35,0 Vol.-% Alk., 0,5-l-Flasche
Klares Aroma. Von Bergeshöh.
So etwas gibt es nur bei den findigen Chorherren in Stift Neustift: Hoch hinaus muß, wer diesen einzigartigen
Bitter herstellen will. Nämlich auf Almen in 2.000 m Höhe, wo Latschenkiefern-Triebspitzen und die Zapfen dieser Nadelbäume geerntet werden, die unserem Südtiroler
Getränk die ganz charakteristische, ätherisch-harzige Aromatik verleihen. Ungefähr fünf Monate werden die Pflanzenteile ausgezogen, kein weiteres Kraut kommt in die Rezeptur hinein. Insofern dominiert bei ihm auch nicht das Bittere. Aroma und Geschmack sind frisch samtig und unverstellt, leicht ätherisch, die Wirkung ist durchaus anregend. Im Winter auch sehr als „Schuß“ im Tee zu empfehlen!
Himmel der Kräuter.
Über das gesamte Kirchengewölbe der Benediktinerkirche St. Michael in Bamberg erstreckt sich der "Himmelsgarten“, ein gemaltes Herbarium mit 578 Pflanzen. Das über die Jahrhunderte in den Klöstern gesammelte Kräuterwissen ist enorm, viele bekömmliche Elixiere und Magenbitter beruhen auf alten Rezepten. Zwar kein Mönch, aber an allem Wissen der Zeit – auch dem der arabischen Welt – hoch interessiert war der Katalane Arnaldus de Villanova (1235–1311), der von einem Kreuzzug die Technik der Destillation von Alkohol nach Europa brachte. Der ruhelose Tempelritter, Alchemist, Pharmazeut und Gast an Papst- wie Königshöfen legte Heilkräuter in Alkoholgemische ein, um Wirkstoffe und Aromen herauszulösen. Diese Mazeration genannte Technik, das Ausziehen von Aromastoffen aus Pflanzenteilen auf kaltem Weg, gehört neben dem Destillieren heute noch zu den Grundtechniken der Likörherstellung.