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Uralt und robust. Pfingstrosen

Rundbrief Henry Bockstoce Bartzella Shu Sheng Peng Mo High Noon Callies Memory

Pfingstrosen (auch Päonien) gehören neben Magnolien und Seerosen zu den ältesten Blütenpflanzen der Erde; sie sind schon vor mehr als 100 Mio. Jahren entstanden. Wir haben einige seltene, oft historische Sorten zusammengestellt, da diese meist besonders vital und robust sind. Sie sind unempfindlicher gegen Mairegen und heftige Frühsommerwinde, und sie duften verschwenderisch. Pfingstrosen blühen meist ab dem zweiten und eignen sich zur Schnittblumengewinnung ab dem dritten Standjahr. Gut gepflegte Pflanzen können über 50 Jahre alt werden.

Lieferung:

Pfingstrosen sollten im Herbst gepflanzt werden. Falls der Boden vor Eintreffen der Rhizome gefrieren sollte, können Sie sie an einem kühlen, frostfreien Ort in einem Kübel mit Erde aufbewahren und später auspflanzen. Alle notwendigen Informationen dazu finden Sie in der mitgelieferten Pflanzanleitung.

Der Versand beginnt etwa Mitte Oktober, kann sich aber witterungsbedingt verzögern. Wir bieten Ihnen die jeweils besten lieferbaren Sortierungen an – angegeben wird entweder die Anzahl der Triebknospen ("Augen") oder eine Größenklassifizierung.

Die Pflanzanleitung für Pfingstrosen können Sie sich hier auch als pdf PDF-Dokument herunterladen.

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Chinesische Pfingstrosen (Paeonia lactiflora).

Diese Pfingstrosen, die sogenannten Edelpäonien, stammen aus dem alten China, wo sie schon um 460 v. Chr. erwähnt wurden. Die Urform war milchweiß blühend und – wie die meisten ihrer Nachkommen – stark duftend. Zu dieser Gruppe gehören mehrere tausend Kultursorten, die auch als Schnittblumen sehr wertvoll sind.

White Cap (Paeonia lactiflora).

Die Blüten dieser Pfingstrose – in der sogenannten japanischen Form – sind von außergewöhnlicher Schönheit und verströmen zudem einen guten starken Duft. Der große Kontrast zwischen den weißen bis cremefarbenen Petaloiden in der Blütenmitte und den äußeren, kräftig purpurroten Blütenblättern gibt der bis 1 m hochwerdenden, sehr gut standfesten Pflanze eine besondere Wirkung – auch auf größere Entfernung. Diese späte Päonie blüht im Juni; durch die zahlreichen Seitenknospen mit sehr reichem Flor. Sie wurde 1956 von Winchell in den USA gezüchtet und erhielt 1991 die Goldmedaille der American Peony Society. Sortierung 3/5 Augen.

14,00 

 

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Jan van Leeuwen (Paeonia lactiflora).

Diese alte flämische Sorte mit zartem Päonienduft ist eine ausgesprochene Rarität. Sie hat eine einfache, ungefüllte Blüte mit reinweißen Blütenblättern und großen, wohlproportionierten, goldgelben Staubgefäßen. Die Blätter sind dunkelgrün und bilden einen schönen Kontrast zur Blüte. Diese Pfingstrose ist außerordentlich standfest, wird 60 cm hoch und blüht ab Anfang Juni. Sortierung 3/5 Augen.

18,00 

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Alice Harding (Paeonia lactiflora).

Obwohl der große Päonien-Züchter Lemoine diese Sorte als eine seiner besten beschrieb, ist ’Alice Harding‘ heute kaum noch verbreitet. Dabei verfügt sie über prächtige, gut gefüllte Blüten, die einen süßen Duft verströmen. Die äußeren Blütenblätter sind zartrosafarben getönt, während das große Zentrum von einer cremeweißen Färbung dominiert wird. Diese Päonie ist unempfindlich gegen Krankheiten, hat kräftige, standfeste Stiele mit gesunden, schöngeformten Blättern und bildet buschige, etwa 80 cm hohe Stauden. Sie blüht im Juni. Sortierung 3/5 Augen.

15,00 

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Strauchpäonien.

Obwohl die Strauch- oder Baumpäonien eng mit unseren bekannten Staudenpäonien verwandt sind, gibt es einige Unterschiede: Strauchpäonien verholzen teilweise und frieren im Winter nicht komplett zurück; sie wachsen langsam, bilden aber mit den Jahren große, bis 2,5 m hohe Büsche mit großen Blüten in verschwenderischer Fülle. Sie sind sehr robust und erfordern nur geringen Pflegeaufwand.

High Noon (Paeonia-Lutea-Hybriden).

Diese Saunders-Züchtung von 1952 gilt als eine der besten gelben Sorten mit aufrecht über dem Laub stehenden, gleichmäßig gebauten, halbgefüllten Blüten; leuchtendgelb mit kleinem rotem Basalfleck. Die Blüten verströmen einen starken Zitronenduft. Nach der spektakulären, üppigen Hauptblüte im Mai folgt im August ein zweiter (schwächerer) Flor. Kräftiger, aufrechter, bis 1,5 m hoher Wuchs und hübsches, dunkelgrünes Laub mit leicht rötlicher Färbung. Sortierung Größe 2.

