden Kontrast zu glattgeschliffenen Flächen.

Kunsthandwerk? Handwerkskunst.

Ein altes handwerkliches Verfahren ist es hier, das stets eine neue Form hervorbringt. Im Sandgußverfahren wird das Messing gegossen zu einem sternförmigen Gebilde, das alles sein kann – Handschmeichler, Skulptur, pures Material – und doch eigentlich nicht mehr als ein Topfuntersetzer ist, von dem der Künstler, der ihn geschaffen hat, auch verlangt, daß man ihn als solchen benutzt. Der gelernte Architekt und Gestalter Oji Masanori lebt und schafft in der Nähe von Tokyo, seine Arbeiten folgen einem Leitsatz: Dinge zu formen, die aus sich heraus lebendig sind (und es nicht erst dadurch werden, daß man sie gebraucht, interpretieren wir weiter).
Zum Vorbild dienen Masanori die jahrhundertealten Traditionen japanischer Handwerkskunst.