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Pflanzen vor Schnecken schützen

Pflanzen vor Schnecken schuetzen

Spätestens im Mai, oft schon im April, ist wieder mit einem verstärkten Aufkommen von Schnecken zu rechnen, die vor allem die frisch austreibenden Pflanzen in Gemüse-, Stauden- oder Blumenbeet "bedrohen". Salat, Dahlien oder Rittersporn müssen mit geeigneten Maßnahmen vor Fraß geschützt werden, will man nicht auf Ernte oder Blütenpracht verzichten.

Anleitung

Beete mulchen
  • Gemüse- und Blumenbeete an einem freien, sonnigen Platz anlegen – möglichst nicht neben Komposthaufen, Hecken oder „wilden“ Ecken im Garten. An solchen Stellen finden Schnecken tagsüber Unterschlupf und können dann abends direkt in die Beete kriechen.
  • Rund um die Beete Versteckmöglichkeiten für Schnecken (hohes Gras, altes Laub, Erdklumpen, -löcher oder -spalten, Holzstücke) entfernen oder regelmäßig absuchen und Tiere sowie Eigelege entfernen.
  • Den Boden durch häufiges Lockern der Krume feinkrümelig und glatt halten. Vor allem im Herbst alle abgeernteten Beete sofort durchhacken und mit dem Rechen einebnen, so daß Schnecken dort keine Winterverstecke finden oder in Erdlöchern und -spalten ihre Eier ablegen können.
  • Obwohl das abendliche Gießen von Vorteil ist, um einen Wasserverlust durch Verdunstung und die Verbreitung von Pilzkrankheiten möglichst gering zu halten, bei starkem Schneckenaufkommen besser morgens gießen. Schnecken verlassen erst gegen Abend ihre Verstecke und würden in einem feuchten Beet wesentlich günstigere Bedingungen vorfinden als in einem trockenen.
  • Beim Gießen darauf achten, den Boden dort, wo keine Pflanzen stehen, trocken zu halten. Am besten also nur gezielt (mit einer Kanne) in den Wurzelbereich der Pflanzen gießen und nicht mit einem Regner die komplette Bodenfläche befeuchten.
  • Wächst Gras rund um die Beete, dieses sehr kurz halten. Alternativ dazu nicht zu schmale, unbewachsene Wege um die Beete herum anlegen und mit einem trockenen, gegebenenfalls zusätzlich auch scharfkantigen Material belegen (zum Beispiel Holzhäcksel, Kies oder Muscheln).
  • Beim Verteilen von Kompost darauf achten, daß keine Schneckeneier (runde, weiße Kügelchen) mit ausgebracht werden.
  • Einen lückenlosen Schneckenzaun rund um die betroffenen Beete ziehen. Noch einige Zeit, nachdem der Zaun aufgestellt wurde, die umschlossene Fläche auf Schnecken hin kontrollieren bzw. die Tiere mit Bierfallen oder ausgelegten feuchten Brettern (unter denen die Schnecken tagsüber Unterschlupf suchen) fangen und aus dem Areal entfernen. Schneckenzäune aus Stahl oder Kunststoff müssen ein besonderes Profil aufweisen: einen weit nach außen übergebogenen Rand, der die Tiere am Überklettern hindert. Zäune aus Kupferblech kommen mit einem glatten Profil aus, da Schnecken in der Regel den Kontakt mit Kupfer meiden.
  • Wertvolle Einzelpflanzen (zum Beispiel ein besonderer Rittersporn) direkt nach der Pflanzung oder mit beginnendem Austrieb mit einem Schneckenring schützen, der über die Pflanze gestülpt wird.
  • Eine dicke Schicht Sägemehl zwischen Erdbeerreihen, rund um junge Bohnenpflanzen oder austreibende Dahlien gestreut, hält Schnecken fern. Dabei beachten, daß Sägemehl Stickstoff bindet und dies bei der Düngung berücksichtigt werden muß.
  • Natürliche Feinde wie Igel, Vögel, Blindschleichen, Kröten oder Laufkäfer fördern, indem diesen Tieren im Garten Nistmöglichkeiten und Unterschlupf geboten werden. Dazu gehört es, den Garten nicht zu sehr „aufzuräumen“ und – am besten am Grundstücksrand – Laub-, Reisig- und Steinhaufen anzulegen.
  • Zu den effektivsten Schneckenjägern gehören Indische Laufenten, die große Flächen zuverlässig von Schnecken säubern. Die Haltung dieser Tiere kommt aber nur in größeren, ländlichen Gärten in Frage, da die Enten ein flaches Wasserbecken und einen schützenden Stall für das Winterhalbjahr benötigen.
Stauden pflanzen Schneckenschutz

Frisch gepflanzte Stauden mit Ring aus Kupferblech schützen

Schnecken Eingelege

Schneckeneier sofort entfernen

Es wird benötigt:

Werkzeug: Kultivator, Hacke, Harke oder Rechen zur Lockerung und Glättung der Beetfläche, Schaufel und Transportkarre zum Anlegen von trockenen Wegen, Rasenmäher, Sichel oder Sense zum Kurzhalten von Rasen und Wiese rund um die Beete, Spaten zum Einsetzen eines Schneckenzauns, Gießkanne zur gezielten Bewässerung.
Zubehör: Schneckenzaun oder Schneckenringe, Wegebelag oder Material zum Abhalten von Schnecken (Holzhäcksel, Kies, Muschelmulch, Sägemehl), Nistkästen und Behausungen für Fraßfeinde von Schnecken.

Schneckenabwehr. Mit Kupferband und Muschelmulch

Das Gemüse oder die blühenden Dahlien vor Schnecken zu schützen gehört zu den schwierigeren Aufgaben eines Gärtners, gerade wenn handelsübliche Mittel vermieden werden sollen. Das Grün zu schützen kann trotzdem gelingen, wenn man beispielsweise die Beetflächen mit Schafwollvlies oder Muschelmulch bedeckt – beides erschwert den Tieren zumindest das Vorankommen. Auch Kupfer gehört nicht zu den bevorzugten Materialien der gefräßigen Bauchfüßer. Bei uns bekommen Sie deshalb verschiedene kupferne Grenzen für Gartenbeete und Pflanztöpfe. Schneckenabwehr