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Rückschnitt bei Weinreben und Kiwi

Rueckschnitt bei Weinreben und Kiwi

Schlingende Obstgehölze wie Weinreben oder Kiwi sind über die Saison sehr wüchsig und jetzt im Sommer meist so dicht belaubt, daß fruchttragende Triebe überwachsen und die Früchte beschattet werden. Damit die Reife in den kommenden Wochen nicht beeinträchtigt wird und der gewünschte Wuchs sowie die Fruchtbildung im nächsten Jahr gefördert werden, müssen die Spaliere nun beschnitten werden.

Anleitung zum Sommerschnitt von Weinreben

Weintrauben anbauen
  • Die fruchttragenden Triebe bilden an den Blattachseln viele (ausschließlich beblätterte) Seitenäste, die um Wasser und Nährstoffe konkurrieren und die Besonnung der reifenden Früchte erschweren. Diese sogenannten Geiztriebe komplett entfernen, also direkt an der Ansatzstelle abschneiden. Außerdem dient diese Maßnahme als vorbeugender Schutz vor Pilzkrankheiten (vor allem Botrytis), die sich in einem dichten, damit schlecht durchlüfteten Blätterwerk gut ansiedeln und schnell verbreiten können.
  • Gegebenenfalls zusätzlich einzelne Blätter entfernen, die die Trauben beschatten und deren Reife behindern. Nicht zu früh (und nicht zu stark) entblättern; bei sonnigem Wetter kann dies sonst zu Sonnenbrandschäden an den unreifen Trauben führen. Eine Schere mit schmalen Klingen verwenden, um die Früchte nicht zu beschädigen.
  • Ende August die Jahrestriebe entspitzen. Dies fördert die Verholzung und damit die Winterhärte. Auch überhängende, zu lang oder in die nächste Etage des Spaliers gewachsene Triebe einkürzen; gegebenenfalls am Spalier leiten und anbinden.

Anleitung zum Sommerschnitt von Kiwi

Tafeltraube Geiztrieb
  • Die langen Schlingtriebe auf etwa 50 cm zurückschneiden; sie fruchten dann im nächsten Jahr an der Basis.
  • Fruchttragende Triebe auf vier bis acht Blätter nach den letzten Früchten einkürzen.
  • Bei zu hohem Fruchtansatz überzählige Früchte ausdünnen, damit sich die verbleibenden besser entwickeln können. Wenn möglich mit den Fingern auskneifen, ansonsten eine Schere mit schmalen, spitzen Klingen verwenden („Blumenschere“), um die umgebenden Früchte nicht zu beschädigen.

Es wird benötigt:

Werkzeug: scharfe Bypass-Schere mit kurzen, gebogenen Klingen („Rosenschere“), gegebenenfalls mit langen Griffen („Astschere“), wenn die Pflanzen sehr hoch gewachsen sind, mit schmalen, spitzen Klingen („Blumenschere“) zum Entfernen einzelner Blätter oder Früchte.
Zubehör: Leiter bei hochgewachsenen Spalieren, Sammel- und Transportgefäß für das Schnittgut, gegebenenfalls Draht oder Schnur zum Anbinden von Trieben am Spalier.

Aromatische Frucht. Alte Obst- und Wildgehölze

Nicht jede moderne Obstsorte ist schlechter als eine alte, und nicht jede alte Sorte ist per se gut. Wenn jedoch heute im Handelseinerlei die Qualität einer Sorte an Transport- und Lagerfähigkeit oder Gleichförmigkeit gemessen wird, möchten wir lieber Kriterien wie Geschmack, Vielfalt und Eignung zur Selbstversorgung anwenden. Wir bieten daher wohlschmeckende, altbewährte Obstsorten an, teils echte Raritäten, aber auch früher weitverbreitete Sorten. Diese robusten, in der Regel recht anspruchslosen Bäume und Sträucher liefern vielfältig nutzbare Früchte für zum Teil ungewöhnliche Geschmackserlebnisse.
Alte Obst- & Wildobstgehölze

Gartenscheren. Eine für jeden Zweck

Für jede Schneidarbeit gibt es ein spezielles Gerät. Einfacher wird also die Auswahl, wenn man sich zunächst die Frage stellt, was geschnitten werden soll – eine Blumenschere eignet sich schließlich nicht zum Schnitt von Ästen und rückte man umgekehrt den Blumen im Garten mit einer Astschere zu Leibe, würde das die Pflanze nur schädigen. Je nach Verwendungszweck unterscheiden sich Gartenscheren hauptsächlich in der Größe ihrer Blätter und Griffe. Eine Heckenschere, mit der man beim Rückschnitt eher in der Fläche arbeitet, hat z.B. lange Blätter, im Verhältnis dazu aber recht kurze Griffe.
Gartenscheren