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Kompakter Arbeitsplatz. Pultschreibtisch Lindenholz

Pultschreibtisch Lindenholz

Eine Frage des Charakters.
Wie kaum ein anderes Möbel ist der Schreibtisch schon immer auch eine Bühne gewesen.

Ein wuchtiger Bolide mit Telefonapparat, Adreßverzeichnis, Tischuhr, Kalendarium, Briefablage, Schreibblock und Stifteköcher zeugt nicht nur von den arbeitstechnischen Notwendigkeiten, mit denen sich sein Besitzer herumplagen muß.

Auf dieser Bühne „spielt“ er mit seiner ganzen Persönlichkeit, was spätestens dann unübersehbar wird, wenn sich Familienfoto, Vereinswimpel oder Tischskulptur hinzugesellen. „My desk is my castle“ klingt da unüberhörbar mit. Hier kommt ein Schreibmöbel, das nichts Trutzburgenhaftes hat, sondern in seiner fast asketischen Erscheinung eher an ein mittelalterliches Skriptorium, die klösterliche Schreibwerkstatt, erinnert. Statt den Raum zu dominieren, bietet dieser kleine Pultschreibtisch einen überschaubaren, wohlgeordneten Rückzugsort für konzentrierte Arbeit, an dem nichts von der eigentlichen Aufgabe ablenkt.

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Pultschreibtisch Lindenholz

Schreib-Instrument.
Dies in etwa war unsere Interpretation eines Entwurfes, mit dem uns eine Studentin der Hochschule für Design in München bei einem gemeinsamen Workshop überzeugte. Das schließlich gemeinsam mit ihr entwickelte Möbelstück ist ein Arbeitsinstrument im strengen Sinne des Wortes: So wie ein Klavier einzig und allein dem Klavierspiel dient, so ist auch dieses Instrument mit vehementer Ausschließlichkeit eines für den einen Zweck, für den es gebaut ist.

Diesem Ansatz folgen auch die Ausführungsdetails. Die vordere Klappe des schnörkellosen Pultaufsatzes ist mit einem vernickelten „Klavierband“ angeschlagen und wird im verschlossenen Zustand von seitlich eingebohrten Magneten gehalten.

Pultschreibtisch Lindenholz


Im ausgeklappten Zustand ruht sie auf filzbewehrten Auflageleisten. Der Deckel faltet sich beim Öffnen in zwei Hälften empor und läßt sich dabei – je nach gewünschter Öffnungsstellung – stufenlos auf Filzkanten absetzen, die in die Innenseiten eingelassen sind. Die hintere Endposition markieren wiederum zwei starke Magnete. Der so geöffnete Innenraum bietet Platz für ein Notebook (dessen Kabel durch eine Öffnung im Unterboden geführt werden kann) und alles, was sonst für die anstehende Arbeit nötig ist.

„Lignum sacrum“ – Lindenholz.
Im Lindenholz treffen sich gewissermaßen der klösterlich zurückgezogene Mönch und der ganz auf sein Spiel konzentrierte Klaviervirtuose. Im Möbelbau wird es heute nur selten eingesetzt – die Linde ist aus dem „modernen“ Wirtschaftswald längst verdrängt.

In vielen Kulturen und Zeiten kam ihr jedoch – als „Baum des Volkes“ – eine große religiöse und mythologische Bedeutung zu, im Mittelalter galt ihr Holz gar als „heiliges Holz“ der Bildhauer und -schnitzer. Wenn es heute noch eingesetzt wird, dann zumeist bei den Tastaturen hochwertiger Musikinstrumente.

Pultschreibtisch Lindenholz





Und so war es naheliegend, für einen so zurückhaltend auftretenden Pultschreibtisch Lindenholz zu wählen, gerade weil das edle, leichte Holz mit seiner feintexturierten Maserung selbst so schlicht und unaufdringlich wirkt.

Pultschreibtisch Lindenholz

Korpus Lindenholz geölt. Gestell Stahl einbrennlackiert. Filz; Magnete; Verbindungselemente Metall. Höhe geschlossen 83,5 cm, geöffnet 104 cm, Breite 100 cm, Tiefe 55 cm. Gewicht 19,1 kg. Lieferung ohne Stuhl.


 

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U wie Ulm. Ulmer Hocker.
Der Ulmer Hocker wurde 1955 von Max Bill, dem ersten Direktor der Ulmer Hochschule für Gestaltung, in Zusammenarbeit mit Hans Gugelot und Paul Hildinger für die Studenten der HfG entworfen. „Zwei senkrechte Bretter, ein waagerechtes, die drei fest verzahnt, von einem runden Holzstab unten zusammengehalten“, so beschrieb ein Zeitgenosse das Konstruktionsprinzip des Hockers. Dergestalt sollte er als Sitz, Beistelltisch, Regal und Tragehilfe für die beim Studium benötigten Bücher dienen. Das tut er noch heute.

Ulmer Hocker Ulmer Hocker Ulmer Hocker

Material wie beim Original: Fichtenholz natur, Querstab und Standflächenleiste aus Buchenholz. Höhe 44 cm, Breite 39,5 cm, Tiefe 29,5 cm. Gewicht 2,1 kg. Lieferung ohne Pultschreibtisch.

Ulmer Hocker Max Bill 198,00 €

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