Die Schlagstempel (Höhe 6,5 cm, Kantenlänge
7 mm; Typenhöhe 4 mm), von
einem deutschen Hersteller, der seit
1932 Prägewerkzeuge fertigt, haben eine
Rockwell-Härte von 58 bis 60 HRC.
Sie werden über ein Drückverfahren
hergestellt und anschließend flammgehärtet;
so eignen sie sich – technisch
formuliert – zum Einschlagen in Werkstücke
bis zu 800 N/qm Festigkeit. Dieser
Wert beschreibt ihre Möglichkeiten
und ihre Grenzen. Den Kopf eines
ernstzunehmenden Hammers wird man
damit kaum beeindrucken können, eine
Schaufel, einen Schneeschieber, die
meisten Bleche lassen sich damit jedoch
mühelos kennzeichnen – und
Holzgriffe sowieso.
In zwei Ausführungen:
26 Großbuchstaben sowie das &-Zeichen.
9 Ziffern von 0 bis 9 (mit der 6 in einer Doppelrolle).
Einschrift statt Aufschrift. Schlagstempel.
Manchmal reicht eine Aufschrift nicht.
Farbliche Kennzeichnungen und Aufkleber
nutzen sich ab (oder werden gar
böswillig entfernt), daher werden in der
Industrie Werkzeuge oft auf Dauer mit
Schlagstempeln gekennzeichnet. So
läßt sich ein großer Werkzeugbestand
zugleich von vielen Mitarbeitern nutzen
– der übliche Vorgang ist der, daß der
Entleihende eine „Werkzeugmarke“ hinterläßt,
die wiederum mit seiner persönlichen
Nummer versehen ist. Was
sich in der Industrie als ökonomisch erweist, ist auch in der Nachbarschafts-Ökonomie
nicht abwegig; zumindest ist
es beim wohlwollenden Leihen und
Entleihen durchaus von Vorteil, wenn
die eigentlichen Besitzverhältnisse am
Ende nie in Frage stehen.