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Wahlfreiheiten. Personalisierte Drucksachen

Personalisierte Drucksachen

Korrespondenzpapiere und Visitenkarten im Stahlstich oder Buchdruck.

Zeitgenossen, die des handschriftlichen Verfassens von Briefen und Mitteilungen noch nicht gänzlich entwöhnt sind, gilt es als gute Sitte, einen Fundus an personalisierten Drucksachen anzulegen, dessen Nutzung für die private oder geschäftliche Korrespondenz nicht zuletzt dem Zweck dient, die Wertschätzung sowohl des Angeschriebenen als auch des geschriebenen Wortes selbst zum Ausdruck zu bringen – ein Anliegen, das wir seit jeher für unbedingt unterstützenswert halten, zumal wir auch zur Entstehungsseite, sprich:

Personalisierte Drucksachen

zum Handwerk des Schriftsetzens und Druckens, dem persönliche Drucksachen dieser Art als Akzidenzen (Gelegenheits-
drucksachen) geläufig sind, eine hohe Affinität hegen.

 

 

Korrespondierend mit einer neuerdings erweiterten und bedarfsgerecht portionierten Auswahl an Briefpapieren bieten wir Ihnen deshalb ab sofort auch personalisierte Briefbögen (mit Wasserzeichen), Karten und Kuverts sowie Visitenkarten an, deren wesentliche Charakteristika – als da wären:

 

  • Papier,
  • Druckverfahren,
  • Schriftart,
  • Druckfarbe und
  • Satzgestaltung


wir zur Auswahl stellen.

Wahlfreiheiten. Wie Sie bestellen können.

Damit Sie sich einen unmittelbaren Eindruck insbesondere vom Spektrum der angebotenen Papiere und der je nach Verfahren unterschiedlichen Druckergebnisse verschaffen können, liegen in unseren Warenhäusern Ordner mit Mustern aus, in denen Sie die zur Wahl stehenden Drucksachen exemplarisch in Augenschein und in die Hand nehmen können. Alternativ können Sie ein Musterheft anfordern, das die Wahlfreiheiten erläutert und ebenfalls verschiedene Papier- und Druckmuster enthält.

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Bestellhinweis:


Zu Ihren Akzidenzen kommen Sie auf mehreren Wegen: Indem Sie
1) wahlweise über unsere Sonderbestellabteilung unter der Tel.-Nr. (0 2309) 93 90 57 bzw. per E-Mail unter info@manufactum.de ein Musterheft anfordern, das verschiedene Papier und Druckmuster enthält.

2) sich in einem unserer Warenhäuser nach Sichtung der dort ausliegenden Original-Druckmuster für eine Variante entscheiden und ebendort einen Bestellschein ausfüllen. Ca. 2–3 Arbeitstage nach Erhalt des ausgefüllten Bestellscheins erhalten Sie per Fax oder E-Mail einen Korrekturabzug; nach Überprüfung und Freigabe des Korrekturabzuges (max. 3 kostenlose Korrekturabzüge sind im Preis enthalten) geht der Auftrag an den Drucker, und die Drucksachen werden binnen ca. 2 Wochen (Buchdruck) bzw. ca. 3 Wochen (Stahlstich) geliefert, und zwar die je ersten 100 Stück in einer kaschierten Stülpdeckelschachtel; darüber hinausgehende Mengen werden separat zugepackt.

Die für im Stahlstichverfahren angefertigte Akzidenzen benötigten Klischees werden bei unserem Drucker kostenlos archiviert. Sie erhalten mit der Lieferung einen Nachweis mit Ihrer individuellen Archivierungsnummer. Bei Folgeaufträgen reicht die Angabe der entsprechenden Nummer (es fallen keine weiteren Klischeekosten an). Sollen eigene, bereits vorliegende Embleme, Logos oder Zeichnungen eingearbeitet oder die Akzidenzen in einer abweichenden Pantone-Farbe gedruckt werden, konsultieren Sie bitte unsere Sonderbestellabteilung.

pdfAkzidenzen Preisliste
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Briefkarte

Original Crown MiIl.
Briefpapier aus Belgien.

Original Crown Mill. Briefpapier aus Belgien. Unterschiedliche Papiere zeitigen – je nach Saugfähigkeit oder Oberflächen-
beschaffenheit – merklich unter-
schiedliche Ergebnisse im Schriftbild.

