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Lampen und Leuchten. Licht ins Dunkel.

Die Umgangssprache ist ein rutschiges Pflaster, vor allem dann, wenn sie den korrekten Sprachgebrauch nicht nur überlagert, sondern bereits vollends unter sich begraben hat: Wenn wir Leuchten meinen, sprechen wir von Lampen, und das, was man korrekterweise als Lampe bezeichnen würde, wird im Volksmund Glühbirne genannt. Leuchtet das ein? Vermutlich eher nicht, aber wenn wir uns darauf einigen können, dass die fachsprachliche Bezeichnung mit der allgemeinsprachlichen Verwendung nicht deckungsgleich ist, sind wir schon auf einem guten Weg.

 

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Leuchten

Leuchten im Industriedesign. Mit Baukastenkonzept

Aus den Niederlanden kommt das kluge Baukastenkonzept für diese Leuchtenserie. Alle Modelle sind aus wiederkehrenden Teilen aufgebaut, was bei wenigen Einzelteilen eine hohe Variabilität der aus ihnen gefertigten Leuchten gewährleistet. Der gestaltende Kopf dahinter ist Anton de Groof, weder Designer noch Ingenieur, dafür begeistert von traditioneller Mechanik. Entsprechend wird die Formensprache der Leuchten nicht nur dem industriellen Herstellungsprozeß gerecht, sie verbindet zugleich auf durchdachte Weise Einfachheit mit Geist – was sie formal in ein wohlbeleumundetes Umfeld von Bauhaus und Werkbund stellt. Leuchten Industriedesign

Auch für schwere Wetter. Außenleuchten aus Messing

Was Physis und Technik angeht, sind diese Leuchten aus schwerem Messingguß über alle Zweifel erhaben. Sie sind zu jeder Jahreszeit wetterfest und sämtlichen Anforderungen im Garten- und Außenbereich ohne Einschränkung gewachsen, denn die robusten und langlebigen Modelle sind eigentlich für den Einsatz im maritimen Bereich gedacht. Kaum ein Wetter, das ihnen etwas anhaben könnte. Die in Italien hergestellten Leuchten machen zudem auch im Innenbereich eine gute Figur – nicht nur im Keller oder in der Garage –, selbst wenn sie dort gewissermaßen unterfordert sind.
Außenleuchten aus Messingguß

Vorbild seit 90 Jahren. Die Laternenform der Petromax

Die Petromax als technisch schon früh perfektionierte Lichtquelle war zunächst eine recht große Hängeleuchte. Erst mit einer grundlegenden Formänderung wurde die Idee des mobilen Lichts zu Ende gedacht – zu einer vergleichsweise handlichen Laterne, die man mitnehmen und überall aufstellen oder -hängen konnte. Die Grundform der Starklichtlampe mit senkrechtem Vergaserrohr wurde dabei beibehalten. Bis heute bewährt sich die Petromax bei der Garten- und Terrassenbeleuchtung, auf Nachtwanderungen und auf Reisen – selbst wenn sie längst nicht mehr die einzige zweckmäßige Möglichkeit ist, Licht an dunkle Orte zu bringen. Petromax

Zweckmäßige Beleuchtung. Ästhetisch: Lindner-Leuchten

Mindestens seit den 1940er Jahren werden diese Leuchten in den von uns angebotenen Formen hergestellt. Es sind Deckenleuchten mit schlichten Porzellanfassungen, die überall dort für gutes, klares Licht sorgen, wo es um das Ausleuchten architektonischer Basisbereiche geht: in Treppenhaus und Flur, in Kellerräumen, in der Garage, in der Werkstatt… Gegen Sprühwasser und Staubablagerungen im Inneren sind die Leuchten geschützt, im Außenbereich montiert, wie am Hauseingang oder am Gartenhäuschen, würden sie eine gute Figur machen. Lindner-Leuchten

Heller Schein und gelenktes Licht. Außenleuchten

Außenleuchten dienen zuvorderst der nächtlichen Beleuchtung von Gartenwegen, Eingängen, Einfahrten und Terrassen, sie können jedoch auch einen ästhetischen Mehrwert entwickeln. Durch ihre Gestalt – vor allem, wenn nach bewährtem Prinzip die Form der Funktion folgt – und durch ihren Lichtwurf vermögen sie gezielte Akzente zu setzen. Wir haben eine Auswahl an Außenleuchten zusammengetragen: gefertigt aus Porzellan, Gußeisen, Kupfer, Messing oder Aluminium sowie zur Wand- und Deckenmontage, freistehend und zum In-die-Erde-Stecken. Eines eint sie alle: ihre Wetterbeständigkeit. Außenleuchten

