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Die LED-Filamentlampe

Als die EU im Jahr 2009 qua Verordnung das Ende der bewährten Haushaltsglühlampe einläutete und die Kompaktleuchtstoffmittel als neuen Heilsbringer propagierte, haben wir in Ruhe den nächsten evolutionären Schritt abgewartet, denn man musste schon damals kein Prophet sein, um die Weiterentwicklung der LED (Light-Emitting Diode)-Technologie als den eigentlich zukunftsweisenden Pfad zu erkennen.

Schließlich intensivierte selbst die bis dato von technologischen Umbrüchen nicht eben geschüttelte Leuchtmittelindustrie ihre Bemühungen, die Leistungsfähigkeit und Lichtqualität der LED auf ein Niveau zu heben, das sie für die Raumbeleuchtung tauglich und also akzeptabel machen würde. In den Fokus rückten dabei mehr und mehr sogenannte Retrofit-Lampen, die anstelle konventioneller Leuchtmittel in allen Leuchten mit Normfassungen (E 27, E 14 etc.) verwendet werden können. Kernziel war fortan ein erschwingliches LED-Leuchtmittel mit der Lichtausbeute einer 60-Watt-Glühfadenlampe (also rund 800 lumen).

Angenehmes Licht. Eine Frage des Spektrums.

Das Licht der Glühfadenlampe wird wie das der Sonne durch Wärme erzeugt und zeigt ein dem menschlichen Auge geläufiges, als harmonisch empfundenes Lichtspektrum (oben). Das Licht der Leuchtstofflampe zeigt dagegen ein zerklüftetes Spektrum mit wenigen Spitzen und kaum Rotanteil, was zu der Wahrnehmung beiträgt, das Licht sei falsch, synthetisch und die Farben „stimmten“ nicht (Mitte). Das Lichtspektrum der LED-Filamentlampe (unten) ist dagegen viel näher am Licht der Glühfadenlampe: Es wirkt ebenso natürlich und stimmig.

Dieses Ziel ist mit der LED-Filamentlampe nun erreicht, in einer Form, die nur allzu wohlbekannt scheint. Auf den ersten Blick gleicht sie der klassischen Glühbirne aufs Haar – wie das erste Automobil einer Kutsche ohne Pferde. Die LED-Filamentlampen besitzen auf diese Weise den gleichen Abstrahlwinkel wie ihre Glühfaden-Vorgänger.

Die Formgebung ist also sinnfällig, denn das Gros der im Gebrauch befindlichen Leuchten wurde hinsichtlich der Lichtlenkung für Leuchtmittel ebendieser Gestalt konstruiert. Das Licht selbst entsteht jedoch auf gänzlich andere Weise. Anstelle eines Glühfadens befindet sich im Inneren der Lampe ein Träger aus Glas (das sogenannte Substrat), besetzt mit einer Vielzahl kleinster Chip-Dioden-Paare und einer im Wesentlichen aus Phosphor bestehenden Fluoreszenzschicht, die für die gewünschten Lichteigenschaften sorgt. Damit erreicht sie bei den wesentlichen photometrischen Parametern annähernd die Werte der klassischen Glühbirne:

  • Die Lichtausbeute der 6,5-W-Filamentlampe beträgt gut 800 Lumen (lm), womit sie ihrem Pendant, der 60-Watt-Glühfadenlampe, ebenbürtig ist.
  • Die Lichtfarbe misst 2.700 Kelvin (K) gegenüber 2.600–2.700 K bei der Glühfadenlampe.
  • Die Farbwiedergabe liegt bei einem Colour Rendering Index (CRI) von über 80, die Glühfadenlampe erreicht Werte bis 100.

Diese Aspekte machen die Filamentlampe formal wie technisch zum großen Wurf und ganz sicher zum Favoriten für die echte Nachfolge der Glühfadenlampe. Bei der Auswahl der von uns angebotenen Filamentlampen haben wir uns – entsprechend unserer seinerzeit formulierten Maßgabe – für solche entscheiden, die 1) möglichst nah an die Eigenschaften der Glühfadenlampe heranreichen, 2) dimmbar und 3) preiswert sind. Zwei Schuss Wasser müssen wir allerdings in den Wein schütten: In Sachen Dimmbarkeit müssen Abstriche in Kauf genommen werden; die ist der geringen Leistungsaufnahme wegen nur in Verbindung mit Dimmern neuerer Bauart bzw. LED-Dimmern vollumfänglich gewährleistet (eine Tabelle kompatibler Dimmer finden Sie beim jeweils entsprechenden Artikel). Und: Die Lampen werden sämtlich in China produziert, was insofern nicht verwundert, als deren Entwicklung in der Hand taiwanischer und chinesischer Unternehmen lag und die wesentlichen Patente dort gehalten werden.

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