Ein mild-würziges Salz ohne chemische Zusätze. Anders als die meist zu 100% aus Natriumchlorid bestehenden herkömmlichen
raffinierten Küchensalze enthält es viele natürliche Nebensalze und Spurenelemente wie Eisen, Kobalt, Mangan oder Molybdän. Für die Salzmühle geeignet, da trocken, oder aber zum Würzen von Salzgebäck. Gewonnen wird das Salz seit 1854 aus der Pfannensaline Luisenhall in Göttingen.
500-g-Packung.
Das weiße Gold: Salz.
Salz ist für unsere Ernährung unerläßlich
und seit dem Altertum ein begehrtes
Würzmittel. Doch Salz ist nicht nur
lebenswichtig, es kann Speisen auch
verderben. Nicht umsonst besitzen wir
einen „salzigen“ Geschmackssinn, der
uns moderat gesalzene Speisen als
wohlschmeckend empfinden läßt und
vor Versalzenem warnt. Bis heute spiegelt
sich die große Bedeutung des Salzes
auch in sprachlichen Wendungen
wider: bei den „gesalzenen Preisen“,
die daran erinnern, daß Salz einst Zahlungsmittel
war, beim „Salz in der Suppe“
und nicht zuletzt bei dem alten
Wohlstandswunsch „Brot und Salz,
Gott erhalt’s“ – der sich auch in dem
Brauch ausdrückt, Brot und Salz als
Willkommensgruß zu überreichen.
Etliche Städte und ganze Regionen –
wie das Salzkammergut – gründeten
ihren
Wohlstand auf dem weißen Gold:
Halle (von althochdeutsch hall = Salz),
Luisenhall, Schwäbisch Hall oder Bad
Reichenhall sind nur wenige Beispiele.
Selbst die Halligen an der Nordsee verdanken
ihm ihren Namen. Dort wurde
früher aus dem Torf vom Meer überfluteter
Moore eine konzentrierte Sole gewonnen,
aus der in Siedepfannen Salz
hergestellt wurde. Auch einige der ersten
Fernhandelswege verdanken ihre
Existenz dem Salz: Da es nicht überall
verfügbar war, zum Leben aber dringend
gebraucht wurde, verbanden
Salzstraßen die großen Städte mit den
Salinen bzw. Salzbergwerken.
Die älteste Form der
Salzgewinnung ist das Verdunsten von
Meerwasser in flachen Becken, wobei
das Salz auskristallisiert. Die höchste
Qualität dieser Salze ist das Fleur de Sel, das als hauchdünne Schicht in
Handarbeit mit einer Holzschaufel abgeschöpft
wird. Später begann man,
unterirdische Salzlager bergmännisch
abzubauen und Salz durch das Verdampfen einer – teils in salzhaltigen
Quellen vorhandenen, meist jedoch unter
Tage durch Herauslösen der Salzvorkommen
mit Wasser hergestellten –
Sole in Siedesalinen
zu gewinnen.
Unterschiede. Klein, aber fein.
Heute ist Salz überall und in nahezu beliebiger
Menge erhältlich, vieles davon
stammt jedoch aus industrieller Produktion
und ist Natriumchlorid in Reinform.
Deshalb widmen Köche und Genießer
dem Salz seit Jahren eine Aufmerksamkeit
wie kaum einem anderen
Gewürz. Man besinnt sich auf traditionelle
Regionen und Gewinnungsverfahren
und entwickelt ein Gespür für die
Geschmacksnuancen von Salzen unterschiedlicher Provenienzen. Diesen
wollte auch schon so mancher Wissenschaftler
beikommen und mußte doch
kapitulieren. Chemiker erklärten sie gar
für nicht vorhanden, da der Mineralienanteil
aller Salze so gering sei, daß er
den Geschmack nicht verändern könne.
Dennoch sind Unterschiede
schmeckbar. Beim Salz ist es offenbar
wie beim Mineralwasser, bei dem der
Mineralienanteil am Volumen gemessen
auch sehr gering ist, dennoch den Geschmack
signifikant beeinflußt.
Mär, zu widerlegen.
Es ist übrigens eine weitverbreitete
Mär, daß Speisesalz mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum
versehen sein
müsse. Ein Mindesthaltbarkeitsdatum
setzt einen von Bakterien bzw. Schimmel
(biologisch) oder durch Oxidation
(chemisch) hervorgerufenen Verfall voraus.
Von solchem Verfall ist Salz als anorganische
Verbindung nicht betroffen.
Ganz im Gegenteil: Salz ist sogar so
stabil, daß es seit Jahrmillionen erhalten
ist. In der Bibel werden denn auch
Bündnisse, auf deren ewig andauernden
Bestand man hoffte, als Salzbündnisse
bezeichnet. Die Verordnung über
die Kennzeichnung von Lebensmitteln
sagt dazu in §7, Absatz 6 schlicht: „Die
Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums
ist nicht erforderlich bei Speisesalz,
ausgenommen jodiertes Speisesalz.“
Bei unseren Salzen, von denen
keines jodiert ist, brauchen Sie sich
über die Haltbarkeit also keine Gedanken
zu machen – sie berechnet sich in
geologischen Zeiträumen. Wir bieten
Ihnen Salze unterschiedlicher Gewinnung
und Zusammensetzung an: direkt
aus dem Meer gewonnen, bergmännisch
abgebaut sowie mittels Wasser
aus unterirdischen Lagerstätten gelöst
und anschließend in der Saline verdampft.
Genaugenommen handelt es
sich dabei jedoch immer um Meersalz,
denn letztlich gehen sämtliche Salzlagerstätten
auf Ablagerungen maritimen
Ursprungs zurück.