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Merck's Warenlexikon
Klassische Warenkunde von 1920

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Der Warenkundliche Fadenriß

geschlossenes WarenlexikonEs ist merkwürdig: Vom Ende des 19. bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts gab es einen großen Fundus weitverbreiteten warenkundlichen Verbraucherwissens. Die Verlage produzierten eine Vielzahl einschlägiger Lexika (des Haushalts, der Eisenwaren, der Bekleidung oder eben allgemein der Warenkunde), an den Schulen wurde das Fach ernsthaft unterrichtet (und so jene gewisse Immunität gegen die Werbung erzeugt, um die sich unser ideologie- und sprachkritischer Deutschunterricht in den vergangenen Jahrzehnten völlig erfolglos bemühte), und das Wissen der in der ersten Hälfte des Jahrhunderts aufgewachsenen Menschen über Wert und Unwert ihrer Alltagsdinge überstieg dasjenige heutiger Fachverkäufer um ein Vielfaches. Irgendwann in den 60er Jahren gab es dann den warenkundlichen Fadenriß. Entsprechende Zeitschriften stellten ihr Erscheinen ein, und von Dr. Oetkers Warenkunde - nach dem Krieg ein Bestseller - erschien schließlich 1966 die letzte Auflage. Die Neugier darauf, was neu ist, verdrängte die Wißbegier darauf, was gut ist.

Mercks Warenlexikon

aufgeschlagenes WarenlexikonEs ist eines der großen Warenlexika aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zwischen 1874 und 1925 erschien das Mercks Warenlexikon in sieben hohen Auflagen, in einer Zeit also, die von beidem geprägt war: der Begeisterung für die grundstürzenden technischen Neuerungen und der Sorge um sich anbahnende Verluste an Qualität und Charakter. Wir bringen einen Nachdruck der 7. Auflage von 1920. Hilfe bei der Entscheidung darüber, ob Sie Ihr Home Cinema mit Dolby-Surround-Klängen füllen (oder das Ihren Nerven und guter Nachbarschaft zuliebe doch besser lassen) sollten, können Sie von einem 1920 erschienenen Werk freilich nicht verlangen. Aber über all das, was Anfang des Jahrhunderts technisch entwickelt und in Gebrauch war (und das bildet ja immer noch die überwältigende Mehrheit auch der Dinge, mit denen wir heute Tag für Tag umgehen) - von Absinth, Alabaster und Aluminium bis Zaponlack, Zitronat und Zwiebelöl - erfahren Sie alles: In allen Artikeln finden sich …Angaben über die Abstammung und das natürliche Vorkommen, über die Herstellung, Eigenschaften und Verwendung der Waren, bisweilen auch über etwaige Verfälschungen und deren Erkennung… (aus dem Vorwort). Also: Ein mit Nutzen anzuwendender Ratgeber, eine kulturhistorische Fundgrube - und im übrigen eine der vielen Quellen für die Manufactum-Katalogredaktion.