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Lagergemüse düngen und wässern

Lagergemuese duengen und waessern

Im September legen die Herbst- und Lagergemüse wie späte Kopfkohlsorten, Blumenkohl, Brokkoli, Rote Bete, Sellerie, Möhren, Steckrübe (Kohlrübe) oder Lauch noch einmal kräftig an Wachstum zu und benötigen daher gerade in den letzten Wochen vor der Ernte noch viele Nährstoffe. Werden sie jetzt nicht ausreichend versorgt, leiden Geschmack, Konsistenz und Lagerbarkeit.

Anleitung

Starkzehrer Kohl
  • Vergehen bis zur Ernte noch mindestens vier Wochen, Lauch, Möhren, Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl und Chinakohl mit 40 bis 60 g/qm Hornmehl düngen. Sellerie benötigt mehr Dünger: 80 bis 100 g/qm Hornmehl.
  • Den Dünger aufstreuen und mit Harke oder Kultivator leicht einarbeiten; dabei nicht die Pflanzen ober- oder unterirdisch verletzen. Am besten vor einem Regenschauer düngen, sonst kräftig wässern, damit der Dünger in den Boden gespült, aufgeschlossen wird und seine Nährstoffe freisetzt.
  • Alternativ mit Kompost oder Brennesseljauche düngen.
  • Gemüse, die jetzt nur noch reifen müssen (wie Tomate, Gurke oder Zucchini) brauchen nun keine Düngung mehr.
  • Bei Trockenheit gut wässern und regelmäßig den Boden lockern.
  • Die Kulturen bei Frühfrösten kurzzeitig mit Vlies abdecken. So kann die Standzeit im Beet verlängert werden. So spät wie möglich ernten, frühestens Mitte bis Ende Oktober.
Hinweise zu einzelnen Arten
  • Chinakohl steht im September in der Hauptentwicklung und braucht viel Wasser und Nährstoffe. Zu Beginn der Kopfbildung noch eine Kopfdüngung eines schnell wirkenden Stickstoffdüngers (zum Beispiel Brennesseljauche) geben.
  • Damit Rote Bete nicht zäh und holzig wird, braucht sie einen gleichmäßig feuchten Boden. Deshalb in Trockenphasen wässern. (Bei der Ernte die Hauptwurzel nicht verletzen und die äußeren Blätter vorsichtig abdrehen; sonst bluten die Knollen aus.)
  • Damit Grünkohl bis zum Frostbeginn viel Blattmasse bildet, nun eine Kopfdüngung eines schnell wirkenden Stickstoffdüngers (zum Beispiel Brennesseljauche) geben.
  • Zum Winterverbrauch bestimmten Kohlrabi jetzt stickstoffarm und kalibetont düngen, um die Haltbarkeit zu erhöhen.
  • Steck- oder Kohlrüben Anfang September mit einem stickstoffreichen Volldünger versorgen, damit sie den vollen Geschmack entwickeln.
Kompost verteilen

Ausgereiften Kompost auf den Beeten verteilen

Kohlrabi mit Kompost düngen

... zum Beispiel bei Kohlrabi

Gemüse mit Kulturschutznetzen abdecken

Bei Frühfrösten die Gemüsebeete mit Vlies abdecken

Es wird benötigt:

Werkzeug und Zubehör: Harke oder Kultivator, Handschütte, Schaufel, Gießkanne mit abnehmbarer Brause, Arbeitshandschuhe, gegebenenfalls Abdeckvlies.
Düngemittel: Kompost, Brennesseljauche, Hornspäne oder andere organische Dünger.

Bodenverbesserung. Dünger und Pflanzenstärkung

Ein guter Boden ist die Grundlage jeder gärtnerischen Aktivität. Wie wertvoll diese relativ dünne, humushaltige Oberbodenschicht ist, kommt schon in der fast ehrfürchtigen Bezeichnung „Mutterboden“ zum Ausdruck. Zu Recht, denn sie ist die Voraussetzung für die Ansiedlung jeglicher Vegetation: natürlich entstandener wie auch durch Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft kultivierter. Ein Mittel der Bodenpflege ist der maßvolle, bedarfsgerechte Umgang mit Düngemitteln – vorzugsweise organischer, da bei diesen Düngern die Nährstofffreisetzung sukzessive erfolgt und somit die Gefahr der Auswaschung und Belastung des Grundwassers kaum gegeben ist. Bodenverbesserung

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