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Sortenvielfalt erhalten. Der Boomgarden-Park

Der Boomgarden Park

Seit bald 30 Jahren sammeln der Pomologe und Obstbauer Eckart Brandt und seine Mitstreiter im Alten Land Obstsorten. Nicht auf das Ernten der Früchte kommt es ihnen dabei hauptsächlich an. Die alten regionalen und lokalen Sorten sind es vor allem, die ihnen am Herzen liegen und deren Bäume die Obstbauern mit großem Engagement kultivieren, pflegen und vermehren. Sie hegen, was zusehends verloren scheint: das kulturelle Erbe einer ganzen Region, wo der Obstbau seit Jahrhunderten verwurzelt ist, und eine Fülle von Sorten, Formen, Farben, von Duft, Aroma und Geschmack in Äpfeln, Birnen oder Kirschen. Denn das ist auch, ganz handfest, ein Anliegen der "Baumgärtner" um Brandt:

Mit dem Anbau der alten, mancherorts lange verschollen geglaubten Sorten eine genetische Vielfalt zu erhalten, die von heute marktgängigem Obst, das auf Transport- und Lagerfähigkeit oder Gleichförmigkeit der Früchte getrimmt ist, längst überrollt wird.


Baumpatenschaften zu vergeben.

In dem kleinen Örtchen Helmste, in der Gegend bei Stade, hat Eckart Brandts Boomgarden-Park einen festen Platz gefunden. Vier Hektar Fläche stehen dort seit Herbst letzten Jahres zur Verfügung, um mit etwa 500 Bäumen – allesamt Hoch- und Halbstämme – Äpfel, Birnen, Pflaumen und, im Alten Land selbstverständlich, Süßkirschen zu erhalten. Und allesamt Sorten (derzeit 240), für die der konventionelle Obstbau mit seinen intensiv bewirtschafteten Niedrigstamm-Monokulturen keinen Sinn mehr hat.

Wir halten dieses Projekt für so unterstützenswert, daß wir den Aufruf, eine Baumpatenschaft zu übernehmen, gerne weitertragen. 150 Euro sind aufzubringen, um für einen Zeitraum von zehn Jahren die fachgerechte Versorgung und Pflege nur eines Baumes sicherzustellen. Wenn Sie das interessant finden: der Boomgarden-Park ist auch im Internet – unter www.boomgarden.de erfahren Sie Näheres.

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Alte und neue Apfelsorten

Apfelsorten in der Übersicht.

325 Apfelsorten stellt diese umfassende Sammlung vor: altbewährte wie neue Sorten oder auch lokal vorkommende Spezialitäten. Zu jeder findet sich ein Bild, das die Frucht oder den Baum zeigt.

Alte und neue Apfelsorten

Die beschreibenden Texte enthalten ausführliche Angaben zur Herkunft der Sorte, den Fruchtmerkmalen und Verwertungsmöglichkeiten, zu Ertrag und Reifezeit, Wuchsform des Baumes, seinen Standortansprüchen und eventuellen Anfälligkeiten.

Der Autor war selbst Leiter eines Lehr- und Versuchsbetriebs im Obstbau und bringt all sein Wissen in die Sammlung ein. Für den eigenen Garten interessant sind seine Ausführungen zu Anbau und Pflege von Apfelbäumen.


Franz Mühl: Alte und neue Apfelsorten 360 Seiten mit 303 Farbabbildungen und 4 Bildern in Schwarzweiß. 20,5 x 21,5 cm, gebunden. Obst- und Gartenbauverlag, 7. Auflage 2011.