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Münchner Originale. Schuhwerk vom Schuh-Bertl

Schuh-Bertl

Vom Melker zum Macher.
Seit über 25 Jahren betreibt der Schuh-Bertl sein Schuhmachergeschäft im Münchner Gärtnerplatzviertel. Bis es dazu kam, war es allerdings ein weiter Weg. So absolvierte Bertl zunächst eine Lehre als Melker, Fachrichtung Käserei, und baute Filmfiguren in den Bavaria Filmstudios. Zur Schuhmacherei kam er durch ein prägendes Erlebnis: Als er in den Bergen war, ließ er sich von einem alteingesessenen Schuhmacher ein Paar Bergschuhe fertigen. Die hatten einen stolzen Preis, waren aber auch von überragender Qualität. Beim zweiten Paar schaute Bertl dem Schuhmacher bereits interessiert über die Schulter und genau auf die Finger – und er beschloß: Ich werde auch Schuhmacher.

Der Rest ist schnell erzählt. Der Schuh-Bertl absolvierte die entsprechende Ausbildung und übernahm 1989 das schon seit 60 Jahren in München existierende Geschäft, in dem er noch heute ansässig ist. Fertigte der Bertl anfangs noch wenige Paare und zumeist Maßschuhe, so kann er heute die Nachfrage aus aller Herren Länder längst nicht mehr allein bewältigen. Rund 40 Handwerker arbeiten deshalb für ihn und mit ihm – in Deutschland, England, Spanien, Italien und Ungarn.

Schuh-Bertl

Handwerker und Industrieller.
Daß er nicht mehr alle Schuhe selbst fertigt und bei seiner Arbeit einen Spagat zwischen Handwerk und Industrie hinbekommen muß, stört den Bertl nicht im geringsten – im Gegenteil. Was er dazu sagt, mag zwar manchen Puristen zunächst verblüffen: „Maßschuhe sind nicht besser als maschinell gemachte Schuhe.“ Zu Ende gedacht, steckt aber Sinn dahinter – zumindest, wenn diese Serienfertigung auf einer sauberen, handwerklich durchdachten Konstruktion fußt. Die Industrie braucht also das Handwerk, und der Bertl hat das erkannt und seine Arbeitsweise daran orientiert. Er beschäftigt sich heute hauptsächlich damit, neue Schuhmodelle und Leisten zu konstruieren, Prototypen zu bauen und diese dann in Serie fertigen zu lassen. Nur auf diese Weise kann er seinen Anspruch erfüllen, gute Schuhe zu machen, die sich (fast) jedermann leisten kann. Schuhe, die aus ausgesuchten Materialien gefertigt und gut verarbeitet sind. Schuhe, die gut sitzen und bequem sind, selbst wenn man sie den ganzen Tag trägt. Und schließlich Schuhe, die jederzeit und überall repariert werden können.

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Bertl Derby-Stiefel Juchtenleder.

Aus der allerletzten Partie des berühmten Gallusser Juchtenleders aus der Schweiz.

Obermaterial vollnarbiges Rind-
leder (Juchten), Stärke 2,5–3 mm. Vorderkappe mit Kalbleder gefüttert. Brandsohle Rindleder, vegetabil gegerbt. Ausballmasse Filz, Zwischensohle Gummi.
Stark profilierte Gummilaufsohle. Hergestellt in Deutschland.

Farbe Schwarz.

350,00 

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Ein Schuh für alle Tage – buchstäblich. Der Haferlschuh.

Beim klassischen Haferlschuh ist jedes Detail durchdacht: Die aufgeworfene Spitze läßt den Zehen Freiraum beim Bergabgehen, die hochgezogene, ausgeformte Ferse hält den Fuß beim Bergaufgehen im Schuh. Die seitlichen Ausschnitte verhindern, daß der Schaft an den Fußknöcheln reibt, und die gewölbte Sohle erlaubt komfortables Abrollen bei jedem Schritt. Bertl fertigt ihn mit gerader (Allgäuer) Schnürung aus 3,5–4 mm starkem Juchtenleder süddeutscher Herkunft.

Bertl Haferlschuh

Die rauhe, unempfindliche Fleisch-
seite des Leders zeigt nach außen, die glatte Narbenseite nach innen, wodurch der aus einem Stück gearbeitete Schuh (mit Ausnahme eines kleinen Fersenfutters) gänzlich ohne Futter auskommt.

Bertl Haferlschuh


Obermaterial Rindleder, vegetabil gegerbt. Staublasche und Fersenfutter Rindleder, vegetabil gegerbt. Stark profilierte Gummilaufsohle. Hergestellt in Deutschland.

Farbe Braun. Größen 39–47.

245,00 

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Bertl Schnürschuh Rahmengenäht



Selten. Rindleder-Schnürschuh mit Rahmennaht.

