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Schuco. Die Legende lebt

Erfindungsreicher Ideenlieferant der berühmten Spielzeugfirma Schuco – das war Heinrich Müller. Schon mit der Firmengründung erwies sich der Tüftler schnell als kreatives Herz seines Unternehmens. Gemeinsam mit dem Kaufmann Heinrich Schreyer hatte Müller in Nürnberg die Firma Schreyer & Co. KG ins Leben gerufen und betätigte sich darin nicht nur als Inhaber und treibende Kraft, sondern ebenso als Gestalter und Konstrukteur der mechanischen Spielzeuge.


Nachdem Schreyer das Unternehmen verlassen hatte, änderte Müller 1921 den Firmennamen in Schuco – aus Schreyer und Co. gebildet. Binnen weniger Jahre gedieh Schuco zu einem florierenden Unternehmen, das sein Blechspielzeug mit sicherem Spürsinn für den Nerv der Zeit entwarf – wobei es sich eigentlich um Heinrich Müllers Spürsinn handelte, denn die meisten Patente und Entwürfe für Schuco gehen auf seine Ideen zurück.


Blechspielzeug. Mit technischer Präzision und mechanischer Finesse.
Immer wieder unterzog Müller seine Autos gewissenhaften Tests, verbesserte seine Modelle und setzte sie der ultimativen Prüfung auf Tauglichkeit aus, indem er die unsanfte „Bespielung“ durch Kinderhände nachvollzog und jedes seiner Modellmuster beherzt auf den Boden warf.
Der Lohn für so viel Engagement blieb nicht aus. Endgültig zur Legende wurde Schuco mit den mechanischen Spielzeugautos, die es seit den 1930er Jahren herausbrachte. Einer seiner Verkaufsschlager war die Schuco Wendelimousine, ein Modell, „das beim Fahren nicht vom Tisch fällt“. Ein weiterer „Renner“ wurde der Schuco Mercedes Silberpfeil, der mit technischer Präzision verblüffte und mit allerlei mechanischen Finessen aufwartete.


Schuco – Modelle für Sammler.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm Schuco die Blechspielzeug-Produktion wieder auf – und gedieh erneut. Bereits 1952 war es die größte Spielzeugfabrik Nürnbergs, und mit dem deutschen Wirtschaftswunder hielt auch bei Schuco die Hochkonjunktur an. Bis in die 1960er Jahre hinein eroberten die mechanischen Blechautos deutsche Kinderzimmer – und nicht nur die: Auch Erwachsene begeisterten sich für die Wirklichkeitstreue und Ausstattung der Modelle.


Der zunehmenden Konkurrenz durch Plastik- und Elektronikspielzeuge war jedoch auch Schuco nicht gewachsen. Nach heftigen Umsatzeinbrüchen Ende der 1960er Jahre meldete das Unternehmen 1976 Konkurs an. Hinter den Kulissen aber drehte sich das Karussell weiter, mehrfach wurde die Firma an andere Unternehmensgruppen verkauft. Heute gibt es Schuco wieder, mitsamt den Repliken seiner berühmten Modelle – wobei diese Klassiker heute eher Sammlermodelle als Spielzeug sind.


Einer der wenigen, doch nicht der einzige.
Damit ist Schuco wieder einer der wenigen Hersteller von Blechspielzeug, die hierzulande wie im restlichen Europa überhaupt noch zu finden sind.
So fertigt Kovap im tschechischen Nový Hrádek unter anderem historische Traktoren-Modelle im Maßstab 1:25, wie den Eicher Diesel 215/16 und dasFendt F20 Dieselroß. Hierfür hat der Hersteller eigens alte Werkzeuge reaktiviert und montiert für uns wieder Stahlfelgen (anstelle solcher aus Plastik).


Und auch manche jahrzehntelang produzierten Klassiker wie der Kalkulationsaffe Consul sind praktisch verschwunden – wir haben in Indien einen Hersteller gefunden, der ihn fertigt.

Schuco Modellfahrzeuge bei Manufactum

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