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Manufactum Portemonnaie


Bestellnummer:  76877

Preis:  142,00 €

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Verfügbarkeit
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Produktinformation

Hochformatige Kombi-Geldscheinbörse: mit zwei großen Geldscheinfächern, einem ledergefütterten Fach für Hartgeld, unter dem sich zwei weitere Fächer für Ausweise befinden. In der Innenklappe lassen sich links sechs Karten mitführen, rechts drei Kreditkarten und zwei Ausweise. Vier Ausweise haben im äußeren Klappenteil Platz, weitere Papiere im großen Extrafach hinter der Innenklappe. Rindleder, vegetabil gegerbt.

B 13 x H 11 cm. Gewicht 110 g.

Allgemeine Informationen

Handwerkliche Sorgfalt. Die Manufactum Lederkollektion.

Unsere Lederkollektion ist mit Sinn und Aufmerksamkeit für Details gemacht, vom Leder bis zur letzten Naht. Die Kleinlederwaren sind ungefüttert; die Lederrückseite bleibt so – mit ihren natürlichen Unregelmäßigkeiten – „ehrlich“ erkennbar. Ihre Nähte sind offenkantig verarbeitet.
Leder und Gerbung.
Die Häute englischer und schottischer Rinder werden in England vegetabil gegerbt, und zwar in Faßgerbung, also in langsam drehenden Eichenfässern in einer Lohbrühe, von deren pflanzlichen Zutaten eine jede ihre spezifische Wirkung im lohgaren Leder hinterläßt: von Mimosa, dem Rindengerbstoff der schwarzen Akazie, und von Quebrachoholz erhält es die ausgezeichnete Griffigkeit, von den Gerbstoffen der Edelkastanie seinen schönen rötlichen Farbton.
Walken und fetten. Dorschtran und Birkenrindenteer.
In der Zurichtung, also dem, was dem im Faß lohgar gewordenen Leder anschließend widerfährt, ergibt sich der große Abstand zu allem, was heute üblich ist: Um dem 1,6–1,8 mm starken Leder die Sprödigkeit zu nehmen und es geschmeidig und beständig zu machen, muß es nach der Gerbung „getränkt“ und gefettet werden. Dies geschieht, um von heutigen Verfahren gar nicht erst zu reden, seit Mitte des 19. Jahrhunderts mit tierischen Talgen, dem sogenannten Gerberfett oder „Dégras“. Wir gehen noch eine Stufe zurück und greifen zu den Mitteln, denen nach Meinung von Kennern die legendären alten Juchtenleder ihren Ruf verdanken: Fischtran und Holzteer. Im rotierenden Walkfaß erhält das Leder von den uralten Fettungsmitteln Dorschtran und Birkenrindenteer eine dauerhafte, sich im Laufe der Zeit vervollkommnende Geschmeidigkeit, dabei imprägniert der Birkenrindenteer das Leder auf natürliche Weise.

Die Leder. Überlegen im Gebrauch. Optisch wie haptisch überzeugend.

Funktionale Aspekte bestimmen neben der Haptik und Optik die Auswahl der Leder für Gürtel, Taschen und Kleinlederwaren. Dabei finden unvergleichlich festes und widerstandsfähiges Ochsenleder, klassisches, hochwertiges Rindleder, äußerst feinporiges Kalbleder, gleichermaßen robustes wie weiches Elchleder und ewig haltbares, dabei jedoch sehr feines und glänzendes Pferdeleder Verwendung; ebenso das weiche Leder von Ziege und Hirsch.

Gerbverfahren.

Die Gerbung ist der Prozeß, in dem Tierhaut ihre Beständigkeit gegen Wasser und Fäulnis erhält. Eiweißfaser wird dabei in Lederfaser umgewandelt – ein Prozeß übrigens, der synthetisch nicht nachgebildet werden kann. Neben der Beschaffenheit der Rohware entscheidet die Art der Gerbung über die Qualität und die Eigenschaften des ledernen Endprodukts: Festigkeit, Dehnbarkeit, Wasserverträglichkeit, und auch die Eigenschaften der Oberfläche wie Härte oder Geschmeidigkeit werden maßgeblich vom Gerbverfahren bestimmt. Die traditionellen Gerbverfahren sind uralt; sie lassen sich nach den bestimmenden Gerbstoffen in drei Gruppen teilen:

Die Loh- oder Rotgerbung erfolgt mit pflanzlichen Stoffen (Extrakten aus Rinden, Hölzern, Blättern und Früchten) und wird bei schweren Rinderhäuten angewandt. „Lohgare“ führt zu einem sehr festen, langlebigen und robusten Leder, das durch Gebrauch seine Patina erhält.

Die Sämischgerbung arbeitet mit Fett und Tranen und wird vor allem auf Hirsch-, Reh-, Schaf- und Ziegenhäute angewandt. Sämischgares Leder ist ungemein weich, von fast wollartiger Beschaffenheit und kann ohne Schaden vielfach gewaschen werden.