Dieser an einen Sportschuh angelehnte, rahmengenähte Freizeitschuh ist auf einem stark asymmetrischen Leisten gear-
beitet, der den Zehen Spielraum gibt. Die bis zur Kappe reichende Schnürung erlaubt eine optimale Anpassung an den Fuß.

Die eigens von Bertl entwickelte gepolsterte orthopädische Einlegesohle stützt Quer- und Längsgewölbe des Fußes zusätzlich. Sie läßt sich bei Bedarf gegen individuelle Einlagen austauschen, da sie lose eingelegt ist.

Bertl Schnürschuh Rahmengenäht

 


Obermaterial Klableder, chrom-
gegerbt und anilingefärbt, Futter Kalbleder, vegetabil gegerbt. Einlegesohle Rindleder, vegetabil gegerbt, Polsterung PPT-
Schaumstoff. Brandsohle Rindleder. Korkausballung. Laufsohle aus Gummi. Lederaufgebauter Absatz mit Gummilaufsohle. Schaftrand gepolstert. Größen 39–46.


369,00 

 

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Bertl Arbeitsstiefel Juchtenleder

Monumental. Arbeitsstiefel Juchtenleder.

Aus Juchtenleder süddeutscher Rinder ist dieser Arbeitsstiefel gemacht – abgeleitet von einem Modell aus den 1920er Jahren. Das mit Fett und Wachs versiegelte Leder ist außerordentlich reißfest, unempfindlich und nahezu wasserdicht. Der Schuh wird in Süddeutschland auf einem haferlförmigen Leisten gearbeitet.

Bertl Arbeitsstiefel-Juchtenleder

Oberleder vollnarbiges Schweizer Gallusser Rindleder (Juchten), Lederstärke 2,5–3 mm. Vorderkappe mit Kalbleder gefüttert. Brandsohle vegetabil gegerbt. Ausballmasse aus Filz, Zwischensohle aus Gummi. Laufsohle Vibram®.
3 Hakenpaare, 2 Ösenpaare, sämtlich doppelt vernietet. Schnürsenkel aus 100% Baumwolle.

Die Größe des Schuhs sollte so gewählt werden, daß er 1–1,5 cm länger ist als der Fuß. Wenn sich der Fuß dann beim Abrollen streckt, hat er genügend Platz, und die Zehen stoßen nicht an die feste Vorderkappe. Größen 37–46.

350,00 

 

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Ringbesatzstiefel. Der Sissi-Schuh.

Haltbarkeit steht beim Schuh-Bertl im Münchner Glockenbachviertel an vorderster Stelle, weshalb sich seine rahmen- und zwiegenähten Schuhe – darunter auch dieser haferlartige, komplett mit vegetabil gegerbtem Kalbleder abgefütterte Damenstiefel mit seitlicher Schnürung über acht Metallhakenpaare – seit vielen Jahren im täglichen Einsatz bewährt haben. Er ist rahmengenäht, was beste Halt- und Reparierbarkeit mit fußangepaßtem Komfort verbindet. Aufgrund seiner Anmutung tituliert der Schuh-Bertl den Stiefel als „Sissi-Schuh“, was keinesfalls zu falschen Rückschlüssen auf seine Alltagstauglichkeit verleiten sollte.

Bertl Damen-Ringbesatzstiefel


Man rufe sich vielmehr die täglichen, im Eiltempo vorgenommenen kilometerlangen Gewaltmärsche der österreichisch-ungarischen Kaiserin in Erinnerung, bei denen ihre Hofdamen regelmäßig kaum mithalten konnten – ihnen wäre der Stiefel dank seiner Nähe zum klassischen Haferlschuh, einst dem Arbeitsschuh der Bergbauern, Jäger und Waldarbeiter schlechthin, allemal gewachsen.

Bertl Damen Ringbesatzstiefel

Oberleder gemischt gegerbtes, anilingefärbtes, leicht gefettetes Rindleder, Futterleder pflanzlich gegerbtes Kalbleder.

Lederbrandsohle, Lederlaufsohle mit dünner Schutzsohle aus Gummi, lederaufgebauter Absatz.
8 Metallhakenpaare.

Größen 37–42.

270,00 

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Kooperation. Bertl Brütting Sportschuh.

Auf einem Leisten, den der Schuh-Bertl entwickelt hat, fertigt Brütting in Deutschland diesen Sportschuh. Seine stark asymmetrische Form kommt der natürlichen Fußform und Großzehenstellung entgegen. Das ebenfalls vom Bertl entwickelte anatomische Fußbett stützt Längs- und Quergewölbe des Fußes, es läßt sich bei Bedarf durch eigene Einlegesohlen ersetzen.

Obermaterial Rindveloursleder. Sohlenrand und Hinterkappe gummiverstärkt, weich anliegendes Bordürenfutter an der Ferse.

Eingearbeitete Gelenkstütze mit Fersen- und Ballenbettung. Fußbett aus stoßabsorbierendem Latex mit Lederüberzug. Gummilaufsohle. Mittelharter Auftritt. Größen 40–48.

259,00