Die ungefütterte, mäßig weit geschnittene
Herrenweste aus Hard Sateen hat
ihren Ursprung im Arbeitsbereich. Sie
trägt sich bequem, hat markant breite
Steppungen an den Kanten und den
vier aufgesetzten Taschen.
Die Taschenpositionen sind, wie auch
bei dem Jackett, zur Verstärkung mit
einem Ripsband aus Baumwolle untersteppt.
Die sechs Ösenknöpfe aus
Steinnuß werden durch je eine
Messingringfeder
auf der Unterseite
fixiert,
sie sind leicht abnehmbar.
Geschätzt wurde das einst vom Militär,
goldene oder silberne Knöpfe ließen
sich so leicht zum Polieren abnehmen.
Bekannt waren sie auch als „Shank
Buttons“ oder „Butcher Buttons“
(Metzgersknöpfe), ein Hinweis weniger
auf einen spezifischen Beruf, sondern
darauf, daß sie für die Wäsche abnehmbar
sein mußten. Die Weite
der
Weste kann mittels Metallschließe im
Rücken reguliert werden.
Hard Sateen in
100% Baumwolle.
Flächengewicht
315 g/qm. Satinbindung. Rückenlänge bei Größe 50 = 61 cm.
Hard Sateen. Urwüchsiger Stoff mit Understatement.
Eine wirklich handfeste Ware, die sich
trocken und fast spröde anfühlt, aber
nicht rauh oder ungehobelt daherkommt,
sondern die Satin-Anmutung
mit Recht im Namen trägt – das ist Hard
Sateen. Das früher in England für die
Arbeitskleidung zupackender Berufe
verwendete griffige, schwere Atlasgewebe in Satinbindung ist strapazierbar
und außergewöhnlich. Der Engländer
Nigel Cabourn hat dieses Gewebe „rekonstruieren“
und für uns einen sommers wie winters
zu tragenden Anzug samt Weste und
für Mutige auch mit Shorts fertigen lassen.
Die Einzelteile können auch solo
zum Einsatz kommen.