Kaiser idell. Der Arbeit zu Nutz, den Augen zum Schutz

Pendelleuchte Kaiser idell

Der Name „Kaiser idell“ stand einst für zweierlei: erstens für wegweisende Leuchtenentwürfe von Christian Dell, von 1922 bis 1925 Metallwerkmeister des Weimarer Bauhauses und von 1926 bis 1933 Leiter der Metallwerkstatt der Frankfurter Kunstschule, und zweitens für die sorgfältige Fertigung in höchster Qualität durch das Neheim-Hüstener Unternehmen Kaiser. Seit einigen Jahren werden die Kaiser idell-Arbeitsleuchten wieder hergestellt – nun in Dänemark, jedoch in der gleichen Gestaltung, Qualität und handwerklichen Fertigung wie zuvor. Leuchten von Kaiser idell

Archetypische Leuchten. Von Bolich

Bolich Leuchten aus dem badischen Odenheim gibt es seit gut 100 Jahren (und bei uns immerhin seit fast 20 Jahren). Besonders bekannt, um nicht zu sagen berühmt, wurde Bolich dabei vor allem als Hersteller archetypischer Decken- und Außenleuchten. Die Bolich Leuchten, nach wie vor in aufwendiger Manufakturarbeit und teils noch auf Maschinen aus der Gründerzeit gefertigt, sind bei Film-Requisiteuren schon lange wohlgelitten, mittlerweile werden sie aber auch zunehmend von Innenarchitekten und Objektausstattern wiederentdeckt – und dies beileibe nicht nur für historisierende Einrichtungen.
Bolichwerke. Leuchten

Davey Lighting. Leuchten made in England

Die Wurzeln von Davey Lighting führen in die Londoner Westindienhäfen, in denen der Betrieb für Eisenwaren und Schiffsleuchten im Jahr 1885 die Arbeit aufnahm. Schon bald waren die Leuchten, die eine funktionale Gestaltung, robuste Materialien und handwerkliche Verarbeitung in sich vereinten, auf vielen Schiffen im Einsatz. Das Angebot wurde später auch von Architekten und Gestaltern aufgegriffen. Die Leuchten von Davey zeichnet bis heute aus, was sie schon zu ihren Gründertagen ausmachte: eine klare, am Zweck orientierte Formensprache, eine über die Materialwahl vermittelte Robustheit und eine Verarbeitung mit Augenmerk auf jedes Detail.
Davey Lighting. Leuchten aus England

 


Lampen plus Leuchten gleich Licht. Eine Begriffsentwirrung.

Die Sprachverwirrung, die Lampen und Leuchten umweht, kommt nicht von ungefähr. Vom griechischen Wort für Fackel („lampás“) hergeleitet, bezeichnet das Wort Lampe fachsprachlich nur jenen Teil des Beleuchtungsapparates, der das Licht spendet – heute würde man sagen: das Leuchtmittel. Da Lampen und Leuchten aber für einen großen Teil der Beleuchtungsgeschichte untrennbar verbunden waren, wurde der Begriff für die Kombination aus beidem geprägt. Erst mit der Erfindung der elektrischen Glühlampe wurde aus eins zwei und aus dem Trägermedium offiziell eine Leuchte. Dass wir sie immer noch Lampe nennen, ist zwar historisch nachvollziehbar, aber faktisch trotzdem falsch – zumindest in Fachkreisen. Der Duden ist dagegen umsichtiger. Als erste Bedeutung für Lampen ist dort verzeichnet: „als Träger einer künstlichen Lichtquelle (besonders von Glühbirnen) dienendes, je nach Zweck sehr unterschiedlich gestaltetes, hängendes, stehendes oder auch frei bewegliches Gerät“. Und wenn der Duden das sagt, muss man vielleicht auch gar nicht so streng sein.

Wand- und Deckenleuchte Revolver
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Lampen im Rampenlicht: Vom Feuer bis zur Glühlampe.

Ohne Licht läuft nichts. Zumindest nicht viel. Die Relevanz des Lichts in unserem Alltag zeigt sich bereits in der Allgegenwärtigkeit des Wortes im Bereich der Redewendungen: Zuerst erblickt man das Licht der Welt, mit etwas Glück geht einem hier und da ein Licht auf, und dann braucht man sein Licht auch nicht unter den Scheffel zu stellen. Andernfalls bringt vielleicht ein anderer Licht ins Dunkel und hilft all jenen, die keinen Schimmer haben, ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Ins rechte Licht gerückt, erscheint jener, der keine große Leuchte (sondern eher ein kleines Licht) ist, vielleicht sogar als heller Kopf. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten, und möglicherweise wird ihm das Licht ausgeknipst, bevor er in der Lage ist, die Welt selbst in anderem Licht zu sehen. Und mit etwas Pech kommt dieses Verbrechen nie ans Licht. Bei Licht besehen ist Licht tatsächlich überall. Außer nachts. Da ist es aus. Oder zumindest war es das für viele Tausend Jahre. Bis die Lampen kamen.

