Eigenständig, klar, kompromißlos. Die Dornblüth-Uhr
Uhren selbst zu gestalten, zu konstruieren und mit den eigenen Händen zu bauen: Viele Uhrmacher tun dies bei ihrem Meisterstück – und danach nie wieder. Einer, der auch später nicht davon ablassen wollte, war Dieter Dornblüth. Dornblüth, damals noch junger Uhrmachermeister, kam Ende der 1950er Jahre bei der Reparatur einer Taschenuhr auf die Idee, selbst ein besonders stabiles Werk für eine Armbanduhr zu entwickeln. Er fertigte erste Entwürfe und ein paar Teile – und dabei blieb es zunächst. Dornblüth übernahm ein alteingesessenes Uhrenfachgeschäft im 3.000-Einwohner-Städtchen Kalbe an der Milde und mußte sich von da ab ganz dem Tagesgeschäft widmen, der Reparatur und dem Verkauf von Uhren. 1999, vierzig Jahre später, schenkte sein Sohn Dirk, ebenfalls Uhrmachermeister, ihm eine selbstentworfene Armbanduhr zum 60. Geburtstag.
Grund genug für den Vater, seinem Sohn von den alten Plänen zu erzählen, worauf beide beschlossen, einen entsprechenden Versuch zu wagen. Seither haben Vater und Sohn mit Willen, Tatkraft und der Hilfe von vier Mitarbeitern eine kleine Manufaktur aufgebaut, die mittlerweile weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist. Bei ihrem ganzen Wirken steht die ehrbare Kunst des Uhrmacherhandwerks im Vordergrund – nicht zuletzt sichtbar an den alten Präzisionsmaschinen, die sie überall zusammengetragen haben und die eindrucksvoll in Erinnerung rufen, daß sich Uhren höchster Fertigungsqualität auch heute noch ohne aufwendige Computertechnik und CNC-Maschinen manufakturartig bauen lassen.
Nahezu jedes Teil einer Dornblüth-Uhr wird im eigenen Betrieb nachgearbeitet oder gar, wie Unruhkloben, 3/4-Platine, Sperrfeder und -klinke sowie die Schwanenhalsfeder, komplett selbst hergestellt.
Dies beginnt beim Herzen der Uhr, dem Werk. In unserem Modell finden Bauteile des bewährten Taschenuhrkalibers ETA 6498 Verwendung, das in den 1950er Jahren von Unitas entwickelt wurde und bis heute mit Handaufzug und kleiner Sekunde produziert wird. Es kommt im Rohzustand ins Haus und wird dort komplett zerlegt und überarbeitet. Platinen und Brücken werden neu gefertigt, rotvergoldet und mit verschraubten Goldchatons versehen. Die Grundplatine und die Ankerbrücke erhalten einen Perlschliff, die Aufzugräder einen doppelten Sonnenschliff die 3/4-Platine einen Genfer Streifenschliff.
Firmensignet und die individuelle Nummer der Uhr werden eingraviert und gelbvergoldet. Die als Rohlinge gelieferten Zeiger werden – ebenso wie die Schrauben – im Haus poliert und gebläut.
Die Gehäuse stammen aus einem edelstahlverarbeitenden Betrieb der Region, den Dornblüth überzeugen konnte, seine Fähigkeiten in der Metallbearbeitung und seine Fertigungspräzision für Uhrengehäuse zu nutzen. Sie werden bei Dornblüth geschliffen, satiniert und poliert. Das Zifferblatt aus massivem Silber kommt von einem Betrieb aus Lörrach. Seine Oberfläche wird dort glasperlengestrahlt und feinversilbert, bevor im Tamponverfahren der Zifferblattaufdruck aufgebracht und das bedruckte Zifferblatt zaponiert wird.
Es ist neben Saphirglasdeckel und -boden sowie der Aufzugskrone mit Firmensignet das einzige Teil, das unverändert im zugelieferten Zustand eingebaut wird. Jede Dornblüth-Uhr wird, bevor sie das Haus verläßt, auf Herz und Nieren geprüft, hinsichtlich der Gang-
genauigkeit getestet und gegebenenfalls nach-
reguliert. Sie erhalten die Uhr in einem Kästchen aus poliertem, heimischem Ulmenholz und -wurzelholz, das unweit Kalbe gefertigt wird und – wenn man die Uhr nicht am Handgelenk trägt – eine Nutzung als Tischuhr erlaubt.
Unserer Ausführung liegt nicht nur ein Zeugnis über diese Prüfung bei, sondern auch ein Protokoll der Meßergebnisse. Ein kleiner Wermutstropfen: Pro Monat verlassen nur 10–15 Uhren den Betrieb, bei stetig steigender Nachfrage.
» Dornblüth 99.0 2.900,00 Euro
Die Mühle Sport. In ihrer ursprünglichen Form.
Die Sport Automatik von Mühle ist nur noch bei uns in ihrer alten Form erhältlich: mit der Datumsanzeige auf der 3. Das satinerte Edelstahl-
gehäuse ist mit einem auf Hochglanz polierten Gehäuseboden versehen. Er verfügt über ein Vollgewinde, das ebenso wie die verschraubbare Krone eine Druckfestigkeit bis 10 bar gewährleistet. Das bombierte Saphirglas schließt bündig mit der Lünette ab.
