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Sommerblühende Ziersträucher zurückschneiden

Sommerbluehende Zierstraeucher zurueckschneiden

Für ein gesundes, kompaktes Wachstum, eine weitere reiche Blütenfülle noch in dieser Saison sowie die Bildung neuer Blütenanlagen für die nächste sind jetzt bei vielen sommerblühenden Ziersträuchern verschiedene Schnittmaßnahmen notwendig.

Sommerflieder (Buddleja)

Sommerbühende Ziersträucher zurückschneiden
  • Sommer- oder Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii) blüht am einjährigen Holz; die Pflanze wurde schon im Spätwinter oder dem frühen Frühjahr tief zurückgeschnitten. Jetzt im Sommer nur die verblühten Rispen entfernen, um eine zweite Blüte anzuregen.
  • Die Hänge-Buddleie (Buddleja alternifolia) blüht dagegen am zweijährigen Holz. Jetzt alle abgeblühten Seitenzweige entfernen, damit sich noch neue Triebe mit Blütenknospen bilden können – für eine Blüte im nächsten Jahr.

Rose (Rosa)

Rosen ausputzen
  • Regelmäßig Verblühtes entfernen, um die Bildung weiterer Blüten anzuregen.
  • Bei den einmalblühenden Sorten zu lange, abgeblühte Zweige einkürzen, bevor sie durch starke Herbstwinde abbrechen und damit der Habitus des Strauchs beeinträchtigt würde.

Lavendel (Lavandula)

  • Nach der Blüte um gut ein Drittel bis die Hälfte zurücknehmen, das heißt, alle verblühten Stiele und die obersten Triebspitzen abschneiden. Bis zum Beginn des Winters bilden sich dann zahlreiche neue Triebe, die im nächsten Jahr blühen. Zudem bleibt der Wuchs des Zwergstrauchs kompakt, und er kann in die gewünschte Form (als Kugel oder niedrige Hecke) geschnitten werden. Bei größeren Pflanzen eignet sich eine kleine Heckenschere oder eine Formschnittschere (Bypass-Schere mit langen Klingen) gut.
  • Der genaue Schnittzeitpunkt ist abhängig von der Blütezeit; Lavandula angustifolia blüht zum Beispiel deutlich früher als Lavandula intermedia. Dann schneiden, wenn die Blütenstände abgeblüht, die Samen aber noch nicht reif sind. Dieser Schnittermin verhindert dann gleichzeitig die (oft nicht erwünschte) Selbstaussaat.
  • Lavendel wird zweimal im Jahr geschnitten: Neben dem jetzt anstehenden Sommerschnitt erfolgte schon im späten Frühjahr der wichtige Verjüngungsschnitt.
Lavendel zurüückschneiden im Sommer

Fingerkraut (Potentilla) und Zwergspiere (Spiraea japonica)

  • Nach der Blüte mit der Heckenschere etwa um ein Drittel einkürzen. Dabei alles Verblühte und die Triebspitzen abschneiden.

Blauregen (Wisteria)

  • Die im Laufe des Frühsommers gebildeten, kräftigen und sehr langen Seitentriebe auf drei bis vier Blätter einkürzen. Dieser Rückschnitt drosselt das (vegetative) Wachstum, und die Pflanze geht dazu über, die Kraft in die Anlage neuer Blütenknospen zu legen.
  • Wenn ein solch starker Rückschnitt aus optischen Gründen zu radikal ist, jetzt die Triebe auf etwa 40 cm einkürzen und erst im kommenden Februar oder März auf drei bis vier Knospen zurücknehmen.

Es wird benötigt:

Werkzeug: scharfes, sauberes Schneidwerkzeug (je nach Größe der Pflanze und Dicke der Äste: Amboß- oder Bypass-Scheren mit kurzen oder langen Griffen bzw. Blättern; eher kleine Säge, die auch in dicht gewachsene Pflanzen geführt werden kann).
Zubehör: gut sitzende Arbeitshandschuhe, Behältnis für Schnittgut.

Zubehör für den Schnitt von Ziersträuchern

Ziergehölze. Mehr als reiner Zierwert

Bäume und Sträucher bilden das Gerüst des (Zier-)Gartens. Mit ihnen können Räume gegliedert und Akzente gesetzt werden, und sie sorgen für eine gewisse Beständigkeit in der Anlage. Neben dem reinen Zierwert sollten sie aber auch noch andere Qualitäten haben: problematische Standorte im Schatten füllen, als Sichtschutz dienen, Duft verströmen, eine Nektarquelle für Insekten sein oder auch für die Treiberei geeignete Blütenzweige als Zimmerschmuck liefern. Da Gehölze in der Regel über viele Jahrzehnte Teil eines Gartens sind, müssen sie sehr sorgfältig ausgewählt werden.
Ziergehölze

Gartenscheren. Eine für jeden Zweck

Für jede Schneidarbeit gibt es ein spezielles Gerät. Einfacher wird also die Auswahl, wenn man sich zunächst die Frage stellt, was geschnitten werden soll – eine Blumenschere eignet sich schließlich nicht zum Schnitt von Ästen und rückte man umgekehrt den Blumen im Garten mit einer Astschere zu Leibe, würde das die Pflanze nur schädigen. Je nach Verwendungszweck unterscheiden sich Gartenscheren hauptsächlich in der Größe ihrer Blätter und Griffe. Eine Heckenschere, mit der man beim Rückschnitt eher in der Fläche arbeitet, hat z.B. lange Blätter, im Verhältnis dazu aber recht kurze Griffe.
Gartenscheren

Prächtige Blüten, verschwenderischer Duft. Historische Rosen

Seit mindestens 12 Millionen Jahren blühen und duften die Blumen der Gattung Rosa auf der Erde, und es gibt eine unübersehbare Vielzahl an Rosen, was der Natur, aber auch den Zuchterfolgen der Rosengärtner zu verdanken ist. Als “Alte Rosen” gelten darunter solche, die aus der Zeit vor 1867 stammen, dem Jahr der Entstehung von ‘La France‘, der ersten Teehybride. Die meisten der alten Sorten sind inzwischen ausgestorben, erst Anfang des 20. Jahrhunderts nahmen sich einige traditionsbewusste Gärtner ihrer wieder an und erkannten die wahren Qualitäten: Sie sind widerstandsfähiger, frosthärter und pflegeleichter als moderne Rosen und von verschwenderischem Duft. Alte Rosen