Feuerschale Rohstahl

 

Natürlich kamen die Lampen nicht von selbst, sondern eroberten das Dunkel nur dank tatkräftiger Unterstützung des Menschen. Zunächst brachte er um circa 50.000 v. Chr. das Feuer unter seine Kontrolle, was dann in Form der offenen Feuerstelle auch erst einmal für mindestens 10.000 weitere Jahre reichen musste. Erste Vorläufer der Lampen (und damit eine erste mobile Form des Lichts) kamen irgendwann (da ist sich die Forschung offenbar ziemlich uneins) zwischen 40.000 und 8.000 v. Chr. auf: einfache steinerne Schalen, gefüllt mit Tierfetten, die sich bis zur römischen Antike zu teils kunstvoll verzierten tönernen Öllampen weiterentwickelten. Es folgten weitere, immer noch schummrige Lichtkörper wie Kienspan und Kerzen – zunächst für die Reichen aus duftendem Bienenwachs, für die Armen später auch aus rauchendem Talg. Richtig hell wurde es damit nie, außer man erhöhte ihre Menge radikal: 24.000 Wachskerzen waren 1688 nötig, um den Park von Versailles im Rahmen eines Festes zu erleuchten. Hätte Ludwig XIV. damals schon elektrische Lampen gehabt, es wäre ihn mit Sicherheit günstiger zu stehen gekommen.

Gluehlampe mit Metallfaden

Bis dahin war es jedoch noch ein weiter Weg. Bereits deutlich lichtstärker und weniger rußend zeigten sich die ab Ende des 18. Jahrhunderts aufkommende Gasbeleuchtung für den öffentlichen Raum und die Petroleumlampen für den Heimgebrauch. Erstere verschlang jedoch massiv Sauerstoff und führte daher oft zu Schwindel und Übelkeit, gerade in den oberen Rängen von Theatern, wo diese Art der Illumination als Rampenlicht die Geschehnisse auf der Bühne ins rechte Licht rückte. Und selbst der Schein von Petroleumlampen in den privaten Lesestuben des Bürgertums, die nun aufkamen, gereichte den Augenärzten immer noch zur hellen Freude.

 

Es ist daher nicht zu viel gesagt, wenn man die Erfindung der ersten nicht nur funktionstüchtigen, sondern auch wirtschaftlich produzierbaren Glühbirne durch Thomas Alva Edison im Jahr 1879 als Quantensprung der Lichttechnik bezeichnet. Von diesen ersten Lampen, die mit unseren heutigen Beleuchtungsmitteln verwandt sind, bis zum aktuellen Stand der Technik waren zwar noch einige Zwischenschritte vonnöten, und auch die flächendeckende Verbreitung des „Lichts“, wie man die elektrische Beleuchtung in ehrfürchtiger „totum pro parte“-Manier nannte, ließ noch viele Jahrzehnte auf sich warten, aber dennoch: Der Zeitpunkt war gekommen, die Nacht zum Tage zu machen.

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Es werde Licht. Lampen und Leuchten bei Manufactum.

Heute sind Lampen allgegenwärtig. Die Vorstellung, ohne sie zu leben, mutet gar unvorstellbar an. Neben ihrer Funktion als helles, fokussiertes Licht zum Arbeiten werden sie auch als Akzentlicht für betonende Raumgestaltung eingesetzt, geben einem Raum Tiefe oder verströmen in Kombination mit indirekten Leuchten ein weiches, behagliches Licht, das eine wohnliche Atmosphäre schafft – das Spektrum der Innenleuchten ist ein weites Feld. Das Manufactum Angebot reicht von Tischleuchten über Hängeleuchten bis hin zu Standleuchten, von Traditionsherstellern bis hin zu modernen Lichtkonzepten. Außenleuchten illuminieren Garten und Balkon, während Petroleumlampen als mobile Beleuchtungseinheiten nach wie vor ihre Berechtigung haben. Nicht zuletzt sind es die Leuchtmittel, die eigentlichen Lampen, die das individuelle, heimische Lichtkonzept maßgeblich beeinflussen. Licht schafft Atmosphäre. Und ohne die richtigen Lampen sähe es für die Leuchten ganz schön düster aus.

Nachttischleuchte Kaiser idell 6722 R