Obwohl es nicht entspiegelt ist, zeigt es aufgrund des mattschwarzen Zifferblatts keine störenden Reflexionen. Die rautenförmigen Losange-Zeiger aus poliertem Stahl sind wie die Ziffern großzügig mit grünlicher Leuchtmasse versehen – selbst die zentrale Sekunde ist noch mit einem nachleuchtenden Punkt ausgestattet. Das Uhrwerk, das bewährte ETA-Automatikkaliber 2824-2 wird von Mühle modifiziert und vor dem Einschalen in fünf Lagen feinjustiert, was die Gangwerte der Uhr spürbar verbessert.
ETA-Automatikwerk 2824-2 (mit 25 Steinen). Werkhöhe 4,6 mm, 25,6 mm Ø, 28.800 Halbschwingungen. Datumsanzeige. Uhrglas kratzfestes Saphirglas. Gehäuse aus satiniertem Edelstahl; Gehäusehöhe 10,9 mm, 37,6 mm Ø. Druckfestigkeit bis 10 bar gewährleistet. Schwarzes Rindlederarmband, Breite 18 mm.
» Mühle Sport Herrenuhr 695,00 Euro
Die Mühle Sport. Für Damen.
Das Damenmodell der Mühle Sport kommt mit einem kleiner dimen- sionierten Gehäuse als das Herrenmodell, das Uhrwerk – das bewährte ETA-Automatikwerk 2824-2 – ist jedoch das gleiche. Die Datumsanzeige liegt auf der 3. Die Ziffern, Stundenpunkte, Stunden- und Minutenzeiger leuchten grünlich nach, und auch die Zentral- sekunde ist mit einem nachleuchtenden Punkt ausgestattet. Die Krone ist verschraubbar. In dieser Ausführung bekommen Sie die Uhr nur bei uns.
ETA-Automatikwerk 2824-2 (mit 25 Steinen). Werkhöhe 4,6 mm, 25,6 mm Ø, 28.800 Halbschwingungen. Datumsanzeige. Uhrglas kratz- festes Saphirglas. Gehäuse aus satiniertem Edelstahl; Gehäusehöhe 10,9 mm, 32,4 mm Ø. Druckfest bis 10 bar. Rindlederarmband, Breite 16 mm.
» Mühle Sport Damenuhr 725,00 Euro
Sinn Damenuhr 243 Titan. Leichtes Meisterwerk.
Bei dieser Damenuhr, in deren Innerem ein ETA-Automatikwerk schlägt, steht das Material im Vordergrund. Das Gehäuse aus Titan Grade 5, also aus Titan, dem Aluminium und Vanadium zulegiert werden, zeichnet sich durch große Härte aus und läßt sich bei gleicher Stabilität in geringerer Materialstärke als reines Titan verarbeiten, was der leichten Uhr einen großen Tragekomfort verleiht. Die Titanoberfläche ist nicht gebürstet, sondern aufwendig handpoliert.
ETA-Automatikwerk 2671 (25 Steine, 28.800 Halbschwingungen, Nivarox-Spiralfeder und Glucydur-Unruh). Datumsanzeige. Zifferblatt mit Sonnenschliff, galvanisch geschwärzt, Indexierung und Zeiger mit lang nachleuchtender Spezialfarbe belegt. Deckglas beidseitig entspiegeltes, kratzfestes Saphirglas, Gehäuse aus poliertem Titan Grade 5; Gehäusehöhe 9 mm, Länge 29,4 mm, Breite 22,4 mm. Druckfest bis 10 bar und unterdrucksicher für große Flughöhen. Feingliederarmband aus poliertem Titan mit Doppelfaltschließe, Breite 14 mm.
» Sinn Damenuhr 243 Titan 1.650,00 Euro
Für Damen. Die kleine Tangente.
Bei Nomos baut man Uhren weder extrem klein noch sehr groß. Sie wachsen nur, wenn die Technik es erfordert – beispielsweise aufgrund eines größeren Werks. Da man den Werken die Gehäuse jedoch stets etwas locker auf den Leib schneidert, bot die Tangente die Möglichkeit, auch eine etwas kleinere Version zu bauen – womit die Manufaktur einem häufig an sie herangetragenen Wunsch entsprach.
Mit der kleineren Tangente 33 schloß man so eine Lücke im Sortiment – und schuf eine gute Damenarmbanduhr, die die erprobten Proportionen der Tangente wahrt und gleichzeitig klar und schlicht bleibt. Wie das Herrenmodell kommt sie mit einem galvanisierten, weiß versilberten Zifferblatt und temperaturgebläuten Zeigern.
Das wasserabweisende Armband ist aus Veloursleder gefertigt, das von Kälbern aus den deutschen Alpen stammt.
Handaufzugwerk Nomos a (ohne Datumsanzeige), 17 Steine, 43 Stunden Gangreserve. Zifferblatt galvanisiert, weiß versilbert, Zeiger temperaturgebläuter Stahl. Saphirglasabdeckung und Stahlboden. Gehäuse Edelstahl poliert. Gehäusehöhe 6,8 mm, Ø 33 mm. Druckfest bis 3 bar. Graues Kalbvelours-Lederarmband, Breite 17 mm. Gewicht mit Armband 32 g.
» Nomos Tangente 33 Stahlboden Damenuhr 1.000,00 Euro
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