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Sonnenleder Schlüsseletui rotgegerbt

Sonnenleder


Bestellnummer:  84569

Preis:  54,00 €

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zzgl. Versandkosten

Verfügbarkeit
vorrätig, Lieferung in 2-3 Tagen

Produktinformation

Rindleder, vegetabil gegerbt (Lederstärke 1,5 mm). Reißverschlüsse und Schlüsselringe aus Metall.
B 12,5 x H 8,5 x T 1,5 cm. Gewicht 60 g.

Allgemeine Informationen

Mit separatem Geldfach.

Bei diesem großen, praktischen Schlüsseletui ist der Reißverschluß an beiden Seiten ein Stück um die Ecken geführt. Die Schlüsselringe (2,7 cm Ø) sind jeweils an einem Lederbändchen befestigt. An der Vorderseite ein separates Geldfach mit Reißverschluß. Ohne sichtbare Nähte an den Außenkanten.

Leder aus der Grube. Rotgegerbt.

Von Sonnenleder aus Bodman-Ludwigshafen am Bodensee. Das akribisch arbeitende Unternehmen pflegt traditionelle Verfahren bei der Lederherstellung und steht für eine konsequent zweckmäßige, pure Gestaltung. Häute süddeutscher Rinder werden nach einem traditionellen Verfahren vegetabil gegerbt und anschließend luftgetrocknet. Die Gerbstoffe enthalten vor allem Sude aus Rinden, Wurzeln und Früchten. In 12 Gruben mit leicht ansteigend konzentrierten Gerbbrühen wandeln sie die Eiweißfasern der Rinderhäute über 6–12 Wochen in Lederfasern um. Nach der Gerbung werden die Häute luftgetrocknet und in einem Schmierfaß nach einem gut gehüteten Rezept gefettet. Ungefärbt besitzt das fertige Leder einen charakteristischen, leicht hellbraun-rötlichen Farbton (daher auch die Bezeichnung „rotgegerbt“), der bei jeder Partie anders ausfällt. Gebrauch, Sonne und Regen verändern den Farbton, und mit der Zeit bildet sich ein natürlicher Schutz, die Patina, die dem Leder ein unverwechselbares Erscheinungsbild gibt. Auch das schwarze, im Faß durchgefärbte Leder erhält im Gebrauch eine glänzende Patina.

Die Leder. Überlegen im Gebrauch. Optisch wie haptisch überzeugend.

Funktionale Aspekte bestimmen neben der Haptik und Optik die Auswahl der Leder für Gürtel, Taschen und Kleinlederwaren. Dabei finden unvergleichlich festes und widerstandsfähiges Ochsenleder, klassisches, hochwertiges Rindleder, äußerst feinporiges Kalbleder, gleichermaßen robustes wie weiches Elchleder und ewig haltbares, dabei jedoch sehr feines und glänzendes Pferdeleder Verwendung; ebenso das weiche Leder von Ziege und Hirsch.

Gerbverfahren.

Die Gerbung ist der Prozeß, in dem Tierhaut ihre Beständigkeit gegen Wasser und Fäulnis erhält. Eiweißfaser wird dabei in Lederfaser umgewandelt – ein Prozeß übrigens, der synthetisch nicht nachgebildet werden kann. Neben der Beschaffenheit der Rohware entscheidet die Art der Gerbung über die Qualität und die Eigenschaften des ledernen Endprodukts: Festigkeit, Dehnbarkeit, Wasserverträglichkeit, und auch die Eigenschaften der Oberfläche wie Härte oder Geschmeidigkeit werden maßgeblich vom Gerbverfahren bestimmt. Die traditionellen Gerbverfahren sind uralt; sie lassen sich nach den bestimmenden Gerbstoffen in drei Gruppen teilen:

Die Loh- oder Rotgerbung erfolgt mit pflanzlichen Stoffen (Extrakten aus Rinden, Hölzern, Blättern und Früchten) und wird bei schweren Rinderhäuten angewandt. „Lohgare“ führt zu einem sehr festen, langlebigen und robusten Leder, das durch Gebrauch seine Patina erhält.

Die Sämischgerbung arbeitet mit Fett und Tranen und wird vor allem auf Hirsch-, Reh-, Schaf- und Ziegenhäute angewandt. Sämischgares Leder ist ungemein weich, von fast wollartiger Beschaffenheit und kann ohne Schaden vielfach gewaschen werden.

