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Obstbäume düngen

Obstbaeume duengen

Um die Fruchtbarkeit eingewachsener Obstbäume in der Vollertragsphase zu erhalten, sollten sie alle zwei Jahre gedüngt werden. Im zeitigen Frühjahr ist dafür der richtige Zeitpunkt.

Geeignete Düngemittel

Kompost auf Baumscheiben ausbringen
  • Am besten geeignet ist Mist von Pferden, Rindern oder Schafen. Er muß gut abgelagert und verrottet sein, denn frisches Material würde die Krankheitsanfälligkeit der Bäume und ein ungesundes Triebwachstum auf Kosten der Fruchtbildung fördern.
  • Auch reifer Kompost ist gut geeignet; er sollte allerdings mit einem zusätzlichen Stickstoffdünger vermischt werden (z.B. Hornmehl oder Hornspäne: 100–140 g pro Baum bei Steinobst, 70–100 g pro Baum bei Kernobst). Gesteinsmehl oder Algenkalk können als Spurenelementquelle beigegeben werden, Holzasche zur Erhöhung des Kaliumgehalts.
  • Alternativ können gekörnte oder pelletierte organische Dünger eingesetzt werden, in Frage kommen solche, die universell einsetzbar oder speziell für Gehölze konzipiert sind.
  • Etwa alle vier bis fünf Jahre empfiehlt es sich, mit Hilfe einer Bodenanalyse den Nährstoffgehalt des Bodens im Bereich der Baumscheibe zu überprüfen und die Düngung gegebenenfalls anzupassen.

Anleitung

  • Bei der Ausbringung des Düngers beachten, daß das Wurzelsystem des Baumes – der sogenannte Wurzelteller – im allgemeinen etwas breiter ist als die Krone. Die feinsten Saugwurzeln, die für die Wasser- und Nährstoffaufnahme besonders wichtig sind, befinden sich also etwas außerhalb der Kronentraufe.
  • Stehen die Bäume in Beeten oder mit offener, nicht bewachsener Baumscheibe (die Fläche unterhalb der Krone) in einer Wiese, den Dünger als dünne Schicht auf der kompletten Baumscheibe und etwas darüber hinaus aufstreuen und mit Harke oder Rechen leicht einarbeiten. Diese Fläche möglichst das ganze Jahr mit einer Mulchdecke bedecken.
  • Wachsen die Bäume in Rasen oder Wiese ohne offene Baumscheibe, den Dünger nicht aufstreuen, sondern unterhalb der Grasnarbe einbringen. Dazu im Bereich der Kronentraufe (und etwas darüber hinaus) in regelmäßigen Abständen um den Baum herum Löcher oder Spalten in den Boden stechen. Neben einem Spaten können ein Rasenlüfter oder ein langstieliger Zwiebelpflanzer hilfreich sein. Den Dünger einbringen und gegebenenfalls mit Wasser einschlämmen. (Von einer solchen Obstbaumkultur ohne offene Baumscheibe ist allerdings abzuraten, da die Gräser – besonders bei jungen Bäumen – eine enorme Konkurrenz darstellen. Sie entziehen dem Boden nicht unbeträchtliche Mengen Wasser und Nährstoffe, die dem Baum selbst dann nicht zur Verfügung stehen. Zudem werden Mäuse und Wühlmäuse von einem Grasbewuchs angezogen und schädigen den jungen Baum durch Fraß an Wurzeln und Rinde.)

Es wird benötigt:

Werkzeug: Schaufel, Rasenlüfter oder langstieliger Zwiebelpflanzer, Spaten oder Grabegabel, Transport- oder Schubkarre, Gießkanne.
Düngemittel: abgelagerter Mist (von Pferden, Rindern oder Schafen) oder reifer Kompost (versetzt mit organischem Stickstoffdünger, Gesteinsmehl, Algenkalk, Holzasche) oder organische Universal- oder Gehölzdünger.

Aromatische Frucht. Alte Obst- und Wildgehölze

Nicht jede moderne Obstsorte ist schlechter als eine alte, und nicht jede alte Sorte ist per se gut. Wenn jedoch heute im Handelseinerlei die Qualität einer Sorte an Transport- und Lagerfähigkeit oder Gleichförmigkeit gemessen wird, möchten wir lieber Kriterien wie Geschmack, Vielfalt und Eignung zur Selbstversorgung anwenden. Wir bieten daher wohlschmeckende, altbewährte Obstsorten an, teils echte Raritäten, aber auch früher weitverbreitete Sorten. Diese robusten, in der Regel recht anspruchslosen Bäume und Sträucher liefern vielfältig nutzbare Früchte für zum Teil ungewöhnliche Geschmackserlebnisse.
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Bodenverbesserung. Dünger und Pflanzenstärkung

Ein guter Boden ist die Grundlage jeder gärtnerischen Aktivität. Wie wertvoll diese relativ dünne, humushaltige Oberbodenschicht ist, kommt schon in der fast ehrfürchtigen Bezeichnung „Mutterboden“ zum Ausdruck. Zu Recht, denn sie ist die Voraussetzung für die Ansiedlung jeglicher Vegetation: natürlich entstandener wie auch durch Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft kultivierter. Ein Mittel der Bodenpflege ist der maßvolle, bedarfsgerechte Umgang mit Düngemitteln – vorzugsweise organischer, da bei diesen Düngern die Nährstofffreisetzung sukzessive erfolgt und somit die Gefahr der Auswaschung und Belastung des Grundwassers kaum gegeben ist. Bodenverbesserung