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Regenwasser sammeln

Regenwasser sammeln

In der Zeit der sommerlichen Starkniederschläge, die meist im Wechsel mit trockenen, heißen Perioden auftreten, ist es sinnvoll, das Regenwasser zu sammeln und im Garten zum Gießen zu verwenden.

Gründe für das Sammeln von Regenwasser im Garten

Regenwasser sammeln
  • Die Nutzung des Regenwassers erspart die Verwendung von aufwendig aufbereitetem Trinkwasser und schont Ressourcen.
  • Regenwasser ist kostenlos. Bei der Nutzung von Leitungswasser fallen dagegen bei der Entnahme Trinkwassergebühren an – und zusätzlich Abwassergebühren, wenn Regenwasser von versiegelten Flächen oder Dachflächen in die öffentliche Kanalisation geleitet wird.
  • In vielen Regionen ist das Leitungswasser stark kalkhaltig und deutlich schlechter für Pflanzen geeignet als das "weiche" Regenwasser.
  • Regenwasser fällt zunehmend unregelmäßiger (und ungünstiger) übers Jahr verteilt an. Lange Trockenperioden wechseln sich mit heftigen Niederschlägen ab, die häufig so stark ausfallen, daß sie von Boden und Pflanzen nur unzureichend aufgenommen und genutzt werden können. Als "natürliche Bewässerung" wird der Regen zunehmend "unzuverlässiger", deshalb sollte das Wasser aus der niederschlagsreichen Zeit gesammelt werden, um damit Trockenperioden überbrücken zu können.

Anleitung

Regenwasser sammeln
  • Geeignete Sammelgefäße aufstellen (zum Beispiel Fässer und Tonnen aus Holz, Stahlblech oder Kunststoff oder ausrangierte Badewannen), in größeren Gärten am besten mehrere.
  • Die Öffnung der Tonnen oder Fässer muß groß genug sein, um eine Gießkanne zur Wasserentnahme hindurchführen zu können. Wahlweise Gefäße mit einem unten angesetzten Hahn wählen, mittels dessen Wasser in eine darunter gestellte Kanne entnommen werden kann.
  • Die Sammelgefäße dauerhaft zugänglich aufstellen, so daß sie vor dem ersten Frost komplett entleert werden können.
  • Eine Regentonne direkt am Fallrohr des Hauses plazieren, um darin das Wasser der gesamten Dachfläche zu sammeln. Im Fallrohr eine Regenwasserklappe anbringen, die das Wasser in die Tonne einleitet – möglichst unmittelbar über der Faßoberkante, um Spritzwasser (an der Hauswand) zu vermeiden.
  • Alternativ einen speziellen Regensammler mit Schlauchanschluß im Fallrohr einbauen, um das hier abfließende Regenwasser auch in weiter entfernt stehende Fässer und Tonnen einzuleiten.
Regenwasser sammeln
  • Sollen mehrere Wasserfässer befüllt werden, diese an den Oberkanten mit einem Schlauchstück verbinden, welches jeweils als Überlauf von einer Tonne in die nächste fungiert. Im letzten Faß ein längeres Stück Schlauch anbringen, in einen vorhandenen Wasserlauf oder die Kanalisation leiten oder wieder unten dem Fallrohr zuführen. Bei Starkniederschlägen werden so Überschwemmungen im Garten oder auf der Terrasse verhindert.
  • Wenn es nach einer langen Trockenperiode zum ersten Mal regnet, das Wasser möglichst die ersten 10 bis 20 Minuten ablaufen lassen und erst dann – durch Öffnen der Regenwasserklappe – in den Sammelbehälter umlenken. Der Schmutz, der von den Flächen abgespült wurde und das Wasser zunächst verunreinigt, ist dann weitestgehend abgetragen und kann zum Beispiel keine Filter verstopfen.
  • In größeren Gärten zusätzlich freistehende Gefäße vorzugsweise mit großem Durchmesser aufstellen (zum Beispiel alte Badewannen), um an beliebigen Stellen Wasser sammeln und verwenden zu können.
  • Wenn möglich, die Sammelgefäße abdecken, damit Stechmücken keine Eier im Wasser ablegen und kleinere Tiere nicht hineinfallen können. In permanent offene Gefäße (ohne Deckel) einen langen Stock stellen, mit Hilfe dessen ins Wasser gefallene Tiere wieder hinausklettern können.
Regenwasser sammeln

Sammelgefäße zum Anschluß an ein Fallrohr

Regenwasser sammeln

Regenwasserklappe am Fallrohr

Es wird benötigt:

Zubehör: Sammelgefäße für Regenwasser, gegebenenfalls mit Deckel (Stahl- oder Kunststofftonne, Holzfaß, ausrangierte Badewanne etc.), Regenwasserklappe oder Regensammler zum Einbau im Fallrohr, Schlauch(-stücke) und passende Armaturen, lange Holzstöcke für offene Gefäße.
Werkzeug: Metallsäge (um eine Regenwasserklappe oder einen -sammler im Fallrohr einzusetzen), Lochbohrer (um mehrere Regenfässer mit Schlauchstücken zu verbinden).

So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Utensilien zur Gartenbewässerung

Wasser ist ein kostbarer, in vielen Regionen knapper werdender und damit auch teurer Rohstoff, mit dem es möglichst sparsam umzugehen gilt. Dennoch kommt man während längerer Trockenperioden nicht umhin, insbesondere im Gemüsegarten Wasser auszubringen, soll auf die Ernte nicht verzichtet werden. Um den Wasserverbrauch möglichst gering zu halten – dies gilt vor allem bei der Nutzung von Leitungswasser – sind verschiedene Maßnahmen zu ergreifen. Solche, die den Wasserbedarf von vornherein reduzieren, wie auch die Anwendung der richtigen Bewässerungsstrategien, die den größtmöglichen Nutzen für die Pflanzen gewährleisten. Gartenbewässerung