22,00 

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Pflanz- und Pflegeempfehlung:

Pfingstrosen können durchaus 20 Jahre am selben Standort wachsen; sie lassen aber irgendwann in ihrer Blühwilligkeit nach. Jetzt im September und Oktober ist die ideale Zeit, ältere Stöcke zu teilen: Die Pflanzen werden zurückgeschnitten, ausgegraben und mit Messer oder Spaten so geteilt, daß jedes Teilstück mindestens zwei bis drei Knospen für den Neuaustrieb hat. Anschließend so flach wieder einpflanzen, daß die Triebknospen nur mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt sind; stecken sie zu tief im Boden, bleibt die Blüte aus. Generell ist zu beachten, daß Pfingstrosen sowohl bei einer Neu- als auch bei einer Umpflanzung meist erst im zweiten Standjahr (wieder) blühen.

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Gelungene Mischung. Intersektionelle Pfingstrosen.

Diese Pfingstrosen sind aus Kreuzungen zwischen Stauden- und Strauchpäonien (P. lactiflora x P. lutea) hervorgegangen und vereinen den staudigen Wuchs der einen mit der imposanten Blütengröße und den subtilen Farben der anderen Gruppe. Sie sind ausgesprochen gesund, wüchsig und robust und damit auch für solche Plätze geeignet, an denen andere Pfingstrosen nicht recht wachsen wollen. Das dekorative Laub hält bis lang in den Herbst hinein. Besonders hervorzuheben ist auch, daß sich die Blüten nach und nach, über einen Zeitraum von mehreren Wochen öffnen und gelegentlich sogar mit einer spätsommerlichen Nachblüte gerechnet werden kann.

Bartzella (Paeonia-Intersektionelle-Hybriden).

Die prachtvollen zitronengelben Blüten dieser Sorte können bis zu 25 cm im Durchmesser erreichen. Sie sind halbgefüllt bis gefüllt, tragen rote Basalflecken in der Mitte und haben einen feinen Zitrusduft. Kräftige Stiele sorgen dafür, daß die großen Blüten aufrecht getragen werden. Bezüglich Habitus und Fernwirkung gilt ’Bartzella‘ als beste gelbe Sorte. Sie blüht ab Mitte Mai und wird bis 90 cm hoch. Sortierung 3/5 Augen.

36,00 

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Callies Memory (Paeonia-Intersektionelle-Hybriden).

Diese amerikanische Züchtung gefällt mit ungewöhnlichem Farbenspiel: Mit ihren cremegelben, zartrot angehauchten Blütenblättern ähnelt diese halbgefüllte Pfingstrose im Erblühen der berühmten Rose ’Gloria Dei‘. Später verfärben sich einzelne Blütenblätter zur Mitte hin zu einem intensiveren, aber hellen Rot. An den verzweigten, bis 90 cm langen Stielen erscheinen Seitenknospen. Die Blütezeit ist lang, von Mai bis Juni. Sortierung 3/5 Augen.

36,00 

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Prächtig und robust. Paeonia-Rockii-Hybriden.

Aufgrund der Einkreuzung der chinesischen Wildform Paeonia rockii besitzen die Sorten dieser Päoniengruppe die wunderschöne dunkle Farbzeichnung in der Blütenmitte und die verschwenderische Blütenfülle: eingewachsene Pflanzen können weit über 100 Einzelblüten aufweisen. Die Blüten stehen an kräftigen Stielen aufrecht über dem Laub. Rockii-Hybriden zählen zu den robustesten und wüchsigsten Strauchpäonien und sind an unser mitteleuropäisches Klima besonders gut angepaßt. Von eher breitem Wuchs, sind sie sehr standfest, und sie sind gut schnittverträglich. Das feingliedrige Laub ziert auch nach der Blüte die harmonisch wachsenden Büsche.

Shu Sheng Peng Mo (Paeonia-Rockii-Hybriden).

Diese Sorte („Der Gelehrte, der die Tinte hält“) ist der Wildform Paeonia rockii sehr ähnlich: ein reinweißer, doppelter Blütenkranz mit auberginefarbenen Flecken rund um die goldgelbe Mitte aus Staubgefäßen. Die großen, duftenden Blüten erscheinen ab Anfang Mai. Die Pflanze ist sehr standfest bei etwa 1,5 m Höhe und Breite. Sortierung Größe 2.

35,00 

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Ye Guang Bei (Paeonia-Rockii-Hybriden).

Der „Leuchtende Kelch“ ist eine sehr empfehlenswerte Rockii-Sorte: gesund, wüchsig und mit ungewöhnlicher Blütenfarbe. Die großen, duftenden Blüten schimmern intensiv kirschrot und changieren ins Dunkel- oder Braunrote. Die typischen violetten Flecken in der Blütenmitte sowie die goldgelben Staubgefäße machen den besonderen Farbeindruck komplett. Diese Sorte darf nicht in die pralle Sonne gepflanzt werden, da sich die dunklen Blüten sonst zu stark erwärmen und schnell vertrocknen. Die Pflanze wird 1,5–1,8 m hoch und breit; die Blüte beginnt etwa Anfang Mai. Sortierung Größe 2.

38,00 

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Pfingstrosen teilen

Üppige Blüte bei Pfingstrose

Im August und September ist die beste Zeit, um Pfingstrosen (auch Päonien) zu teilen und zu verpflanzen. Dies sollte aber nur dann getan werden, wenn die Pflanzen am alten Standort an Vitalität und Blühwilligkeit nachlassen. Grundsätzlich sind es sehr langlebige Pflanzen, die lange am selben Platz stehen können. Auch Bartiris, Christrosen und Taglilien können jetzt geteilt werden. Die Pflanze vorsichtig ausgraben; vorher eventuell noch vorhandenes Laub entfernen. Der Wurzelstock von Pfingstrosen besteht aus verdickten, rhizomartigen Speicherorganen, die sich in mehrere Teilstücke zerlegen lassen, die dann einzeln wieder aufgepflanzt werden. Pfingstrosen teilen