Tatsächlich aus Kaffee gemacht: in Farbintensität und Fließeigenschaften unseren anderen Schreibtinten nicht nachstehend, aber mit anregendem olfaktorischem Surplus. Für Füllfederhalter.
35-ml-Glas mit Duroplastverschluß.
Elixiere II: Berauschendes.
Tinten aus Flüssigkeiten herzustellen, die man gemeinhin weniger im Kolben eines Füllfederhalters als in Glas oder Tasse seines Besitzers vermutet, ist eine Spezialität der Jansenschen Tintenmanufaktur, die es uns gleich aus mehreren Gründen angetan hat: Zum einen ist insbesondere die Verwendung von Rotwein als Tintenfarbstoff eine seit dem 17. Jahrhundert gepflegte Praxis – der nämlich war (und ist es vermutlich noch) erheblich farbintensiver als die Pigmente des Rotholzes und deutlich billiger als das aus der Cochenille-Laus gewonnene Karmin. Zum anderen aber rechnen wir uns selbst – bei aller Bescheidenheit – der schreibenden Zunft zu, und schon die Vorstellung, daß den Skribenten bei seiner liebsten Tätigkeit der Duft jener belebenden wie berauschenden Elixiere umweht, deren sich Generationen von Dichtern und Schriftstellern bedient haben, gefällt uns außerordentlich. Dabei wird der olfaktorische Mehrwert keineswegs durch Abstriche bei der Qualität erkauft. In Farbintensität und Fließeigenschaften stehen diese Tinten den Farbstofftinten in nichts nach – und dies, ohne daß eine Anreicherung mit Pigmenten vonnöten wäre. Der Wein, ein Spätburgunder, wird erwärmt und mehrfach gefiltert, die enthaltenen Säuren werden durch Glykolzugabe gebunden. Auch der Kaffee wird etliche Male gefiltert, anschließend eingedickt und mit Glykolen in die gewünschte Konsistenz überführt.
Hinweis:
Vor einem Wechsel der
Farbe empfehlen wir, den Füllfederhalter
mehrfach und gründlich mit
(idealerweise destilliertem) Wasser
auszuspülen.