Bundhose in knöchelbedeckender Länge.
Sämtliche Knöpfe Echthorn. Metallschließen.
Sechs Gürtelschlaufen (für Gürtel bis 5 cm Breite), Hosenträgerknöpfe.
Vorgekrumpft, wenn überhaupt, läuft
die Hose beim ersten Waschen nur
noch geringfügig ein.
100% Baumwolle, kbA (Gewebegewicht
600 g/qm). 23 Rippen pro cm.
Bundfutter und Taschenbeutel aus
100% Baumwolle in Fischgratbindung.
Fußweite bei Größe 50 = 36 cm.
Geräumige Kordhose. Dreidraht geländegängig.
Vorbild für diese Herrenhose war ein
schwedisches Militärmodell aus dem
letzten Jahrhundert. Die sprichwörtliche
Unverwüstlichkeit verdankt sie
dem robusten Kordstoff: auch hier ist
es ein Dreidraht-Kord, der seine hohe
Belastbarkeit dem dreifach gezwirnten
Kettgarn verdankt, das zu seiner Herstellung
eingesetzt wird.
Ganz augenscheinlich: ein Kleidungsstück für draußen.
Ein oberhalb des Knies sehr geräumiges
Beinkleid, das nach unten verjüngt
wurde, um so „geländegängig“ zu sein:
ob zu Wander- oder Arbeitsschuhen
oder sogar zu Stiefeln. Die Bündchen
am Saumabschluß können in der Weite
reguliert werden. Der Bequemlichkeit
förderlich ist zum einen der angeschnittene
Bund, der mit einer Bundfalte verarbeitet
ist; man kann die Hose mit
einem Gürtel tragen, ebenso vorgesehen
sind zum anderen Hosenträgerknöpfe
am Innenbund vorne und an
den Verlängerungen hinten. Nicht im
Einsatz, werden sie nach innen in die
dafür vorgesehenen Schlaufen eingeschlagen,
wo sie den guten Sitz der
Hose nicht stören.
Große aufgesetzte Pattentaschen mit
verdeckten Knopfschlaufen, eine auf
jedem Hosenbein, bringen viel Stauraum.
Vorn zwei paspelierte Eingrifftaschen,
auf der Hinterhose zwei geknöpfte
Paspeltaschen.
Der Schlitz
ist mit Knöpfen und breitem Untertritt
gearbeitet.
Dreidraht: der Kord der Zimmerleute. Hier im Original: 100% Baumwolle und 600 g/qm.
Ein echter Dreidrahtkord unterscheidet
sich von seinen Namensvettern aus
Manchester dadurch, daß in der Kette
nicht nur ein Zwirn, sondern sogar ein
dreifach gezwirntes Baumwollgarn
(Stärke Nm 50/3) eingesetzt wird. Darüber
hinaus wird mit einer unglaublich
hohen Schußdichte von 80–100 Schuß
pro cm gearbeitet (normaler Breitkord
hat 35–38 Fäden, hochwertiger Breitkord
48 Fäden, unserer schon 55). Der
„enorme“ Stoff wird noch gewebt, für
die Zunftkleidung der Zimmerleute zum
Beispiel. Dieser hier ist authentisch:
Er ist aus 100% Baumwolle (ohne die
übliche Beimischung von Polyestergarnen),
und er hat ein Gewebegewicht
von 600 g/qm (üblich: um 450 g/qm).
Ein scheuerfester und völlig unverwüstlicher
Stoff also, der für uns bei Höhne
und Mischke in Westfalen zu einer klassischen
Herrenhose konfektioniert wird.
Kord. Kleine Materialkunde.
Beim Kord bindet ein dritter Faden als
„Polschuß“ in das wie üblich aus Kett- und
Schußfäden gebildete Grundgewebe
ein und bildet darüber eine Poloder
Florschicht, die entweder nur aufgerauht
(Rauhsamte) oder geschnitten
wird: Es ergibt sich das typische Bild
des Kords mit vertikalen Rippen, dessen
Qualität sich danach bemißt, wie
fest der Florfaden in das Grundgewebe
eingebunden ist, nach der Höhe
des Flors und nach Zahl und Feinheit
der Rippen, die mit Rundmessern in
das fertige Dreifadengewebe geschnitten
werden.