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Pfingstrosen teilen

Pfingstrosen teilen

Im August und September ist die beste Zeit, um Pfingstrosen (auch Päonien) zu teilen und zu verpflanzen. Dies sollte aber nur dann getan werden, wenn die Pflanzen am alten Standort an Vitalität und Blühwilligkeit nachlassen. Grundsätzlich sind es sehr langlebige Pflanzen, die lange am selben Platz stehen können. Auch Bartiris, Christrosen und Taglilien können jetzt geteilt werden.

Anleitung

  • Die Pflanze vorsichtig ausgraben; vorher eventuell noch vorhandenes Laub entfernen. Der Wurzelstock von Pfingstrosen besteht aus verdickten, rhizomartigen Speicherorganen, die sich in mehrere Teilstücke zerlegen lassen, die dann einzeln wieder aufgepflanzt werden.
  • Vor dem Teilen den Wurzelstock mit einem Wasserstrahl auswaschen. So lassen sich die Verzweigungen und Knospen besser erkennen und somit einfacher entscheiden, wo geschnitten wird.
  • Beim Teilen den unterschiedlichen Wuchs der verschiedenen Arten beachten: Bauernpfingstrosen (Paeonia officinalis) besitzen viele „schlafende Augen“ (unter der Rinde sitzende, kaum erkennbare Knospen, die bei einem starken Rückschnitt zum Austrieb angeregt werden), so daß sie im Prinzip aus jedem kräftigen Wurzelstück austreiben können. Edelpfingstrosen wie Paeonia lactiflora treiben dagegen nur aus den schon gut sichtbaren, meist rot gefärbten Augen aus. Beim Zerlegen des Wurzelstocks deshalb darauf achten, daß jedes Teilstück mindestens drei Knospen aufweist, damit die Pflanzen schon im nächsten Jahr mehrere Triebe bilden und sich kräftig entwickeln können.
  • Zum Teilen ein scharfes, sauberes Messer verwenden, um keine unsauberen, ausgefransten Schnitte oder Quetschungen an den Rhizomen zu verursachen. Die umliegende Rinde nicht beschädigen.
  • Beim Wiederaufpflanzen nicht zu tief setzen, sonst entwickeln sich keine Blüten, und die Pfingstrosen werden blühfaul – nach dem Teilen und Umpflanzen dauert es aber dennoch in der Regel zwei Jahre, bis die Pflanzen wieder in der gewohnten Üppigkeit blühen.
  • Sämtliche Hinweise und Angaben zur richtigen Pflanzung von Pfingstrosen (Standortansprüche, Pflanztiefe, weitere Pflegemaßnahmen) finden Sie in unserer „Pflanzanleitung für Stauden- und Strauchpfingstrosen“.
Spärliche Blüte bei Pfingstrose

Nur noch spärlich blühender Pfingstrosenstrauch

Pfingstrosenrhizom mit Augen

Beim Teilen auf die Verteilung der Knospen achten

Üppige Blüte bei Pfingstrose

Vitale Pflanzen mit üppiger Blüte

Es wird benötigt:

Werkzeug und Zubehör: scharfes, sauberes Messer, Grabegabel zum Aufnehmen, Spaten zum Wiedereinpflanzen, Gießkanne oder Gartenschlauch mit Spritzdüse.

Uralt und robust. Pfingstrosen

Pfingstrosen (auch Päonien) gehören neben Magnolien und Seerosen zu den ältesten Blütenpflanzen der Erde; sie sind schon vor 100 Millionen Jahren entstanden. Wir haben einige seltene, oft historische Sorten zusammengestellt, da diese meist besonders vital und robust sind. Sie sind unempfindlicher gegen Mairegen und heftige Frühsommerwinde, und sie duften verschwenderisch. Pfingstrosen blühen meist ab dem zweiten und eignen sich zur Schnittblumengewinnung ab dem dritten Standjahr. Gut gepflegte Pflanzen können über 50 Jahre alt werden.
Pfingstrosen