Dieses Set für den Einstieg in die Technik
des Linoldrucks besteht aus
- einem Buchenholzgriff und fünf austauschbaren
Linolschnittfedern aus
gehärtetem Stahl: Geißfuß, Riller, kleiner
und großer Flachausheber, Konturenmesser
und Federauszieher (zum
gefahrlosen Wechseln der Feder),
- einer 5 cm breiten Farbwalze aus
Stahlblech und Gummi,
- einer 3 mm starken, mit Jutegewebe
verstärkten Platte aus ungehärtetem
Linoleum (für den Linolschnitt gemachte
Spezialanfertigung von einem
in Deutschland produzierenden Hersteller
von Linoleumfußböden) im Format
DIN A6,
- einer 20-ml-Tube wasserbasierender
schwarzer Linoldruckfarbe und einer
Kunststoffplatte für den Farbauftrag,
- einer Kurzanleitung zum Linolschnitt
und -druck.
Von Brause in Iserlohn, Hersteller von
Schreib- und Schneidfedern seit den
Zeiten, als das Reimen noch geholfen
hat („Die beste Feder, lieber Sohn, ist
die von Brause Iserlohn“).
Der Freiheitsgrad.
Hier ist nicht nur die Fläche frei gestaltbar,
sondern im Falle einer Wort- oder
Namensmitteilung auch die Typographie.
Gerade deshalb wurde die Arbeit
mit dem aus Leinöl, Korkpulver und Farbe
hergestellten Bodenbelag Linoleum,
die der Wiener Kunstlehrer Franz Cisek
um 1900 als kunsterzieherisches Mittel
einführte, bald schon auch von Werbegrafikern
und von großen Künstlern wie
Matisse und Picasso aufgegriffen. Sie
reizte die Möglichkeit, auf ganz einfache
Art ihre Vorstellungen gänzlich frei und
auch auf größerer Druckfläche vielfach
reproduzierbar zum Ausdruck zu bringen.
Er ist tatsächlich beides: in den Anfängen
kinderleicht, mit zunehmender
Routine im Umgang mit Schneidstahl
und Geißfuß aber zugleich eine Kunstform
von größter Gestaltungsfreiheit.
So lassen sich in der heimischen Hausdruckerei
aufwendige Mehrfarbdrucke
ebenso herstellen wie monochrome,
selbstgestaltete Einladungskarten, Exlibris
und dergleichen. Und das ohne
großen Aufwand an Werkzeug.