Bei der Alaun- oder Weißgerbung, einer mineralischen Gerbung, wird Alaunstein verwendet; sie wird vor allem bei Kleintierfellen angewandt und führt zu einem hellen Leder von großer Weichheit.

Die Chromgerbung, ebenfalls mineralisch, ist dagegen jüngeren Datums. Sie wurde im 19. Jahrhundert eingeführt, arbeitet mit Chrom- und anderen mineralischen Salzen und hat den Vorteil sehr kurzer Gerbzeiten. Das Ergebnis ist ein leicht zu verarbeitendes, sehr geschmeidiges, weiches, tuchartiges Leder, wie es heute beliebt ist.

Dies alles wäre noch übersichtlich, wenn es dazwischen nicht eine ganze Reihe modernisierter und kombinierter Varianten der Loh-, Sämisch- und Alaungerbung gäbe, bei denen die Gerbzeiten durch mechanische und chemische Mittel deutlich verkürzt werden.
Wir folgen bei unseren Lederwaren folgender Terminologie:
– mineralisch gegerbtes Leder nennen wir chromgegerbt.

Mit pflanzlichen Gerbstoffen hergestellte Leder werden allgemein als vegetabil gegerbt bezeichnet. Sie entstehen in Faßgerbung, Grubengerbung oder Altgrubengerbung, die – in dieser Reihenfolge – mit steigendem Zeitaufwand immer festere und zähere Leder hervorbringen. Wir nennen:
– pflanzlich im rotierenden Gerbfaß gegerbte und daher relativ weiche Leder mit vergleichsweise kurzer Gerbzeit vegetabil gegerbt;
– das in der besonderen Form der vegetabilen Gerbung im sogenannten Farbengang (einem System von 6 bis 12 mit Lohbrühe gefüllten Gruben) gegerbte Leder grubengegerbt;
– und das wirklich in vielen Monaten in der Grube lohgegerbte Leder altgrubengegerbt.

Für unser Lederwarensortiment verwenden wir (mit wenigen Ausnahmen) vegetabil gegerbtes, grubengegerbtes und (in einem Fall) sämischgares Leder. Es stammt zum größten Teil aus deutschen Gerbereien. Hier, im Heimatland der weltweit in hohem Ruf stehenden Gerberschule Reutlingen, behalten noch einige Gerber die traditionellen, langwierigen Gerbverfahren bei und besetzen damit eine kleine Marktnische.
Viele unserer Taschen und Kleinlederwaren sind Eigenentwicklungen. Gemeinsam ist allen Produkten die Auswahl robuster Leder und der Rückgriff auf sattlertypische, auf Haltbarkeit zielende Techniken.

Allgemeine Informationen

Die Bewertung unserer Kunden – (4)

  • MMMMM 07.08.2016 anonym

    0 von 0 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    Hervorragendes Produkt

    Nach 7 Jahren härtestem Einsatz - Velofahren, Motorradfahren, in der Gesässtasche im Aussendienst - zeigt das Portemonnaie nun leider ein paar gerissene Fäden und es löst sich die Vernähung beim Notenfach. Ansonsten ist es aber noch perfekt. Leider muss es jetzt einem neuen weichen. Hoffentlich bekommt dieses schon bald wieder die wunderschöne Patina.

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  • MMMMM 12.10.2010 anonym

    27 von 27 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    gut

    Ich bin nicht nett zu meinem Portemonnaie. Vollgestopft mit Karten, Münzen, was so reinmuss, immer in der Hosentasche, viel auf dem Fahrrad. Meins ist aus glatterem Leder als auf dem Bild, hat mittlerweile eine ordentliche, teilweise fast schwarze Patina, aber nirgendwo auch nur ein loses Fädchen, das Innenfutter noch vollkommen intakt. In jeder Hinsicht das Geld wert, das man reinsteckt.

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  • MMMM 15.09.2010 anonym

    5 von 17 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    Gutes Portemonnaie

    Ein gutes Portemonnaie, gut verarbeitet, es ist aber sehr hoch! Passt aber locker in die Hosentasche. Was mir fehlt ist ein "durchsichtiges" Fach, wo man die Fotos seiner Liebsten sichtbar rein tun kann. Deshalb 4 von 5 M.

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  • MMMMM 12.10.2008 anonym

    59 von 64 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    Leder, wie es sein soll!

    Ein sehr schönes Stück. Sehr gut gearbeitet. Sehr schönes Leder mit feiner Narbung. Es ist sehr weich und fasst sich angenehm an. Mit ausreichend Platz für diverse Karten und Dokumente. Fast zu Schade, um in der Jackentasche zu verschwinden. Ich freue mich schon auf die Patina, die dieses schöne Stück entwickeln wird.

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