Bei der Alaun- oder Weißgerbung, einer mineralischen Gerbung, wird Alaunstein verwendet; sie wird vor allem bei Kleintierfellen angewandt und führt zu einem hellen Leder von großer Weichheit.

Die Chromgerbung, ebenfalls mineralisch, ist dagegen jüngeren Datums. Sie wurde im 19. Jahrhundert eingeführt, arbeitet mit Chrom- und anderen mineralischen Salzen und hat den Vorteil sehr kurzer Gerbzeiten. Das Ergebnis ist ein leicht zu verarbeitendes, sehr geschmeidiges, weiches, tuchartiges Leder, wie es heute beliebt ist.

Dies alles wäre noch übersichtlich, wenn es dazwischen nicht eine ganze Reihe modernisierter und kombinierter Varianten der Loh-, Sämisch- und Alaungerbung gäbe, bei denen die Gerbzeiten durch mechanische und chemische Mittel deutlich verkürzt werden.
Wir folgen bei unseren Lederwaren folgender Terminologie:
– mineralisch gegerbtes Leder nennen wir chromgegerbt.

Mit pflanzlichen Gerbstoffen hergestellte Leder werden allgemein als vegetabil gegerbt bezeichnet. Sie entstehen in Faßgerbung, Grubengerbung oder Altgrubengerbung, die – in dieser Reihenfolge – mit steigendem Zeitaufwand immer festere und zähere Leder hervorbringen. Wir nennen:
– pflanzlich im rotierenden Gerbfaß gegerbte und daher relativ weiche Leder mit vergleichsweise kurzer Gerbzeit vegetabil gegerbt;
– das in der besonderen Form der vegetabilen Gerbung im sogenannten Farbengang (einem System von 6 bis 12 mit Lohbrühe gefüllten Gruben) gegerbte Leder grubengegerbt;
– und das wirklich in vielen Monaten in der Grube lohgegerbte Leder altgrubengegerbt.

Für unser Lederwarensortiment verwenden wir (mit wenigen Ausnahmen) vegetabil gegerbtes, grubengegerbtes und (in einem Fall) sämischgares Leder. Es stammt zum größten Teil aus deutschen Gerbereien. Hier, im Heimatland der weltweit in hohem Ruf stehenden Gerberschule Reutlingen, behalten noch einige Gerber die traditionellen, langwierigen Gerbverfahren bei und besetzen damit eine kleine Marktnische.
Viele unserer Taschen und Kleinlederwaren sind Eigenentwicklungen. Gemeinsam ist allen Produkten die Auswahl robuster Leder und der Rückgriff auf sattlertypische, auf Haltbarkeit zielende Techniken.

Allgemeine Informationen

Die Bewertung unserer Kunden – (2)

  • MMMM 04.12.2012 anonym

    6 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    Erfüllt seine Funktion...

    ...und sieht gut aus. Die Sonnenleder-Produkte haben in der Regel schon bei Kauf eine sehr schöne Patina, die sich mit der Zeit noch verstärkt. Sieht dann eben nicht mehr wie "frisch gekauft" aus, d.h., man sieht schon auch Regentropfen darauf, ähnlich den Schultaschen aus Rohleder früher. Wen das nicht stört und es im Gegenteil schätzt, dass das Produkt mit der Zeit an Individualität gewinnt, hat hier ein wirklich gutes Schlüsseletui. Es ist so voluminös, dass auch dicke Autoschlüssel reinpassen, hat aber natürlich dadurch auch ein gewisses Gewicht. Schön wäre, wenn Manufactum auch noch die anderen, kleineren Schlüsseltäschchen aus dem Sonnenleder-Sortiment anbieten würde (die gibt es nämlich...).

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  • MMMM 10.09.2010 anonym

    7 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    gutes Schlüsseletui

    Das Sonnenleder Schlüsseletui habe ich nun ca. 2 Jahre in Gebrauch und es hält was der Händler verspricht. Die beiden Reißverschlüsse sind funktionstüchtig und reißen nicht aus. Lediglich der Schiebergriff weist deutliche Gebrauchsspuren auf. Insgesamt erhält das Etui eine glänzende Patina wie beschrieben, ob's gefällt oder nicht. Preis-Leistungsverhältnis ist gerade noch gerechtfertigt.

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