Nicht minder unterschiedlich sind die Vorlieben derer, die sie beschreiben, weshalb wir drei Papiere zusammengestellt haben, die sich auch in der Farbe und in der rohstofflichen Substanz, vor allem aber in der Ober-
flächenstruktur, voneinander unterscheiden.

Die Papiere stammen sämtlich aus der Papiermanufaktur Pelletier in Brüssel. Seit 1870 ist der Hoflieferant des belgischen Königshauses mit der Verarbeitung von Korrespondenzpapieren befaßt und war eine der ersten Manufakturen, die Briefumschläge mit einer Fütterung aus Seidenpapier versahen.

Crown Mill Cotton

Vergé
Das Vergé hat deutlich sichtbare Siebmarken, die sich auch spüren lassen. Dadurch ist das Papier biegefest, fast steif und von gleichmäßiger, wie gedimmt wirkender Opazität, während die Oberfläche merklich reliefartig ist. Bei zu starkem Druck bremst das Papier, so daß der Schriftstrich nie zu dünn wird.

Crown Mill Velin

Velin
Dieses glatte Papier lehnt sich dem Namen nach an das Vellum an, eine Pergamentart, mit dem es seine regelmäßig strukturierte und dicht geschlossene Oberfläche gemein hat – ins Licht gehalten, wird die Dichte des Papiers deutlich sichtbar. Es ist dies das glatteste und weißeste der von
uns angebotenen Papiere und beschreibt sich sanft und leichtgängig.

Crown Mill Cotton

Cotton
Nomen est Omen: Dieses zartweiße Papier besteht zu 100 Prozent aus Baumwolle, ist aber dennoch das spürbar leichteste unserer drei Papiere. Das Cotton ist etwas rauher als das Velin, zeichnet sich durch eine vergleichsweise starke Opazität aus und beschreibt sich weich.

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Stahldrucker

Druckverfahren mit Höhen und Tiefen: Stahlstich und Buchdruck.

Im Alltag haben ja die mittlerweile jedermann zugänglichen Digitaldrucktechniken etliche Felder besetzt, die in der Vergangenheit von professioneller Hand beackert wurden; und so sehr ihr praktischer Nutzen und die mit ihnen einhergehende Demokratisierung zu begrüßen sein mögen, so sehr hat doch auch der Eindruck Platz gegriffen, daß Machbarkeit nicht zwingend Qualifikation und Qualität gebiert.

Das Ergebnis eines Druckvorgangs ist eben nicht lediglich der Transfer eines Inhalts auf ein Papier; ein Druckerzeugnis – um so mehr ein hochrangiges wie Visitenkarte oder Briefbogen – definiert sich über Form und Anmutung des Inhalts wie des Papiers und über die physische Umsetzung, den eigentlichen Druck, der, je nach Verfahren, der Drucksache eine mehr oder weniger merkliche Charakteristik angedeihen läßt. Wir haben für den Druck Ihrer Akzidenzen zwei mechanische Verfahren ausgewählt, die sich im Druckergebnis wie im Preis wesentlich unterscheiden: den nicht nur im Wortsinn erhabenen Stahlstich und den altehrwürdigen Buchdruck.

Stahlstich

Der Stahlstich.

Er gehört zu den Tiefdruckverfahren und wird seit jeher für die Reproduktion feiner Grafiken, ins-
besondere für die Herstellung von Banknoten und Briefmarken eingesetzt – Drucksachen also, die in überzeugender Weise einen Wert repräsentieren sollen. Beim Stahlstich liegen die zu druckenden Elemente als Vertiefung in einer stählernen Druck-
form, dem Klischee, das von Hand graviert wird und für jede einzelne Drucksache zu erstellen ist.

Die gedruckte Schrift oder Grafik ist erhaben, weshalb sie einfallendes Licht als leichten Glanz auf ihrer Oberfläche wiedergibt. Der Erhebung entspricht eine fühl- und sichtbare Einbuchtung auf der Rückseite des Papieres, die sogenannte Facette – das Charakteristikum des handwerklichen Tiefdrucks schlechthin.

Buchdruck

Der Buchdruck.

Anders als beim Stahlstich ist der Druckstock im Buchdruck erhaben, die Farbe wird wie mit einem Stempel zu Papier gebracht.

