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Salat anbauen

Salat anbauen

Salat läßt sich bei geschickter Kulturführung (versetzte Aussaatzeiten) und richtiger Sortenwahl fast das ganze Jahr über anbauen und ernten. Nach dem ersten Satz der frühen Pflück- und Kopfsalate bieten sich nun zahlreiche schoßfeste Sommersalate für den weiteren Anbau an; Herbst- und Wintersalate werden jetzt für die späte Ernte ausgesät.

Hinweise für den Anbau verschiedener Salate

Kopfsalat

Kopfsalat zwei Sorten
  • Nicht schoßfeste Sorten gleich ernten, wenn die Köpfe groß genug sind. Sie bilden sonst bei warmem Wetter und an langen Tagen innerhalb kurzer Zeit Blütenstände und werden dann bitter und ungenießbar.
  • Besser ab jetzt auf die Sommersorten zurückgreifen, die speziell gezüchtet wurden, um auch bei viel Hitze und Licht nicht zu „schießen“. Besonders sonnenverträglich sind die rötlich-braunen Sorten.
  • Kopfsalat benötigt nicht unbedingt ein eigenes Beet; er kann auch als Nebenkultur angebaut oder in durch Ernte entstandene Lücken gesät oder gepflanzt werden. Wichtig ist aber ein sonniger Standort; im Schatten bildet er keine festen Köpfe.
  • Gut und gleichmäßig feucht halten. Am besten zwischen den Salatpflanzen den Boden ständig mit einer Mulchdecke (zum Beispiel aus Rasenschnitt) bedecken.

Pflück- und Schnittsalat

Pflücksalat im Beet
  • Dieser Salat bildet keine Köpfe, sondern wird in Reihen ausgesät, und es können fortlaufend einzelne Blätter zur Ernte herausgepflückt oder -geschnitten werden.
  • Im Laufe der Saison immer wieder eine Reihe nachsäen; geeignete Sorten können bis in den Herbst geerntet werden. Pflücksalate schmecken herzhaft und würzig.

Eissalat

Eissalat
  • Typischer Sommersalat mit großen Köpfen und knackigen Blättern (heißt auch „Krachsalat“). Er hält viel Hitze aus, ohne zu schießen. Aussaat von Mai bis Anfang Juli.
  • Eissalat ist nicht frostfest; sein Name bezieht sich auf die lange Haltbarkeit eines Kopfes im Kühlschrank.

Bindesalat oder Römischer Salat

Römersalat
  • Auch dieser Salat ist für die Aussaat im Sommer geeignet, von Mitte Juni bis Mitte Juli. Er bildet längliche Köpfe mit aufrechten, festen Blättern, die auch gedünstet als Gemüse zubereitet werden können.
  • Frühere Sorten wuchsen eher locker und mußten zusammengebunden werden (daher rührt der Name Bindesalat), neuere Züchtungen bilden von selbst geschlossene Köpfe.

Zuckerhut

  • Ein Zichoriensalat und klassischer Wintersalat, der erst im Juni an Ort und Stelle gesät wird. Er bildet typischerweise eine lange Pfahlwurzel, daher ist ein Verpflanzen eher ungünstig. Zuckerhut braucht reichlich Dünger.
  • Die hohen länglichen Köpfe sind ab Oktober reif; sie vertragen Frost bis etwa –8 °C und können lange im Freiland bleiben. Bei größerer Kälte können die Pflanzen auch im Frühbeet oder im Keller in feuchten Sand eingeschlagen werden.
  • Zuckerhut kann auch gedünstet als Gemüse verarbeitet werden.

Radicchio oder Roter Zichoriensalat

Radicchio geerntet
  • Winterharter Freilandsalat mit rotbraunen, pikant schmeckenden Blättern von leicht bitterer Würze, die auch als Gemüse zubereitet werden können. Aussaat von Mitte Mai bis Mitte Juni.
  • Einige Sorten sind frostfest und können frisch aus dem Freiland von Dezember bis März geerntet werden. Bei Schnee mit etwas Fichtenreisig abdecken. Nicht frostharte Sorten können bei nur geringen Minusgraden bis Dezember im Freiland bleiben; bei stärkeren Frösten wie den Zuckerhut im Frühbeet oder Keller in feuchten Sand einschlagen.

Endivien

Endivien
  • Der bekannteste Zichoriensalat mit leicht bitterer Note. Endivien werden häufig gebleicht und bekommen dann gelbe, zarter schmeckende Blätter; mehr von den wertvollen Inhaltsstoffen enthalten aber die grünen Blätter.
  • Aussaat im Juni, Pflanzung spätestens bis Anfang August. Eng pflanzen, dann bleichen die inneren Blätter von selbst. Alternativ können die Köpfe zusammengebunden werden; am besten aber nur bei trockenem Wetter und kurz vor der Ernte, sonst besteht Fäulnisgefahr.
  • Endivien so lange wie möglich im Freiland stehen lassen und gegebenenfalls mit Vlies schützen. Je nach Sorte überstehen sie leichte Minusgrade.

Es wird benötigt:

Saat- und Pflanzgut: gesundes, keimfähiges Saatgut bzw. gesunde Jungpflanzen verschiedener Salatsorten und -arten.
Werkzeug: Werkzeug zur flachen Bodenlockerung (Kultivator, Rollkultivator, Flachschneider, Harke oder Handegge), Rechen, Schaufel, Pflanzwerkzeug für Jungpflanzen (Pflanzholz, -kelle, -messer), Erntemesser.
Zubehör: Pflanzschnur, Etiketten, Gießkanne.

Die Samengärtnerei. Eine fast vergessene Kunst

Die Samengärtnerei war früher selbstverständlicher Teil der gärtnerischen und landwirtschaftlichen Ausbildung. Es wurde gelehrt, was beim Anbau von sogenannten Samenträgern zu beachten ist (zum Beispiel die Einhaltung größerer Pflanzabstände, um ein Ineinanderwachsen der ausladenden Samenstände zu vermeiden), welchen Einfluß die Befruchtungsbiologie hat (Fremd- oder Selbstbefruchter?), wie das Saatgut geerntet, gedroschen, gereinigt und gelagert wird. Samengärtnerei