Das Ortsbild im Wandel bewahren. Die Schweizer Stiftung Archicultura.

Jede Ortschaft ist einem Wandel unterworfen; die Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Tätigkeiten schreibt sich in das Ortsbild ein. Sein Zustand gibt damit Aufschluß über das Tempo seiner Entwicklung, über plötzlichen Strukturwandel und den Verlust von Achtsamkeit. Auch wenn in Industriestandorten und Ballungsräumen die historischen Brüche weitaus stärker waren, ist das Problem der Ortsbildpflege nicht auf diese Gegenden begrenzt, wie der erhebliche Aktionsbedarf der Schweizer Stiftung Archicultura belegt. Statt romantischer Neuerungsverweigerung verfolgen die für Vernunft und Ordnungssinn geschätzten Eidgenossen das Ziel, Weiterentwicklung und Veränderung mit einem harmonischen Gesamtbild in Einklang zu bringen. Daß Verkehr und Bauwesen sowie die Interessen der Wirtschaft zuweilen andere Ziele haben, ist ebenso klar wie der sich daraus ergebende Interessenkonflikt.

Im Rahmen eines Inventarisierungsprojekts wurden bereits 5.854 schützenswerte Ortsbilder erfaßt. Das hilft bei der Bewertung weiterer Bausituationen und gibt eine Entscheidungsgrundlage bei der Ortsbildpflege. Die Stiftung Archicultura setzt sich für die Bewahrung und Entwicklung intakter Ortsbilder in der Schweiz und in den Grenzgebieten des Auslands ein. Nach ihrer Auffassung können intakte, harmonische und malerische Ortsbilder nur mit strengen Bau- und Gestaltungsvorschriften geschützt werden. Das hat eine lange Tradition: Schon um 1250 wurden mit der „Berner Handveste“ Gestaltungsvorschriften und Höhenangaben festgelegt, denen sich bis heute die Schönheit der Berner Altstadt verdankt. Ohne konkrete Regeln sind auch heute keine guten Ortsbilder zu erreichen. Gerade da, wo viele Neubauten in den Bestand eingefügt werden, bringt eine geordnete Bebauung die Aussicht, daß sich ein Ort weiterentwickelt, ohne unansehnlich zu werden.

Die Stiftung berät und informiert Bauträger, Bauherren und Gemeinden, um sie bei ihrem Wunsch nach einem schöneren Ortsbild zu unterstützen. Sie veranstaltet Lehrgänge und erstellt Gutachten. Mit einer informativen Wanderausstellung will sie die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren. Vorbildliche Ortsbilder und Einzelobjekte würdigt sie mit Auszeichnungen. Und sie sucht Menschen, die ihre Arbeit unterstützen wollen, insbesondere durch tätige Mithilfe.

www.archicultura.ch

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