Unser Drucker arbeitet zwar nicht mit handgesetzten Druckstöcken aus beweglichen Lettern, sondern mit fotochemisch erzeugten Klischees – aber immer noch obliegt es seinem Schriftsetzer, für die rechte Form und Anmutung der Druckvorlage zu sorgen, zu setzen, zu spationieren und auszugleichen, und gedruckt wird in einer Tiegeldruckpresse (dem berühmten „Heidelberger Tiegel“), die sich wegen der beim Buchdruck geforderten Ebenmäßigkeit der Druckflächen vor allem bei kleinformatigen Drucksachen bewährt hat.

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Von Rom in die Schweiz. Schrifttypen.

Mit dem florierenden Buchdruck ist im 15. Jahrhundert die serifenbetonte Antiqua aufgekommen, die ihren Ursprung in römischen Steininschriften hatte. Bis in die Ära der beginnenden Industrialisierung sind viele verschiedene Renaissance-, Barock- und Klassizismus-Antiqua geschnitten worden.

Im 19. Jahrhundert wurden die ersten Grotesken entworfen, die deshalb so genannt werden, weil die Nutzung neuer Schriften ohne die kleinen Endstriche der Buchstaben die Lesegewohnheit irritierten. Im 20. Jahrhundert sind mit Erfindung der Helvetica die Groteskschriften zum kennzeichnenden Merkmal der maßgeblichen Schweizer Typographie geworden.

Helvetica

Helvetica.

Die Helvetica zählt zur Gruppe der serifenlosen Linear-Antiqua und zeichnet sich dadurch aus, daß ihre schlanken Strichformen bis in die Antike zurückgeführt werden können (Antiqua) und ihre Strichbögen nicht gebrochen sind (linear).
Die ausgeglichene Strichstärke läßt das Schriftbild hell und leicht wirken.

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Gill

Gill.

Auch die Gill gehört zu den serifenlosen Schriften, ist aber mit ihren harmonischen Proportionen, die nämlich auch auf Antiqua-Schriften basieren, nicht weniger gut lesbar. Im Vergleich zur Helvetica ist der Strich der Gill etwas kräftiger, weshalb das Schriftbild dichter und dunkler wirkt.

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Bodoni

Bodoni.

Die Bodoni gehört zu den klassizistischen Antiqua-Schriften. Besondere Merkmale wie die hohen Strichstärkenunterschiede und senkrecht verlaufende Schattenachsen sind vom handschriftlichen Schreiben mit der Spitzfeder inspiriert. Die dennoch gute Leserlichkeit verdankt sich den Serifen, die das Auge in der Zeile führen.

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Copperplate Gothic

Copperplate Gothic.

Gothic ist der englische Begriff für Grotesk. Die Copperplate ist eine Versalschrift und realiter auch keine Grotesk, weil an ihren Strichenden haarfeine Serifen stehen, die hier nicht verzieren, sondern die Ecken auf dem Papier schärfer wirken lassen. Diese Schrift hat eine größere Laufweite (Abstand zwischen den Zeichen) als üblich, wodurch die schwierige Leserlichkeit von Großbuchstaben ausgeglichen wird.

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Shelley

Shelley.

Die Shelley gehört zu den Kursivschriften, die keine schräggestellten Druckschriften sind, sondern Laufschriften, denn die Linien laufen ununterbrochen durch. Die Kleinbuchstaben erinnern mit ihrer Rechtsneigung und den leichten Strichkontrasten an die in Schulen (mittlerweile kaum mehr) gelehrte lateinische Ausgangsschrift, während die Großbuchstaben kalligraphisch verschlungen sind.

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Die Farbgestaltung.

Als Druckfarben bieten wir Ihnen Schwarz, Blau, Dunkelrot, Grau und Grün. Die Farbe des Umschlagfutters wird zugunsten eines homogenen Erscheinungsbildes der gesamten Ausstattung jeweils auf die Druckfarbe abgestimmt (Ausnahme: Beim Druck mit schwarzer Farbe werden die Kuverts standardmäßig weiß gefüttert). Die Druckfarbe variiert mit den verwendeten Papieren bzw. Druckverfahren, entspricht also im Regelfall nicht genau der Farbe des Umschlagfutters.

Personalisierte Drucksachen