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Mühle Rasiertiegel Porzellan

Mühle Rasurkultur


Bestellnummer:  77907

Preis:  24,00 €

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Verfügbarkeit
vorrätig, Lieferung in 2-3 Tagen

Produktinformation

Handlicher Rasiertiegel aus schwarzem oder weißem Porzellan.
Höhe 7,5 cm, Boden Ø innen 6 cm. Gewicht 260 g.

Allgemeine Informationen

Schön und nötig: Rasiertiegel.

Für Nassrasierer ist der Tiegel ein elementares Werkzeug: Nur in ihm lässt sich mit einer guten Rasierseife oder -creme und einem guten Pinsel jener feine, steifsahnige Schaum erzeugen, der eine tiefgründige, anhaltende und hautschonende Rasur ermöglicht.

Rasierpinsel und Hobel von Mühle.

Nicht jedem Handwerksbetrieb gelingt der Spagat zwischen Tradition und Moderne, der Rasierpinsel-Manufaktur Mühle ist er gelungen: In dem bis heute familiengeführten Unternehmen hat man sich das überlieferte Handwerkswissen bewahrt und darauf aufbauend die Brücke geschlagen zu neuen Materialien, Herstellungsarten und zeitgemäßem Design. Die Manufaktur im Erzgebirgsdorf Hundsdübel bietet alles, was Mann für eine gute Nassrasur braucht, 90% davon werden in Handarbeit produziert, auch – oder vor allem, sollte man sagen – die Rasierpinsel, die bis heute das Herz der Firma sind. Fingerspitzengefühl, eine ruhige Hand und ein gutes Auge braucht der Pinselmacher für die Arbeit mit dem feinen Dachshaar, das zunächst sorgfältig sortiert, aufs Zehntelgramm ausgewogen und in der Büchse in Form gestoßen und geklopft wird. Mit größter Vorsicht werden dann die etwa 20.000 Haare aus der Formbüchse genommen und, ohne dass dabei auch nur ein Härchen verrutscht, mit festem Zug zur Quaste gebunden – ein Arbeitsschritt, bei dem Juniorchef Christian regelmäßig die Luft anhält. Erst dann wird das zuvor noch bereinigte und verleimte Haarbündel auf das Griffstück des Rasierpinsels montiert.
Die Lage des Firmensitzes in der erzgebirgischen Provinz, inmitten üppig grüner Natur, scheint zwar im Widerspruch zum internationalen Handelsradius des Unternehmens zu stehen, doch entspricht sie ganz der konzentrierten, ruhigen Arbeit des Pinselmachers. Selbst die Arbeitstische müssen die Ruhe selbst sein: Sie sind aus schwerem Granit und dadurch schwingungsfrei, damit die feinen Haare beim In-Form-Klopfen und -Stoßen nicht durcheinandergeraten.

Aus dem Erzgebirge in alle Welt. Vom Familienbetrieb zur Weltmarke.

Den ersten Rasierpinsel fertigt Otto Johannes Müller in seiner Waschküche und legt damit, direkt nach dem letzten Weltkrieg das Fundament der Firma Mühle. Auch Bürsten und Pinsel und andere Dinge des täglichen Bedarfs, die zu damaliger Zeit knapp waren, stellt der gelernte Bürsten- und Pinselmacher her und beginnt gleichzeitig, seine Produkte mit der Mühle darauf in die ganze Welt zu exportieren. Kaum 20 Jahre später unterhält Mühle Handelsbeziehungen in 36 Länder, in ganz Europa, aber auch in Südamerika und sogar im Orient sorgen nun Mühle Rasierpinsel für den feinporigen Rasierschaum auf der Haut. Wie viele andere Privatbetriebe in der DDR kann sich auch Mühle nicht der Verstaatlichung entziehen, doch ergreift Gründersohn Hans Jürgen Müller gleich nach der Wende die Chance der Reprivatisierung – ein echter Neuanfang, wie sich bald herausstellen soll, denn von den einstigen Kunden und Mitarbeitern ist kaum jemand geblieben. Wie Großvater und Vater vor ihm und Sohn Christian nach ihm hat Hans Jürgen noch das vom aussterbenden bedrohte Handwerk des Pinselmachers gelernt, so dass er das Familienwissen nun wieder voll einsetzen muss – und eben auch kann. Er modernisiert die Produktion und erweitert im Laufe der folgenden Jahre die Produktpalette um Rasierhobel, Schalen und alles, was das morgendliche Ritual der Nassrasur sonst noch verlangt. Die bis heute enge Verbundenheit mit der Tradition zeigt die Mühle-Sammlung im historischen Frisiersalon neben der Manufaktur, der mit musealen Utensilien Rasur- und Firmengeschichte gleichermaßen präsentiert. Heute liegt das Zepter in den Händen der dritten Generation. Andreas und Christian Müller haben die Fertigungstiefe am Firmensitz kontinuierlich ausgebaut, sodass hier Rasierpinsel und Hobel mittlerweile wieder vollstufig produziert werden. Was zugeliefert wird, bezieht Mühle wann immer möglich von regionalen Produzenten. Eine konsequente Weiterführung dieser ökologischen und ressourcenschonenden Produktion ist auch die Entwicklung einer Pflegeserie, die den Anforderungen an Naturkosmetik entspricht.